Index
64/02 Bundeslehrer, 70/02 Schulorganisation, 70/07 Schule und Kirche
Beachte
Anlage IIIAnlage römisch drei
Semesterweise gestaffeltes Inkrafttreten (Art. III § 2)Semesterweise gestaffeltes Inkrafttreten (Artikel römisch drei, Paragraph 2,)
Text
FUNKTIONELL-THERAPEUTISCHE ÜBUNGEN
Kognitives Training
und 4. Semester (je 2 Wochenstunden):
Trainingsmethoden zur Förderung der sinnesspezifischen und integrativen Wahrnehmungsleistungen; spezielle Übungsprogramme betreffend Teilleistungsschwächen (Legasthenie, Konzentrationsschwächen ua.).
Bewegungstherapie
Semester (2 Wochenstunden), 3. und 4. Semester
(je 1 Wochenstunde):
Bewegungsanalyse der normalen und pathologischen Bewegung.
Einführung in die Physiotherapie bei bewegungsgestörten Kindern und Jugendlichen. Übungen mit Kindern mit cerebraler Bewegungsstörung.
Richtige Handhabung der Behinderten im Alltag (lagern, heben, tragen, essen, an- und ausziehen ua.).
Einsatz von Hilfsmittel (Schienen, Krücken, Stehbrett, Gips ua.). Einführung in Sportarten (Schwimmen, Reiten ua.). Hospitationen in Institutionen der Heil- und Sondererziehung.
Beschäftigungstherapie
und 2. Semester (je 1 Wochenstunde), 3. Semester (3 Wochenstunden):
Allgemeine Grundlagen der Beschäftigungs- und Arbeitstherapie.
Spezielle Aufgaben der Beschäftigungs- und Arbeitstherapie im funktionellen, psychiatrischen und pädiatrischen Bereich.
Rehabilitation und Selbsthilfe mit besonderem Schwerpunkt der Selbsthilfe im täglichen Leben.
Handwerkliche Techniken und ihr therapeutischer Wert unter Berücksichtigung des Einsatzes von Spielzeug bei der Behandlung von Kindern.
Gestalten mit verschiedenen Materialien im Dienste der Therapie:
Innenraumgestaltung (Farbübungen mit Tempera, Zusammenstellung farbiger Papiere und Stoffe uä.); bildnerisches Gestalten (Form- und Farbzusammenhang); musikalische Graphik; graphisches Gestalten (verschiedene Drucktechniken wie Monotypie, Schablonendruck, Linol- und Holzschnitt ua.); textiles Gestalten (Flechten, Weben, Knüpfen, Batik ua.); keramisches Gestalten (Tonarbeiten); Gestalten in Holz (flächiges und plastisches Formen, Herstellen von Gebrauchsgut, Spielzeug, Rhythmusinstrumenten); Gestalten in Metall (Ätzen, Färben, Emaillieren); Gestalten in Glas (Mosaik und Stein), Bevorzugung von Gemeinschaftsarbeiten;
Kunst- und Werkbetrachtung.
Musiktherapie
und 2. Semester (je 1 Wochenstunde), 4. Semester (2 Wochenstunden):
Überblick über Grundlagen, Einsatzgebiete und Anwendungsmöglichkeiten der Musiktherapie.
Therapeutische Möglichkeiten des Musikeinsatzes unter besonderer Berücksichtigung der Erzieherpraxis; Hilfestellung beim Bauen von einfachen therapeutischen Instrumenten.
Selbsterfahrung der aktiven und rezeptiven Musiktherapie (Instrumentalübungen, Bewegung und Musik, Stimmeinsatz, Musik über Medien); Musizierpraxis (nach therapeutischen Schwerpunkten);
Förderung der Ausdauer, Konzentration, Wahrnehmungsfähigkeit, des Ausdrucksvermögens; Abbau von Hemmungen; Förderung von Spontanleistungen; Förderung des kommunikativen und sozial-integrativen Verhaltens; Freie und gebundene Improvisation (Improvisationspraktiken, Improvisationsanregungen).
Anwendungsbereiche des musikalischen Dialogs (besonders in der Einzelbetreuung), Lieder und Bewegung; Malen nach Musik; Therapeutische Aufgabe der ästhetischen Erziehung. Anleitung zum Selbermachen von Liedern und Musikgeschichten sowie musikalische Untermalungen von bekannten Märchen.
Allenfalls Exkursionen zum Zwecke der Anwendung der gelernten Möglichkeiten.
Rhythmisch-musikalische Erziehung
und 2. Semester (je 2 Wochenstunden):
Überblick über die therapeutischen Möglichkeiten der rhythmisch-musikalischen Erziehung; Zielsetzung;
Anwendungsmöglichkeiten; Grundelemente; Methoden; Übungsarten;
Übungsmaterial ua. Methodisches Aufgliedern und Realisieren des Prinzipes der rhythmisch-musikalischen Erziehung. Aufbau eventuell versäumter Primärerfahrungen. Möglichkeiten des spontanen Reagierens und Anpassens (bei einem Minimum an verbaler Steuerung) und des konfliktfreien Leistungserlebens. Verständnis für die Modifikation des Übungsgutes für behinderte Kinder gegenüber voll entwicklungsfähigen Kindern.
Anwendung der rhythmisch-musikalischen Erziehung in den einzelnen Sparten der Heil- und Sonderpädagogik; Übungseinheiten und Übungssequenzen; Kreatives Arbeiten im Bereich der rhythmisch-musikalischen Erziehung; Übungen zur Eigenerfahrung; Hospitationen; Beobachtungskriterien zur Unterstützung der Diagnostik.
Logopädie
und 2. Semester (je 2 Wochenstunden):
Anatomie der Sprechorgane; Physiologie und Pathologie der Sprechatmung, der Stimmgebung, der Artikulation ua. Phonetik, Sprachpsychologie, Sprachheilpädagogik ua. Erkennen und Beurteilen von Sprachbehinderungen im Kindes- und Jugendalter (Diagnose).
Anleitungen zur Behebung bzw. Besserung einfacher sprachlicher und sprecherischer Behinderungen. Störungsspezifisch richtige Mitwirkung bei der Behebung von Sprachbehinderungen durch Fachleute.
Beratung Sprachbehinderter oder deren Bezugspersonen (Prophylaxe).
Einführung in sprechtechnische Grundbegriffe für die Berufsarbeit unter Berücksichtigung methodisch-didaktischer Hinweise zur Bewältigung geringgradiger sprecherischer bzw. stimmhygienischer Probleme bei Kindern und Jugendlichen.