Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Diese Fassung ist nicht aktuell
Kurztitel
Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Herstellung von organischen Chemikalien
Kundmachungsorgan
BGBl. II Nr. 272/2003Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 272 aus 2003,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage
Anl. 1Anlage eins
Abkürzung
AEV Organische Chemikalien
Index
81/01 Wasserrechtsgesetz 1959
Text
Anhang A
Emissionsbegrenzungen gemäß § 1 Abs. 2Emissionsbegrenzungen gemäß Paragraph eins, Absatz 2
(Herstellung von metallorganischen Verbindungen)
| I)römisch eins) Anforderungen an Einleitungen in ein Fließgewässer | II)römisch zwei) Anforderungen an Einleitungen in eine öffentliche Kanalisation |
A 1 | Allgemeine Parameter | | |
1. | Temperatur | 30 °C | 35 °C |
2. | Toxizität a) | | |
2.1 | Algentoxizität GA | 8 | b) |
2.2 | Bakterientoxizität GL | 4 | b) |
2.3 | Daphnientoxizität GD | 4 | b) |
2.4 | Fischtoxizität GF | 2 | b) |
3. | Abfiltrierbare Stoffe | 30 mg/l | 150 mg/l |
| c) | | |
4. | pH-Wert | 6,5-8,5 | 6,5-9,5 |
A 2 | Anorganische Parameter | | |
5. | Aluminium | 2,0 mg/l | durch Parameter |
| ber. als Al | | Nr. 3 begrenzt |
8. | Blei | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber. als Pb | | |
9. | Cadmium | 0,1 mg/l | 0,1 mg/l |
| ber. als Cd | d) | d) |
10. | Chrom – Gesamt | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber. als Cr | | |
11. | Cobalt | 1,0 mg/l | 1,0 mg/l |
| ber. als Co | | |
12. | Eisen | 2,0 mg/l | durch Parameter |
| ber. als Fe | | Nr. 3 begrenzt |
13. | Kupfer | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber. als Cu | | |
14. | Molybdän | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber. als Mo | | |
15. | Nickel | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber. als Ni | | |
16. | Quecksilber | 0,01 mg/l | 0,01 mg/l |
| ber. als Hg | e) | e) |
18. | Vanadium | 0,5 mg/l | 0.5 mg/l |
| ber. als Vber. als römisch fünf | | |
19. | Zink | 1,0 mg/l | 1,0 mg/l |
| ber. als Zn | | |
20. | Zinn | 1,0 mg/l | 1,0 mg/l |
| ber. als Sn | | |
22. | Ammonium | 10 mg/l | f) |
| ber. als N | | |
25. | Cyanid – Gesamt | 1,0 mg/l | 1,0 mg/l |
| ber. als CN | | |
27. | Ges. geb. Stickstoff TNb | 50 mg/l | - |
| ber. als N | | |
| g) | | |
28. | Nitrit | 1,0 mg/l | 10 mg/l |
| ber. als N | | |
30. | Sulfat | – | f) |
| ber. als SO4 | | |
A 3 | Organische Parameter | | |
33. | Gesamter org. geb. | 30 mg/l | – |
| Kohlenstoff TOC | | h) |
| ber. als C | | |
34. | Chemischer Sauerstoffbedarf | 90 mg/l | – |
| CSB | | i) |
| ber. als O2 | | |
35. | Biochemischer Sauerstoffbedarf | 20 mg/l | – |
| BSB5 | | |
| ber. als O2 | | |
36. | Adsorbierbare org. | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| geb. Halogene AOX | | |
| ber. als Cl | | |
38. | Summe der Kohlenwasserstoffe | 5,0 mg/l | 10 mg/l |
42. | Summe der flüchtigen | 0,1 mg/l | 0,1 mg/l |
| aromatischen | | |
| Kohlenwasserstoffe | | |
| Benzol, Toluol, Xylole | | |
| und | | |
| Ethylbenzol BTXE | | |
| | | |
Bei der Auswahl (§ 4 Abs. 1 erster Satz AAEV) des Toxizitätstests für die Abwasserüberwachung ist darauf zu achten, dass mit dem eingesetzten Testorganismus die empfindlichste Gruppe von Wasserorganismen berücksichtigt wird, die durch die Inhaltsstoffe des Abwassers gemäß § 1 Abs. 2 geschädigt werden kann. Der Parameter 2.4 (Fischtoxizität) ist im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß § 4 Abs. 3 bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß § 4 Abs. 2 einzusetzen.Bei der Auswahl (Paragraph 4, Absatz eins, erster Satz AAEV) des Toxizitätstests für die Abwasserüberwachung ist darauf zu achten, dass mit dem eingesetzten Testorganismus die empfindlichste Gruppe von Wasserorganismen berücksichtigt wird, die durch die Inhaltsstoffe des Abwassers gemäß Paragraph eins, Absatz 2, geschädigt werden kann. Der Parameter 2.4 (Fischtoxizität) ist im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß Paragraph 4, Absatz 3, bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß Paragraph 4, Absatz 2, einzusetzen.
Eine Einleitung gemäß § 1 Abs. 2 darf keine Beeinträchtigungen der biologischen Abbauvorgänge in einer öffentlichen Abwasserreinigungsanlage hervorrufen.Eine Einleitung gemäß Paragraph eins, Absatz 2, darf keine Beeinträchtigungen der biologischen Abbauvorgänge in einer öffentlichen Abwasserreinigungsanlage hervorrufen.
Die Festlegung für den Parameter Abfiltrierbare Stoffe erübrigt eine Festlegung für den Parameter Absetzbare Stoffe.
Bei Abwasser aus der Herstellung von cadmiumorganischen Verbindungen ist zusätzlich zur Emissionsbegrenzung für die Konzentration eine produktionsspezifische Emissionsbegrenzung von 0,1 kg/t einzuhalten; diese bezieht sich auf die Tonne installierte Einsatzkapazität für Cadmium. Werden in einem Betrieb gemäß § 1 Abs. 5 neben anderen metallorganischen Verbindungen auch cadmiumorganische Verbindungen hergestellt, so sind die Emissionsbegrenzungen für Cadmium am Abwasserteilstrom vor Vermischung mit sonstigem (Ab-)Wasser einzuhalten.Bei Abwasser aus der Herstellung von cadmiumorganischen Verbindungen ist zusätzlich zur Emissionsbegrenzung für die Konzentration eine produktionsspezifische Emissionsbegrenzung von 0,1 kg/t einzuhalten; diese bezieht sich auf die Tonne installierte Einsatzkapazität für Cadmium. Werden in einem Betrieb gemäß Paragraph eins, Absatz 5, neben anderen metallorganischen Verbindungen auch cadmiumorganische Verbindungen hergestellt, so sind die Emissionsbegrenzungen für Cadmium am Abwasserteilstrom vor Vermischung mit sonstigem (Ab-)Wasser einzuhalten.
Bei Abwasser aus der Herstellung von quecksilberorganischen Verbindungen ist zusätzlich zur Emissionsbegrenzung für die Konzentration eine produktionsspezifische Emissionsbegrenzung von 0,01 kg/t einzuhalten; diese bezieht sich auf die Tonne installierte Einsatzkapazität für Quecksilber. Werden in einem Betrieb gemäß § 1 Abs. 5 neben anderen metallorganischen Verbindungen auch quecksilberorganische Verbindungen hergestellt, so sind die Emissionsbegrenzungen für Quecksilber am Abwasserteilstrom vor Vermischung mit sonstigem (Ab-)Wasser einzuhalten.Bei Abwasser aus der Herstellung von quecksilberorganischen Verbindungen ist zusätzlich zur Emissionsbegrenzung für die Konzentration eine produktionsspezifische Emissionsbegrenzung von 0,01 kg/t einzuhalten; diese bezieht sich auf die Tonne installierte Einsatzkapazität für Quecksilber. Werden in einem Betrieb gemäß Paragraph eins, Absatz 5, neben anderen metallorganischen Verbindungen auch quecksilberorganische Verbindungen hergestellt, so sind die Emissionsbegrenzungen für Quecksilber am Abwasserteilstrom vor Vermischung mit sonstigem (Ab-)Wasser einzuhalten.
Die Emissionsbegrenzung ist im Einzelfall in Abhängigkeit von den Baustoffen und den Mischungsverhältnissen in der öffentlichen Kanalisation festzulegen (ÖNORM B 2503 „Kanalanlagen – Ergänzende Richtlinien für die Planung, Ausführung und Prüfung“ Februar 1999).
Summe aus organisch gebundenem Stickstoff, Ammonium-Stickstoff, Nitrit-Stickstoff und Nitrat-Stickstoff.
Bei einer TOC-Zulaufkonzentration der Tagesmischprobe von größer als 200 mg/l (gemessen als arithmetisches Mittel der Konzentrationen eines Monates im Zulauf zur biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage) ist eine Ablaufkonzentration entsprechend einer TOC-Mindesteliminationsleistung von 85% zulässig. Die Mindesteliminationsleistung bezieht sich auf das Verhältnis der TOC-Tagesfrachten im Zulauf bzw. im Ablauf der biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage.
Bei einer CSB-Zulaufkonzentration der Tagesmischprobe von größer als 600 mg/l (gemessen als arithmetisches Mittel der Konzentrationen eines Monates im Zulauf zur biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage) ist eine Ablaufkonzentration entsprechend einer CSB-Mindesteliminationsleistung von 85% zulässig. Die Mindesteliminationsleistung bezieht sich auf das Verhältnis der CSB-Tagesfrachten im Zulauf bzw. im Ablauf der biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage.
Zuletzt aktualisiert am
11.11.2025
Dokumentnummer
NOR40041347