Kurztitel
Begrenzung von Abwasseremissionen aus Textilveredelungs- und -behandlungsbetrieben
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 612/1992Bundesgesetzblatt Nr. 612 aus 1992,
Index
81/01 Wasserrechtsgesetz 1959
Text
Anlage C
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Methodenvorschriften gemäß § 4Methodenvorschriften gemäß Paragraph 4
Konzentration und Fracht eines Abwasserinhaltsstoffes (Eigenschaft) für einen Parameter Nr. 2, 7 bis 10, 12 bis 16, 19 bis 21, 23 bis 28, 30 und 31 der Anlage A sind an Hand mengenproportionaler nicht abgesetzter homogenisierter Tagesmischproben zu bestimmen. Parameter Nr. 6 ist an Hand einer mengenproportionalen filtrierten Tagesmischprobe zu bestimmen (Glasfaserfiltration). Bei diskontinuierlicher Entleerung eines Abwasserstapelbehälters gilt die Stichprobe als mengenproportionale Probenahme für das entleerte Abwasservolumen.
Ein Parameter Nr. 1, 3, 4, 5, 11, 17, 18, 22 und 29 der Anlage A ist an Hand von Stichproben zu bestimmen. Tägliche Häufigkeit und Intervalle der Probenahmen sind in Abhängigkeit vom Abflußverhalten der Abwasserinhaltsstoffe festzulegen. Konzentrationen und Frachten (Eigenschaften) sind gleichfalls mengenproportional zu ermitteln.
Bei der Untersuchung von unbehandelten Teilströmen hinsichtlich des Erfordernisses der Teilstrombehandlung ist die Konzentration eines Abwasserinhaltsstoffes gemäß Anlage B an Hand einer qualifizierten Stichprobe zu bestimmen.
Die Parameter Nr. 3 und 4, Nr. 7 bis 16 mit Ausnahme von Nr. 11, Nr. 20 sowie 24 bis 30 der Anlagen A oder B beziehen sich auf Gesamtgehalte.
Der BSB5 ist mit Nitrifikationshemmung zu bestimmen.
Den Emissions- bzw. Schwellenwerten der Parameter Nr. 3, 6, 20, 23 bis 25 sowie 28 und 29 der Anlagen A oder B liegen folgende oder gleichwertige Analysenmethoden zugrunde. Für einen Parameter Nr. 3, 20, 23 bis 25 sowie 28 und 29 der Anlagen A oder B gilt eine Analysenmethode als gleichwertig, wenn ihre Bestimmungsgrenze unter dem Emissionswert liegt.
Nr. Parameter Analysenmethode
3 Abfiltrierbare Stoffe DIN 38409-H2, März 1987
Glasfaserfiltration
ÖNORM M 6274,
September 1985
6 Färbung DIN 38404-C1-2, Juni 1992
ÖNORM M 6240,
September 1988
20 Gesamtphosphor DIN 38405-D11-4,
Oktober 1983
Aufschluß nach Punkt 8.5.2
ÖNORM M 6237/6,
November 1986
Aufschluß nach
Kapitel 6.4.1.2
20.1 Summe von DIN 38405-D11-3,
Ortophosphat und Oktober 1983
hydrolysierbarem Phosphat ÖNORM M 6237/5,
November 1986
23 Sulfit DEV-D6
24 Gesamter org. geb. DIN 38409-H3, Juni 1983
Kohlenstoff ÖNORM M 6284, Jänner 1988
24.1 Biologische Abbaubarkeit DIN 38412-L25, Jänner 1984
DOC-Abbaugrad bestimmt an
der filtrierten
mengenproportionalen
Tagesmischprobe im
Abbautest über maximal
sieben Tage; Inoculum nach
Abschnitt 8.1.1
25 Chemischer Sauerstoffbedarf DIN 38409-H41,
Dezember 1980
ÖNORM M 6265, März 1991
25.1 Biologische Abbaubarkeit DIN 38412-L25, Jänner 1984
CSB-Abbaugrad bestimmt an
der filtrierten
mengenproportionalen
Tagesmischprobe im
Abbautest über maximal
sieben Tage; Inoculum nach
Abschnitt 8.1.1
28 Summe der DIN 38409-H18,
Kohlenwasserstoffe Februar 1981
Aufarbeitung des Extraktes
gemäß Kap. 8.4
29.1 Ausblasbare org. geb. DIN 38409-H25
Halogene (POX)
29.2 Dichlormethan DIN 38407-F4, Mai 1988
1-1-1-Trichlorethan ÖNORM M 6243, Juli 1990
1-2-Dichlorethan
Trichlorethen
Tetrachlorethen