Rechtstracker.at

Anl. 1

Fassungen
01.01.2004 bis 31.12.2006 — BGBl. II Nr. 621/2003 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Anl. 101.01.201131.12.2012 § → § BGBl. II Nr. 462/2010 · aufgehoben
Anl. 101.01.200731.12.2010 § → § BGBl. II Nr. 491/2006
Anl. 101.01.200431.12.2006 BGBl. II Nr. 621/2003 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Flexibilisierungsklausel - Bestimmung des Bundesinstitutes für

Erwachsenenbildung St. Wolfgang als Organisationseinheit

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 621 aus 2003,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

01.01.2004BGBl. II Nr. 621/2003

Außerkrafttretensdatum

31.12.2006danach: BGBl. II Nr. 491/2006

Index

31/01 Allgemeines Haushaltsrecht, Bundesbudget

Beachte

Zum Ende des Bezugszeitraums vergleiche Paragraph 2,

Text

Anlage

Projektprogramm gemäß Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, BHG

  1. Ziffer eins
    Strategische Zielsetzung des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung St. Wolfgang und rechtlicher Bezug

Das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung St. Wolfgang (im Folgenden: die Organisationseinheit) ist eine nachgeordnete Dienststelle des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf der Rechtsgrundlage des Paragraph 11, des Bundesgesetzes über die Förderung der Erwachsenenbildung und des Volksbüchereiwesens aus Bundesmitteln Bundesgesetzblatt Nr. 171 aus 1973,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 71 aus 2003,).

Die Organisationseinheit hat die Aufgabe, die Aus- und Fortbildung von Erwachsenenbildnern und Volksbibliothekaren unter der Leitung anerkannter Fachleute zu fördern - etwa durch Veranstaltungen von Kursen, Seminaren, Tagungen, Lehrgängen und die Bereitstellung einer funktionalen Infrastruktur.

Zentraler Angelpunkt - bezogen auf nationale und internationale weiterbildungspolitische Belange (insbesondere Konzeptionen der Europäischen Union, Regierungsprogramme, Weiterbildungs-Entwicklungspläne) - ist das Prinzip des "Lebensbegleitenden Lernens".

Im Hinblick darauf ist die Organisationseinheit eingebunden als

  • Strichaufzählung
    Kompetenzzentrum zwecks Förderung der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern im Bereich des "Lebensbegleitenden Lernens",
  • Strichaufzählung
    als Instrument zur Verstärkung des Weiterbildungsbewusstseins und zur Entwicklung des Weiterbildungssystems (Zusammenarbeits-Plattform),
  • Strichaufzählung
    Qualitätssicherungsinstrument zwecks Neuausrichtung und Anpassung an Standards der Europäischen Union.

  1. Ziffer 2
    Schlüsselaufgaben der Organisationseinheit
Der Wirkungsbereich erstreckt sich auf drei Zielebenen:

2.1. Auf Zielebene römisch eins sind im Sinne der sozialwissenschaftlich-pädagogischen Vorstellung von Kompetenz zu entwickeln und zu fördern:

Potentiale, Fähigkeiten und Dispositionen von Einzelpersonen und Gemeinschaften, wie etwa Bildungsmanager, Referenten, Kursleiter, Bildungsberater, Bibliothekare, Bildungsinitiativen sowie Bildungsorganisationen durch Planung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen (Kursen, Seminaren, Tagungen und Lehrgängen).

In diesem Zusammenhang sind zu gewährleisten:

A. Pädagogische Serviceleistungen insbesondere

  • Strichaufzählung
    Beratung in Fragen des Lehrens und Lernens, des Bildungsmanagements und der Organisationsentwicklung in der Erwachsenenbildung,
  • Strichaufzählung
    Publikationen und Dokumentationen,
  • Strichaufzählung
    Zugang zur Bibliothek der Organisationseinheit, die über umfangreiche Fachliteratur verfügt.
    B. Bereitstellung einer funktionalen und modernen Infrastruktur (insbesondere Räume, Einrichtung, technische Ausstattung) für Veranstalter aus Erwachsenenbildung, Lehrerfortbildung, Wissenschaft, Forschung und betrieblicher Weiterbildung.
    C. Beherbergung und Verpflegung der Teilnehmer.

2.2. Auf Zielebene römisch zwei geht es um die Entwicklung einer systematischen Aus- und Weiterbildung von Erwachsenenbildnern in Österreich - insbesondere im Kontext europäischer Perspektiven - durch wissenschaftlich orientierte Mitwirkung bei der Grundlagenarbeit (in Kooperation mit österreichischen und internationalen Weiterbildungs- und Forschungseinrichtungen).

2.3. Auf Zielebene römisch drei geht es um die Mitwirkung an Maßnahmen zur Verbesserung des Systems der Weiterbildung in Österreich und in der Europäischen Union - in Kooperation mit anderen Einrichtungen des Bereiches "Lebensbegleitendes Lernen".

3. Ziele

3.1. Fachbezogene Ziele im Bereich Aus- und Weiterbildung:

A. Systematische Beiträge zur Professionalisierung und Verbesserung der Professionalität durch verstärkte Schwerpunktsetzung in Richtung bedarfsgerechter, qualitativ hochwertiger Angebote zur Aus- und Weiterbildung hauptberuflicher/nebenberuflicher/ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung und im öffentlichen Bibliotheksbereich,

B. verstärkte Beteiligung an Programmen der Europäischen Union und internationale Kooperation,

C. Entwicklung und Erprobung spezieller Bildungsprogramme (etwa für Frauen, für Männer, ältere Menschen, Menschen mit Benachteiligungen, Minderheiten).

3.2. Ziele im Bereich wissenschaftsorientierter Grundlagen- und Entwicklungsarbeit sowie der Entwicklung des Weiterbildungssystems:

A. Mitwirkung beim Aufbau einer systematischen Grundlagenarbeit (Bildungsbedarf, Entwicklungsstand, Perspektiven in Europa und in außereuropäischen Ländern; Qualitätsstandards und Zertifizierung), Analyse der Erwachsenenbildungssituation, internationaler Vergleich, Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Erwachsenenbildung in Form von Erhebungen, Studien, Dokumentationen und Publikationen nach Maßgabe der personellen und ökonomischen Möglichkeiten,

B. Ausbau der Organisationseinheit als Kooperations- und Koordinierungsplattform auf allen Ebenen, insbesondere zwecks verbands- und länderübergreifender Grundlagen- und Entwicklungsarbeit unter Berücksichtigung der europäischen Dimension,

C. Verstärkung des Weiterbildungs-Bewusstseins durch Beratung sowie Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema des "Lebensbegleitenden Lernens".

3.3. Managementziele:

  • Strichaufzählung
    Effizienter Einsatz der Ressourcen hinsichtlich der bildungspolitischen Zielsetzungen,
  • Strichaufzählung
    bestmögliche Auslastung der gesamten Infrastruktur,
  • Strichaufzählung
    kostendeckende Führung des Wirtschaftsbetriebes,
  • Strichaufzählung
    Stabilisierung des Budgetbedarfs bei mindestens gleich bleibenden Leistungen,
  • Strichaufzählung
    Sicherung und Ausbau des eingerichteten Qualitätsmanagement-Systems,
  • Strichaufzählung
    systematische Verbesserung der räumlichen Voraussetzungen gemäß aktuellem Bau- und Einrichtungskonzept.

4. Leistungskatalog, konkrete Ziele und Indikatoren

Die in Z 3 genannten fachlichen Ziele konkretisieren sich in

folgenden Leistungen und Indikatoren

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                                         Entwicklung des Indikators

____________________________________________________________________

  Ziele   Leistungen       Indikator      2004      2005      2006

____________________________________________________________________

3.1.    Durchführung der  Anzahl der       175       175       175

A.      geplanten Aus-    geplanten

        und Fortbil-      und durch-

        dungsveran-       geführten

        staltungen        Veranstal-

                          tungstage

____________________________________________________________________

3.1.    Beteiligung an    Anzahl der         4         5         6

B.      Programmen der    Projekte mit

        Europäischen      nachweislich

        Union             aktiver

                          Beteiligung

____________________________________________________________________

3.1.    Beteiligung an    Anzahl der        12        11        10

B.      Kooperations-     Projekte mit

        Projekten         nachweislich

                          aktiver

                          Beteiligung

____________________________________________________________________

3.1.    Entwicklung von   Anzahl der         2         2         2

C.      Konzepten für     zielgruppen-

        spezielle Bil-    spezifischen

        dungsprogramme    Konzepte/

                          Programme

____________________________________________________________________

3.2.    Studien,          quantitatives      8         8         8

A.      Expertisen,       Ausmaß

        Evaluierungen

        und

        Dokumentationen

____________________________________________________________________

3.2.    Fachvorträge und  quantitatives     15        15        15

A./     fachspezifische   Ausmaß

B./     Beiträge im

C.      Rahmen von

        Veranstaltungen

        im Haus und

        extern

____________________________________________________________________

3.3.    Bestmögliche      Auslastungs-    Errei-    Errei-    Errei-

        Auslastung der    grad und        chung     chung     chung

        gesamten          kosten-

        Infrastruktur     deckende

                          Führung des

                          Wirtschafts-

                          betriebes

____________________________________________________________________

        Sicherung und     Auditierung    Audi-     Audi-     Audi-

        Ausbau des        durch eine     tierung   tierung   tierung

        Qualitäts-        renommierte                        und

        management-       Zertifizie-                        Verlän-

        Systems           rungs- und                         gerung

                          Begutach-                          des

                          tungs-Organi-                      Zerti-

                          sation gemäß                       fikates

                          ÖNORM

                          ISO 9001:2000

____________________________________________________________________

5. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen

Einnahmen und Ausgaben sowie Planstellen

5.1. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich

erforderlichen Ausgaben und Einnahmen

____________________________________________________________________

                                     Ausgangspunkt

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                   Erfolg 2002    2004        2005        2006

____________________________________________________________________

Ausgaben

____________________________________________________________________

UT 0                  911311,50   963000,--   992000,--  1022000,--

____________________________________________________________________

UT 3                  115109,59    54000,--    54000,--    54000,--

____________________________________________________________________

UT 7                                1000,--     1000,--     1000,--

____________________________________________________________________

UT 8                  770504,10   931000,--   944000,--   957000,--

____________________________________________________________________

Summe Ausgaben       1796925,19  1949000,--  1991000,--  2034000,--

____________________________________________________________________

Einnahmen

____________________________________________________________________

UT 4                  975665,59   943000,--   985000,--  1028000,--

____________________________________________________________________

UT 7                                2000,--     2000,--     2000,--

____________________________________________________________________

Summe Einnahmen       975665,59   945000,--   987000,--  1030000,--

____________________________________________________________________

Saldo                 821259,60  1004000,--  1004000,--  1004000,--

____________________________________________________________________

5.1.1. Ausgangsbasis für die Berechnung des Personalaufwandes im Projektzeitraum 2004 bis 2006 sind:

  • Strichaufzählung
    die tatsächlich besetzten Planstellen im Ausmaß von 27,5,
  • Strichaufzählung
    der Erfolg 2002 sowie
  • Strichaufzählung
    die einkalkulierten vorhersehbaren Erhöhungen der Personalausgaben infolge dienst- und besoldungsrechtlicher Regelungen.

5.1.2. Aufwendungen: Die jährlichen Steigerungen resultieren vor allem aus Mehrausgaben für mieterseitige Instandhaltung von Gebäuden im Zusammenhang mit notwendigen und geplanten Sanierungs- und Investitionsvorhaben.

5.1.3. Einnahmen: Bei der Vorausrechnung wurde für 2004 die Nichtverfügbarkeit des Berghauses wegen Generalsanierung berücksichtigt. Für 2005 und 2006 - nach Beendigung der Umbauarbeiten - sind erhöhte Einnahmen durch Umsatzausweitung projektiert.

5.2. Darstellung der im Projektzeitraum erforderlichen Planstellen

Um die geplanten Leistungen auch erbringen zu können, wird von einer Nachbesetzung bei allfälligen unerwarteten Abgängen ausgegangen.

____________________________________________________________________

                                     Ausgangspunkt

____________________________________________________________________

                      2003        2004        2005        2006

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Beamte -

Verwendungsgruppe

____________________________________________________________________

L1                      1           1           1           1

____________________________________________________________________

A1                      3           3           3           3

____________________________________________________________________

A2                      1           1           1           1

____________________________________________________________________

A6                      1           1           1           1

____________________________________________________________________

Summe Beamte            6           6           6           6

____________________________________________________________________

Vertragsbedienstete

- Entlohnungsgruppe

____________________________________________________________________

v1                      1           1           1           1

____________________________________________________________________

v2                      2,5         2,5         2,5         2,5

____________________________________________________________________

v3                      4,5         4,5         4,5         4,5

____________________________________________________________________

v4                      1,5         1,5         1,5         1,5

____________________________________________________________________

h2                      1           1           1           1

____________________________________________________________________

h4                      9           9           9           9

____________________________________________________________________

h5                      2           2           2           2

____________________________________________________________________

Summe

Vertragsbedienstete    22          22          22          22

____________________________________________________________________

Planstellen gesamt     28          28          28          28

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Schlagworte

Ausbildung, Weiterbildungseinrichtung, Kooperationsplattform, Informationsarbeit, Baukonzept, Ausbildungsveranstaltung, Bildungsprogramm, Auslastungsgrad, Erreichung, Wirtschaftsbetrieb, Qualitätsmanagementsystem, Verlängerung, Zertifikat, Sanierungsvorhaben

Gesetzesnummer

20003122

Dokumentnummer

NOR40048779