Rechtstracker.at

Anl. 1

Fassungen
22.12.2001 bis 31.08.2020 — BGBl. II Nr. 479/2001 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Anl. 1 heute01.09.2020 § → § BGBl. II Nr. 395/2019
Anl. 122.12.200131.08.2020 BGBl. II Nr. 479/2001 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Lehrplan – Evangelischer Religionsunterricht des Berufsvorbereitungsjahres an Sonderschulen

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 479 aus 2001,

Typ

K

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

22.12.2001BGBl. II Nr. 479/2001

Außerkrafttretensdatum

31.08.2020danach: BGBl. II Nr. 395/2019

Index

70/07 Schule und Kirche

Beachte

klassenweise aufsteigendes Außerkrafttreten vergleiche Paragraph 2, Ziffer 2,, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 395 aus 2019,)

Text

Anlage

Lehrplan für den evangelischen Religionsunterricht des Berufsvorbereitungsjahres an Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder)

Allgemeines Bildungsziel:

Der evangelische Religionsunterricht berücksichtigt das allgemeine Bildungsziel der Allgemeinen Sonderschule. Er will die Schüler und Schülerinnen begleiten und ein Beitrag sein zu ihrer Befähigung, ihre persönlichen Lebens- und Berufsperspektiven zu entwickeln. Deshalb baut der Unterricht auf den persönlichen Erfahrungen der Schüler und Schülerinnen auf und versucht, diese im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung zu erweitern.

Er ist darauf ausgerichtet, die besonderen Bildungsaufgaben und die fachübergreifenden Lernbereiche (Unterrichtsprinzipien) zu beachten und umzusetzen. Das fächerübergreifende und projektartige Lehren und Lernen wird sich insbesondere in der Orientierungsphase anbieten.

Der Lehrplan ist ein Rahmenlehrplan, der als Grundlage für die eigenverantwortliche Arbeit der Lehrenden dient. Durch den Rahmenlehrplan soll gewährleistet sein, dass auf die jeweiligen Gegebenheiten und Voraussetzungen der einzelnen Schüler und Schülerinnen, der Unterrichtsgruppe und des Schulprofils eingegangen werden kann.

Lehrstoff:

1. Didaktische Leitfrage: Wer bin ich?

Kernstoff I: Meine Wünsche, Gefühle, Erfahrungen und Bedürfnisse

Grundanliegen:

Die Schüler und Schülerinnen sollen lernen sich selbst mit allen Sinnen wahrzunehmen. So lernen sie sich als Subjekte ihres Lebens aufzufassen und nicht als Objekte hinzunehmen. Dies wird ermöglicht durch verschiedene Sinnes-, Wahrnehmungs- und Kommunikationsübungen. Die Schüler und Schülerinnen sollen erkennen, dass sie ihre Identität in der Begegnung mit Anderen entwickeln.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Einander kennenlernen und miteinander Kontakt aufnehmen
  • Strichaufzählung
    Eigene Gefühle wahrnehmen und ausdrücken (verbalisieren)
  • Strichaufzählung
    Die Gefühle und Bedürfnisse von anderen wahrnehmen und ausdrücken
  • Strichaufzählung
    Durch Wahrnehmungsübungen alle Sinne schärfen
  • Strichaufzählung
    Anderen zuhören können
  • Strichaufzählung
    Erfahrungen in vertrauter Atmosphäre aussprechen
  • Strichaufzählung
    Eigene Bedürfnisse und Wünsche erkennen und angemessen äußern
  • Strichaufzählung
    Selbstsicherer werden
  • Strichaufzählung
    Miteinander reden

Kernstoff II: Angenommen sein in der Taufe

Grundanliegen:

Die Schüler und Schülerinnen erkennen, dass es der Sinn der Taufe ist, dass Gott jeden und jede annimmt. Besonders in den entwicklungspsychologischen Schwierigkeiten der Altersgruppe (Pubertät) soll dadurch im Religionsunterricht eine theologisch begründete und religiös vertiefte Hilfe zur Selbstannahme erfahrbar werden. Voraussetzung für diese Erfahrung ist der Glaube an den Gott, der ohne jede Bedingung annimmt. So wird Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein ermöglicht. Durch die Erinnerung an die eigene Taufe und die Information über die Taufe als Sakrament der Kirchen, das Patenamt usw. erhalten die Schüler und Schülerinnen entsprechendes Wissen über dieses wichtige kirchliche Fest.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Mich selbst wahrnehmen: So wie ich bin, bin ich ein Original
  • Strichaufzählung
    Den Zuspruch erfahren: Ich bin angenommen mit allen Fähigkeiten und Defiziten
  • Strichaufzählung
    Mich als zur Gemeinschaft der Christen zugehörig fühlen
  • Strichaufzählung
    Über die Taufe als Sakrament der Kirche Bescheid wissen

Themenfelder zur Erweiterung:

Meine Herkunft, Familie und Lebensgeschichte. Meine Freunde: Gruppen, zu denen ich gehöre, Außenseiter, Einsamkeit

Grundanliegen:

Die Selbstwahrnehmung im Bereich von Kernstoff römisch eins, die theologische und religiöse Fundierung durch die Erinnerung an die Taufe im Bereich von Kernstoff römisch zwei ermöglichen nun den Blick in die soziale und biografische Dimension. Die Schüler und Schülerinnen erkennen, dass auch sie in ihrem persönlichen Leben ohne Herkunft keine Zukunft haben. Sie sehen die große Bedeutung, die Familie und Verwandtschaft für ihr Herkommen haben und erkennen gleichzeitig die Notwendigkeit der Ablösung, um zu einer eigenen Identität zu finden. Durch die Beschäftigung mit der eigenen Lebensgeschichte erhalten sie einen ersten Eindruck in die Notwendigkeit von Wandlung und Veränderung aber auch von Fremdheit und Anderssein. Diese biografisch und subjektiv vermittelte Erfahrung macht es ihnen möglich Fremde und Andere in ihrem aktuellen sozialen Umfeld wahrzunehmen ohne sie ablehnen zu müssen. Identität auf der einen Seite, Verständigung im Geist der Toleranz und des Dialoges auf der anderen Seite machen das besondere Anliegen der gesamten didaktischen Leitfrage „Wer bin ich?“ aus.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Über die Geschichte meiner Familie und meines Lebens Informationen sammeln und ordnen; ein „Bild“ von mir selbst machen; mich vorstellen
  • Strichaufzählung
    Meine Lebensgeschichte als Teil meiner Identität akzeptieren
  • Strichaufzählung
    Aufgaben und Rollen in einer Gruppe erkennen und verbalisieren
  • Strichaufzählung
    Einsehen, dass sich die Interessen der Gemeinschaft nicht immer mit meinen persönlichen decken
  • Strichaufzählung
    Sich mit schwierigen Lebenssituationen (zB Einsamkeit, Arbeitslosigkeit ) auseinandersetzen
  • Strichaufzählung
    Menschen und Gruppen in meiner Umgebung wahrnehmen
  • Strichaufzählung
    Fremdem und Anderem neugierig begegnen und damit umgehen lernen
  • Strichaufzählung
    Alte, kranke und ausgeschlossene Menschen und ihre Probleme sehen können
  • Strichaufzählung
    Veränderungen in der eigenen Lebensgeschichte wahrnehmen
  • Strichaufzählung
    Schritte der Ablösung von der Familie und zu einer eigenständigen Lebensführung finden

2. Didaktische Leitfrage: Wie lebe ich?

Kernstoff I: Meine Zeit: Arbeitszeit, Freizeit

Grundanliegen:

Die Schüler und Schülerinnen erkennen in der Berufsvorbereitung dieses Schuljahres, dass der Ablauf des Tages stark von zumeist fremdbestimmter Arbeitszeit geprägt ist. Sie erfahren, dass nach evangelischem Verständnis die Arbeit eine wesentliche Ausdrucksform der Kreativität des Menschen und der Mitwirkung des Menschen an der guten Schöpfung Gottes ist und daher nicht bloß als Zwang oder als Erwerbstätigkeit verstanden werden muss. Gleichzeitig sehen sie, dass die Freizeit auch durch ihre industrielle Verwertung immer wichtiger wird. In beiden „Zeiträumen“, erleben sich die Schüler und Schülerinnen als soziale Wesen, die in ihrem Verhalten und ihren Werten auch durch diese bestimmt werden. Arbeitskollegen bzw. -kolleginnen und Freunde bzw. Freundinnen, sowie Partner bzw. Partnerinnen der Freizeit prägen stark die Zufriedenheit in diesen Zeiträumen. Ihr biblischer und theologischer Wert ist ebenso zu betonen wie ihre anthropologische und philosophische Bedeutung.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Anspannung und Entspannung des eigenen Körpers erleben
  • Strichaufzählung
    Übungen und Methoden zum Stillwerden kennen
  • Strichaufzählung
    Die eigene Freizeitgestaltung auf Sinnhaftigkeit überprüfen; sinnvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung finden
  • Strichaufzählung
    Sinnverwirklichung und Pflichterfüllung in Arbeit und Beruf
  • Strichaufzählung
    Situationen und Lebensphasen finden, in denen ich Menschen brauche
  • Strichaufzählung
    Situationen und Lebensphasen finden, in denen ich lieber allein bin

Kernstoff II: Die Zehn Gebote Die Bergpredigt Das Liebesgebot

Grundanliegen:

Der Gedanke der Gemeinschaft und des Angewiesenseins auf andere stellt die Grundfrage nach den Regeln, die eine Gemeinschaft bestimmen. Die Frage nach diesen Regeln ermöglicht in Ansätzen sowohl eine ethische Urteilsbildung als auch ein Verständnis für politische und soziale Konflikte. Die Schüler und Schülerinnen lernen dabei die Zehn Gebote als weltgeschichtlich bedeutsames Grundmodell eines solchen Regelwerkes ebenso kennen wie die Bergpredigt und das gesamtbiblische Liebesgebot.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Grundbedürfnisse, die Leben ermöglichen kennen
  • Strichaufzählung
    Die „Zehn Gebote“ als Schutz für die Freiheit eines bzw. einer jeden erkennen
  • Strichaufzählung
    das Anliegen des Dekalogs für meine Lebenssituation verstehen und Regeln für mein Leben formulieren können
  • Strichaufzählung
    die Nächstenliebe als Herausforderung verstehen
  • Strichaufzählung
    die Grundanliegen der Bergpredigt mit konkreten Beispielen versehen können
  • Strichaufzählung
    den Schutz der Schwachen als christliches Anliegen erkennen

Themenfelder zur Erweiterung:

Sexualität, Beziehungen und Lebensformen Konsum, Umgang mit Geld Mit Konflikten leben – Aggressivität Meine rechtliche Stellung: Strafmündigkeit

Grundanliegen:

Die genannten Themenfelder versuchen sehr konkret an exemplarischen Beispielen lebensweltbezogene und alltagsrelevante Probleme und Themen der Schüler und Schülerinnen aufzugreifen und sie sowohl der religiösen Fundierung als auch der kritischen ethischen Urteilsbildung auszusetzen. Dabei wird viel darauf ankommen, wie erfahrungsnahe und für das alltägliche Leben relevant diese Themen behandelt werden. Aus diesem Grund ist es wie bei allen aktuellen Themen wichtig, dabei von der Realität der Unterrichtsgruppe auszugehen.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Über Formen der Zärtlichkeit und des miteinander Umgehens sprechen
  • Strichaufzählung
    Geschlechtsspezifische Verhaltensweisen und Vorurteile erkennen
  • Strichaufzählung
    Partnerschaftliches Verhalten einüben
  • Strichaufzählung
    Formen des Zusammenlebens und miteinander Wohnens kennen
  • Strichaufzählung
    Über zerbrochene Familienbeziehungen, Trennung und Scheidung sprechen
  • Strichaufzählung
    Erfassen, dass materieller Besitz die Liebe und Zuneigung eines Menschen nicht ersetzen kann
  • Strichaufzählung
    Mein Konsumverhalten kritisch betrachten
  • Strichaufzählung
    Meinen Umgang mit Geld kritisch und auf Lebensnähe überprüfen
  • Strichaufzählung
    Konfliktsituationen erkennen und benennen
  • Strichaufzählung
    Beispiele für Kommunikationsstörungen finden
  • Strichaufzählung
    Mehrdeutigkeit von Kommunikationsmitteln erkennen
  • Strichaufzählung
    Versuchen, Probleme niederlagenfrei zu lösen (Rollenspiel)
  • Strichaufzählung
    Lernen, mit Konflikten zu leben
  • Strichaufzählung
    Über erlebte und mögliche Formen der Aggression sprechen
  • Strichaufzählung
    Ursachen für aggressives Verhalten erkennen und Möglichkeiten der Beseitigung suchen
  • Strichaufzählung
    Sinnvolle Möglichkeiten Aggressionen auszuleben finden (zB Sport, sich lautstark wehren)
  • Strichaufzählung
    Autoritätsverhältnisse erkennen und akzeptieren lernen (zB Lehrling - Chef)
  • Strichaufzählung
    Sich als mündiger Staatsbürger bzw. mündige Staatsbürgerin vor dem Gesetz zwischen Rechten und Pflichten erkennen
  • Strichaufzählung
    Umgang mit gesetzesausführenden Organen einüben (zB Gendarmerie- bzw. Polizeistation kennenlernen)

3. Didaktische Leitfrage: Was glaube ich?

Kernstoff I: Meine Werte: Was ist mir heilig?

Grundanliegen:

Die Schüler und Schülerinnen erkennen, dass sie geprägt sind von Werten, die sie sich nicht immer durch einen Prozess der Kritik angeeignet haben. Vieles stammt aus der eigenen Tradition, vieles aus der Werbung, vieles aus dem Freundes- und Freundinnenkreis. Die Frage danach, was mir heilig ist, macht es möglich die Wertebildung auf ihre religiöse Dimension hin zu betrachten. Schüler und Schülerinnen erkennen, dass sie Träumen nachhängen und Überzeugungen verpflichtet sind, die ihr Selbstbild, ihre soziale Stellung, ihre Meinung von den Anderen und ihre Zukunftspläne und Zukunftsträume bestimmen. Damit kommunikativ umgehen zu lernen, eine Sprache dafür zu finden und kritische Fragen zuzulassen soll dieses Themenfeld ermöglichen.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Was ist mir unbedingt wichtig?
  • Strichaufzählung
    Erkennen, wo und wie ich von außen beeinflusst werde
  • Strichaufzählung
    Die „religiösen“ Botschaften von Werbung, Fernsehen und Popkultur sehen lernen
  • Strichaufzählung
    Die Bedeutung von Heiligen, Stars, Idolen und Vorbildern kritisch betrachten
  • Strichaufzählung
    Die Werte meiner Mitmenschen erkennen und akzeptieren

Kernstoff II: Gott, Gottesvorstellung: beengende und befreiende Gottesbilder

Grundanliegen:

Die Schüler und Schülerinnen erkennen, dass Gottesvorstellungen auf die Entwicklung des Menschen befreiend oder beengend wirken können. Sie erhalten die Möglichkeit, die Entwicklung ihrer eigenen Gottesvorstellung darzustellen und zu reflektieren. Sie erfahren dabei, dass Gottesvorstellungen immer im Wandel begriffen sind. Die Erinnerung an den befreienden Gott der Bibel (Exodus, Jesus Christus) soll sie ermutigen, ihr eigenes Gottesbild hin zu persönlicher Freiheit und Selbstbestimmung zu verändern.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Erkennen, dass ich Gott nur in Bildern/Vorstellungen denken kann
  • Strichaufzählung
    Erkennen, dass es verschiedene Vorstellungen von Gott gibt
  • Strichaufzählung
    Erkennen, dass mit Gottesbilder Macht und Befreiung erlebt werden können
  • Strichaufzählung
    Befreiende Gottesbilder finden
  • Strichaufzählung
    Biblische Gottesbilder kennenlernen

Themenfelder zur Erweiterung:

Glück und Schicksal: fremdbestimmtes oder eigenbestimmtes Leben Heimliche Verführer: Werbung und Medien Angst – Vertrauen Sucht, Sehnsucht und Sekten

Grundanliegen:

Vier Themenfelder zur Erweiterung sollen ermöglichen, dass in exemplarischer Auswahl die gelebte Religion der Schüler und Schülerinnen zum Gegenstand des Religionsunterrichtes wird. Vieles von dem was hier behandelt wird entspricht nicht von vornherein dem was Religionslehrer bzw. Religionslehrerinnen unter Religion verstehen würden, aber es prägt die religiöse Vorstellungswelt der Jugendlichen in hohem Ausmaß. Es ist befreiend und für den kritischen Umgang mit religiösen Phänomenen notwendig, dass in einer die Schülerinnen und Schüler wertschätzenden und nicht urteilenden Atmosphäre diese religiösen Phänomene dargestellt und besprochen werden können. So lernen die Schüler und Schülerinnen über Religion zu reden und sich auch über ihre eigenen religiösen Verhaltensformen ein Urteil zu bilden. Religiöser Relativismus ist damit ebenso ausgeschlossen wie individualistischer Fundamentalismus.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Folgende Aussage auf ihre Richtigkeit überprüfen: Jeder ist seines Glückes Schmied
  • Strichaufzählung
    Persönliche Glücksvorstellungen formulieren
  • Strichaufzählung
    Sich mit Werbung und Medien kritisch auseinandersetzen
  • Strichaufzählung
    Manipulationen und Meinungsmacher hinterfragen und durchschauen lernen
  • Strichaufzählung
    Situationen, die mir Angst machen, erkennen und ansprechen
  • Strichaufzählung
    Jesus als Menschen in Angst, Versuchung und Trauer kennenlernen
  • Strichaufzählung
    Menschen, Plätze und Rituale, die mein Vertrauen stärken, bewusst machen
  • Strichaufzählung
    Meine Verantwortung für Menschen, die mir vertrauen, erkennen
  • Strichaufzählung
    Meine Stärken, Schwächen und Grenzen erkennen und mitteilen können
  • Strichaufzählung
    Informationen über religiöse Phänomene, Sekten und Sondergruppen sammeln

4. Didaktische Leitfrage: Was wird aus mir?

Kernstoff I: Meine Verantwortung für die Schöpfung: Mensch, Natur

Grundanliegen:

Die Schüler und Schülerinnen erkennen, dass erfülltes menschliches Leben nur im Miteinander mit der Kreatur, den Mitgeschöpfen möglich ist. Sie erhalten Information über das Aufeinander angewiesen sein aller Geschöpfe und können ihr Engagement für Umwelt- und Tierschutz in Kontinuität zum biblischen Schöpfungsglauben deuten und artikulieren.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Mut zur persönlichen Verantwortlichkeit bekommen
  • Strichaufzählung
    Die Bedrohung der Umwelt einschätzen können
  • Strichaufzählung
    Beispiele für gelungene Schöpfungsverantwortung im täglichen Leben kennenlernen und einüben

Kernstoff II: Gestaltung meines Lebens im Glauben: Engagement in kirchlicher Gemeinschaft

Grundanliegen:

Die Schüler und Schülerinnen erhalten exemplarische Informationen über verschiedene Ausdrucksformen des Glaubens (zB Gebet, Lieder). Sie werden bekannt gemacht mit dem Kirchenraum und der Feier des Gottesdienstes. Sie werden informiert über die verschiedenen christlichen Kirchen, speziell ihre eigene Gemeinde und deren Jugendarbeit. An ausgewählten Beispielen erfahren sie, wie sich Christen und Christinnen für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Jesus als Vorbild und Leitbild für meine Beziehung zu Gott und Menschen kennenlernen
  • Strichaufzählung
    Christliche Jugendarbeit kennenlernen (zB Gemeindejugendarbeit, Evangelische Jugend)
  • Strichaufzählung
    Gemeinsamkeiten der christlichen Kirchen erkennen
  • Strichaufzählung
    Persönliche Formen des Glaubenslebens entwickeln

Themenfelder zur Erweiterung:

Lebenskonzepte Gelebte Solidarität Leistung und Erfolg Tod, Sterben und Selbstmord Wehrdienst - Zivildienst: Gewaltfreiheit? Elternschaft

Grundanliegen:

Wieder wird eine Reihe von Themenfeldern angeboten, aus denen passend zur Unterrichtsgruppe und dem didaktischen Anliegen des Lehrers bzw. der Lehrerin eine Auswahl zu erfolgen hat. Die Themenfelder sollen die didaktische Leitfrage „Was wird aus mir?“ in sehr erfahrungsbezogener und praktischer Weise, ausgerichtet auf die Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, behandeln. Dabei kommt es weniger auf theoretische Überlegungen an als vielmehr auf das Gespräch, auf den Austausch von Erfahrungen und Informationen, das Kennenlernen von Institutionen und Beratungsstellen, die kritische Bildung von Werten und die Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen, Träumen und Befürchtungen an.

Mögliche Einzelziele:

  • Strichaufzählung
    Wie ich einmal leben möchte - meinen Lebenstraum formulieren
  • Strichaufzählung
    Beispiele gelebter Solidarität aus der Geschichte und von heute kennenlernen
  • Strichaufzählung
    Den uneingeschränkten Wert menschlichen Lebens erkennen (Stichworte: Schwangerschaft, menschenwürdiges Sterben, Gentechnik)
  • Strichaufzählung
    Erfahrungen mit Tod und Sterben ausdrücken lernen
  • Strichaufzählung
    Einrichtungen und Angebote zur Hilfe für die Lebensbewältigung kennenlernen
  • Strichaufzählung
    Einen Menschen, der besonders imponiert, beschreiben können
  • Strichaufzählung
    Verantwortung und Fürsorge für andere als Prinzip des Lebens erfahren
  • Strichaufzählung
    Beispiele für gewaltfreies Leben kennenlernen
  • Strichaufzählung
    Verantwortliche Sexualität
  • Strichaufzählung
    Was macht den Wert eines Menschenlebens aus?
  • Strichaufzählung
    Wie ich einmal leben möchte

Schlagworte

Lebensperspektive, Sinnesübung, Wahrnehmungsübung, Gendarmeriestation, Freundeskreis, Umweltschutz

Zuletzt aktualisiert am

20.12.2019

Gesetzesnummer

20001732

Dokumentnummer

NOR40027261