Rechtstracker.at

Anl. 3

Fassungen
01.09.2006 bis 31.08.2008 — BGBl. II Nr. 372/2005
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Anl. 301.09.200831.08.2020 § → § BGBl. II Nr. 290/2008 · aufgehoben
Anl. 301.09.200631.08.2008 § → § BGBl. II Nr. 372/2005
Anl. 316.11.200531.08.2006 § → § BGBl. II Nr. 372/2005
Anl. 301.09.200315.11.2005 § → § BGBl. II Nr. 283/2003
Anl. 301.09.200031.08.2003 BGBl. II Nr. 134/2000 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Lehrpläne der Hauptschulen

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 134 aus 2000, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 372 aus 2005,

Typ

römisch fünf

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage 3

Inkrafttretensdatum

01.09.2006BGBl. II Nr. 372/2005

Außerkrafttretensdatum

31.08.2008danach: BGBl. II Nr. 290/2008

Index

70/02 Schulorganisation; 70/06 Schulunterricht; 70/07 Schule und Kirche

Text

Anlage 3

LEHRPLAN DER HAUPTSCHULE UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER

SPORTLICHEN AUSBILDUNG

(SPORTHAUPTSCHULE)

ERSTER TEIL

ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Siehe Anlage 1.

ZWEITER TEIL

ALLGEMEINE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Siehe Anlage 1.

DRITTER TEIL

SCHUL- UND UNTERRICHTSPLANUNG

Siehe Anlage 1.

VIERTER TEIL

STUNDENTAFEL

  1. Ziffer eins
    Ermächtigung für schulautonome Lehrplanbestimmungen:

Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen:

____________________________________________________________________

                             Klassen und Wochenstunden *1)   Summe

Pflichtgegenstände          1. Kl.  2. Kl.  3. Kl.  4. Kl.

____________________________________________________________________

Religion .................     2       2       2       2       8

Deutsch ..................                                   15-21

Lebende Fremdsprache .....                                   12-18

Geschichte und Sozialkunde                                    5-10

Geographie und

  Wirtschaftskunde .......                                    7-12

Mathematik ...............                                   14-20

Geometrisches Zeichnen ...                                    2-6

Biologie und Umweltkunde .                                    7-12

Chemie ...................                                   1,5-4

Physik ...................                                    5-10

Musikerziehung ...........                                    5-11

Bildnerische Erziehung ...                                    6-12

Technisches Werken *2) ...)

Textiles Werken *2) ......)                                   7-12

Ernährung und Haushalt ...                                    2-6

Bewegung und Sport .......                                   28-30

____________________________________________________________________

Verbindliche Übungen

Berufsorientierung .......     -      0-1     0-1     1-2   1-4 *3)

sonstige .................    0-1     0-1     0-1     0-1     0-4

____________________________________________________________________

Gesamtwochenstundenzahl     29-33   30-34   31-35   32-36   127-131

Freigegenstände, unverbindliche Übungen, Förderunterricht und Bemerkungen zu den Stundentafeln wie Anlage 1.

  1. Ziffer 2
    Soweit keine schulautonomen Lehrplanbestimmungen bestehen:

Pflichtgegenstände und verbindliche Übung:

____________________________________________________________________

Pflichtgegenstände                  Klassen und Wochenstunden *1)

                            1.Kl.   2.Kl.    3.Kl.   4.Kl.    Summe

____________________________________________________________________

Religion .................    2       2        2       2       8

Deutsch ..................    4       4        4       4      16

Lebende Fremdsprache .....    4       4        3       3      14

Geschichte und

Sozialkunde ..............    -       2        2       2       6

Geographie und

Wirtschaftskunde .........    2       1        2       2       7

Mathematik ...............    4       4        4       3      15

Geometrisches Zeichnen ...    -       -        -       2       2

Biologie und Umweltkunde .    2       2        1       2       7

Chemie ...................    -       -        -       2       2

Physik ...................    -       1        2       2       5

Musikerziehung ...........    2       1        1       1       5

Bildnerische Erziehung ...    2       2        1       1       6

Technisches Werken *2) ..)

Textiles Werken *2) .....)    2       2        2       1       7

Ernährung und Haushalt ..     -       -        2       -       2

Bewegung und Sport ......     8       7        7       7      29

Verbindliche Übung

Berufsorientierung ......     -       -      x *4)   x *4)   x *4)

__________________________________________________________________

  Gesamtwochenstundenzahl    32      32       33      34     131

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Freigegenstände, unverbindliche Übungen, Förderunterricht und

Bemerkungen zu den Stundentafeln wie Anlage 1.

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*1) Zur Verteilung der Stunden auf Kern- und Erweiterungsbereich

siehe den entsprechenden Abschnitt im dritten Teil der Anlage 1. Dabei wird für die Berechnung der für den Kernbereich reservierten Stundenanzahl auf die Wochenstundenanzahl der Normalform der Hauptschule (siehe Anlage 1) verwiesen. Auf Grund des erweiterten Fachlehrplanes ist für Bewegung und Sport die Wochenstundenanzahl aus Ziffer 2, der Anlage 3 zu Grunde zu legen.

*2) Als alternativer Pflichtgegenstand.

*3) Kann auch geblockt oder integriert in den Unterricht der Pflichtgegenstände geführt werden.

*4) In der 3. und 4. Klasse je 32 Jahresstunden integriert in den Unterricht der Pflichtgegenstände.

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FÜNFTER TEIL

LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

Siehe Anlage 1.

SECHSTER TEIL

LEHRPLÄNE DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE

A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

Siehe Anlage 1 (ausgenommen Pflichtgegenstand Bewegung und Sport).

Der Lehrplan für den Pflichtgegenstand Bewegung und Sport lautet:

BEWEGUNG UND SPORT

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport soll gleichrangig zur Entwicklung der Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz beitragen:

vielseitiges Bewegungskönnen und vielfältige Bewegungserfahrung aber auch schwerpunktmäßige Spezialisierung; verantwortungsbewusstes Bewegungshandeln; handlungsleitendes und wertbezogenes Wissen; Wahrnehmungsfähigkeit für den eigenen Körper und das eigene Bewegungsverhalten; Selbstvertrauen; Entfaltung von Leistungsbereitschaft, Spielgesinnung, Kreativität, Bewegungsfreude und Gesundheitsbewusstsein; Umgehen mit Geschlechterrollen im Sport und Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Interessen und Bedürfnisse; partnerschaftliches Handeln; Übernehmen von Aufgaben;

Teamfähigkeit; Durchsetzungsvermögen unter Beachtung fairen Handelns; Regelbewusstsein und interkulturelles Verständnis;

Bereitschaft und Fähigkeit (auch über die Schule und Schulzeit hinaus), Spiel, Sport und Bewegung für andere anzuregen, zu organisieren und zu leiten.

Im Mittelpunkt stehen:

  • Strichaufzählung
    Erfahren von bewegungsreicher, freuderfüllter und leistungsbetonter motorischer Aktivität mit aktuell und langfristig entwicklungsfördernder Wirkung.
  • Strichaufzählung
    Entfaltung von Freude an der Bewegung. Entwicklung von anspruchsvollem Bewegungskönnen, eines - vor allem an einer individuellen Steigerung orientierten - Leistungsvermögens und der Fähigkeit zum Spielen und Gestalten.
  • Strichaufzählung
    Aufbau einer bewegungsorientierten, gesundheitsbewussten und gegenüber der Umwelt und Mitwelt verantwortlichen Lebensführung sowie einer lebenslangen Bewegungsbereitschaft.

Die Ziele sind:
  • Strichaufzählung
    Ausbildung, Verbesserung und zielorientierte Weiterentwicklung der konditionellen und koordinativen Grundlagen; Anstreben einer möglichst hohen individuellen Leistungsfähigkeit; Entwickeln des Leistungswillens durch Bewusstmachen des Wertes der motorischen Leistungsfähigkeit im Hinblick auf die Zielsetzung der Sonderform; Wissen um die Zusammenhänge von Training und Leistung und des sportlichen Handlungsgeschehens.
  • Strichaufzählung
    Erwerb eines grundlegenden und vielseitigen Bewegungskönnens und Entdecken von Vorlieben für bestimmte Bewegungsformen und deren Einbeziehung in den persönlichen Lebensstil.
  • Strichaufzählung
    Vielfältige Körper- und Bewegungserfahrungen in unterschiedlichen Situationen und Räumen; besonders auch in erlebnishaften und naturnahen Bewegungstätigkeiten.
  • Strichaufzählung
    Entwickeln eines möglichst hohen Leistungsniveaus in mehreren sportlichen Bereichen. Eine erweiternde Schwerpunktsetzung ist in einem solchen Ausmaß vorzusehen, dass mindestens eine Sportart wettkampfmäßig betrieben werden kann.
  • Strichaufzählung
    Integration der Schülerinnen und Schüler in Sporteinrichtungen (zB der Vereine, Verbände, Einrichtungen von Gemeinden) und Bekanntmachen mit sportbezogenen Berufen, um aufzuzeigen, wie Sportarten (auch wettkampfmäßig) auch über die Schulzeit hinaus ausgeübt werden können und wie man dem Sport in einem Beruf oder in einer Funktion verbunden bleiben kann.
  • Strichaufzählung
    Befähigung zum Bewegungshandeln sowohl in Kooperation als auch insbesondere in Konkurrenz und Befähigung zum Umgehen mit Konflikten.
  • Strichaufzählung
    Kritisch-konstruktive Auseinandersetzung (Handeln und Wissen) mit Phänomenen der Bewegungskultur, besonders mit solchen der jeweiligen Trendsportarten, sowie mit Normen und Werten des Sports.

Beitrag zu den Aufgabenbereichen der Schule:

Vielfältige Bewegungserfahrungen sollen den Aufbau der eigenen Persönlichkeit und neben dem individuellen Engagement auch das Übernehmen von Verantwortung im Team und Anstreben bedeutender Ziele in der Gemeinschaft widerspiegeln. Ein sinnerfülltes Leben soll kennengelernt werden, sowie Werte und Normen im Bereich Sport, die zu ethischem Handeln führen. Im Wettkampfsport sollen die Wertekonflikte zwischen Erfolg und Fairness sowie Konkurrenz und Solidarität sportpädagogisch gestaltet werden. Vor dem Hintergrund des medial dargebotenen Hochleistungssports sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, dass sportmoralisches Handeln vom unaufgebbaren Wert der Personen- und Menschenwürde gefordert wird.

Beiträge zu den Bildungsbereichen:

Die Anliegen der nachstehenden Bildungsbereiche können Schülerinnen und Schülern durch die Bewegungserziehung besonders erfahrbar gemacht werden:

Sprache und Kommunikation:

Die Besonderheiten der “Sportsprache” (schriftlich, mündlich) als Mittel der Verständigung in Bewegung, Sport und Spiel; Körpersprache als nonverbale Kommunikation.

Mensch und Gesellschaft:

Durch gezielte Strukturierung und Intervention können Prozesse zur Kooperation und Teamfähigkeit in Gang gesetzt, sozial bzw. motorisch Schwache integriert, das Selbstwertgefühl Einzelner gehoben und Schülerinnen und Schüler an Grenzsituationen herangeführt werden.

Der Unterrichtsgegenstand kann sehr gut dazu beitragen, Problemlösungsverhalten und Konfliktlösungsstrategien zu vermitteln.

Er kann dazu beitragen, Selbstständigkeit und ein angemessenes Selbstwertgefühl zu erreichen und die Bereitschaft zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen.

Natur und Technik:

Unterschiedlichste Körper- und Bewegungserfahrungen können die Grundlagen von biologischen und physikalischen Bedingungen auch in verschiedenen Elementen (Wasser, Luft) deutlich machen.

Natursportarten können Zusammenhänge zwischen Ökologie und Sport aufzeigen.

Gesundheit und Bewegung:

Im Spitzensport gewinnt die Verantwortung für Körper und Gesundheit sowohl der eigenen Person als auch von anderen insbesondere durch das Ausloten von Grenzbereichen besondere Bedeutung.

Kreativität und Gestaltung:

Zu den wesentlichen Anliegen des Unterrichtsgegenstands Bewegung und Sport zählen sowohl für Mädchen als auch für Knaben traditionelle und zeitgenössische Formen der Bewegung und ihre Entwicklung in Tanz, Gymnastik und Bewegungstheater. Freie Gestaltung von Bewegungen und Bewegungserfindung.

Didaktische Grundsätze:

Die Bildungs- und Lehraufgabe ist in jeder der vier Schulstufen unter Setzen von alters- und entwicklungsgemäßen Schwerpunkten zu erfüllen. Diese Schwerpunkte sind den Teilbereichen des Lehrstoffes (Bewegungshandlungen) gleichmäßig zuzuordnen und auch unter Beachtung geschlechtsspezifischer Anliegen festzulegen. Werden im Erweiterungsbereich Inhalte vorgesehen, die nicht an den Kernbereich anschließen, so sind entsprechend der Vorerfahrung der Schülerinnen und Schüler ausreichende Grundlagen zu schaffen.

Bei der Wahl der Lehrwege (Gestaltung von Üben und Trainieren) ist das motorische Entwicklungs- bzw. Leistungsniveau durch wiederholtes Einholen von Informationen und Erhebungen über den Leistungsstand zu berücksichtigen. Leistungskontrollen können einen Lern- und Übungsanreiz für die Schülerinnen und Schüler darstellen und auch als Rückmeldungen für die Unterrichtsplanung und -durchführung herangezogen werden.

Die angestrebte möglichst hohe individuelle Leistungssteigerung hat sich an von den Schülerinnen und Schülern eigen- und mitbestimmten, aber auch an fremdbestimmten Leistungsmaßstäben zu orientieren; die individuellen Voraussetzungen und gesundheitsorientierte Gesichtspunkte sind dabei zu beachten. Die Vermittlung von Grundlagen für Leistung und Leistungsverbesserung hat möglichst an das praktische Erfahren und Erleben der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen.

Die Teilnahme an jugendgemäßen Vorführungen und Wettkämpfen (Schulvorführungen und -wettkämpfe, Wettkämpfe von Vereinen und Verbänden auch im Rahmen des Unterrichtes) ist sorgfältig vorzubereiten. Auch die fallweise Mitwirkung an der Organisation derartiger Veranstaltungen ist anzustreben. Das Erwerben von Leistungsabzeichen (ÖGA, ÖJSTA, ÖSA, ÖLTA, Helferschein, ...) wird empfohlen. Eine weitere Motivation ist die Einbeziehung der Bewegungswelt der Schülerinnen und Schüler und entsprechender Trends im freizeitlichen Bewegungshandeln.

Die Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden des Breiten- und Spitzensportes ist auch mit dem Ziel, dass Schülerinnen und Schüler möglichst viele Sportarten kennen lernen, anzustreben. Im Rahmen dieser Erfahrungen sollen Schülerinnen und Schüler längerfristig auch kennen lernen, wie sie neben der aktiven Sportausübung später als Instruktor/in, Trainer/in oder Funktionär/in tätig werden können.

Auf eine sinnvolle Verteilung (zB Vielfalt, Ergänzung, Kontrast) der Lehrinhalte über die vier Schulstufen hinweg ist zu achten.

Dabei sollen die Inhalte des Unterrichts nicht nur von den Rahmenbedingungen am jeweiligen Schulstandort abhängen, sondern auch von den Möglichkeiten bei Schulveranstaltungen und Schulwettkämpfen, sowie von einer Kooperation mit außerschulischen Partnern. Für wesentliche Inhalte (zB das Erlernen und Verbessern des Schwimmkönnens, leichtathletischer Bewegungsabläufe, technischer und taktischer Zusammenhänge bei Ballsportarten, ...) ist auch die Abwicklung des Unterrichts in Kurs- oder Blockform an geeigneten Übungsstätten vorzusehen, um so den Unterrichtsertrag zu sichern.

Theoriegeleitete Inhalte (Zusammenhänge, Begründungen, Sinninhalte) sind ausgehend vom Bewegungshandeln (Erleben und Erfahren) zu vermitteln und möglichst in fächerübergreifenden Lehr- und Lernverfahren zu vertiefen.

Auf Schulveranstaltungen mit bewegungserziehlichen Inhalten sind die Schülerinnen und Schüler im Unterricht ausreichend vorzubereiten.

Im Unterricht ist zu jeder Zeit ein höchstmögliches Maß an Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.

Schülerinnen und Schüler sollen Risiko und Gefahren bei der Sportausübung einschätzen lernen und selbst und für andere Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung beim Sporttreiben (auch über die Schule hinaus) treffen können.

Lehrstoff:

Kernbereich:

1. und 2. Klasse:                  3. und 4. Klasse:

Grundlagen zum Bewegungshandeln:

  Vielfältige motorische             An die gesteigerte

Aktivitäten.                       Leistungsfähigkeit angepasstes

                                   Erweitern der vielfältigen

  Verbessern der konditionellen    motorischen Aktivitäten.

Fähigkeiten durch die Anwendung

von gezielten Trainingsmethoden:     Weiterer gezielter Ausbau der

Schnelligkeit, Kraft (mittlere     konditionellen Fähigkeiten:

und submaximale Belastungen),      Schnelligkeit, Kraft (auch unter

Ausdauer (vorwiegend im aeroben    maßvoller Verwendung von Geräten

Bereich), Beweglichkeit.           und allenfalls Einsatz von

                                   Fitnessgeräten), Ausdauer

  Grundbegriffe des richtigen      (Fortführung der Verbesserung der

Einsatzes von Stretching.          allgemeinen und spezifischen

                                   Ausdauer sowohl im aeroben

                                   Bereich als auch im anaeroben

                                   Bereich), Beweglichkeit.

                                   Gezielter Ausbau des richtigen

                                   Einsatzes von Stretching.

  Verbessern der koordinativen       Weiteres gezieltes Verbessern

Fähigkeiten durch die Anwendung    der koordinativen Fähigkeiten

von gezielten Trainingsmethoden:   (Bewegungsqualität und

Gleichgewicht, Raumwahrnehmung     Bewegungsökonomie). Gewinnen

und Orientierung,                  reicher Bewegungserfahrung und

Rhythmusfähigkeit,                 von Selbstständigkeit im Lösen

Reaktionsfähigkeit und             bekannter und neuer

kinästhetische                     unterschiedlicher

Differenzierungsfähigkeit,         Bewegungsabläufe und

Gewandtheit, Geschicklichkeit.     Bewegungsaufgaben mit dem Ziel

Erkennen des eigenen               der Beherrschung komplexer

Bewegungsverhaltens hinsichtlich   Bewegungsfertigkeiten.

Bewegungsqualität und Bewegungsökonomie. Gewinnen

reicher Körper- und Bewegungserfahrung und von

Selbstständigkeit im Lösen von

Bewegungsaufgaben, Erfahren

sportartenspezifischer und

biomechanischer Grundstrukturen.

Könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen:

  Vielfältiges Bewegen und           Gezielte Fortführung des

Spielen im, unter und ins Wasser;  vielfältigen Bewegens und

Schwimmen können in bis zu drei    Spielens im, unter und ins

Schwimmlagen. Einfache Sprünge,    Wasser:

Tauchen (mit und ohne

Hilfsmittel). Schnell und            Kennenlernen des

ausdauernd schwimmen in            Kunstschwimmens,

mindestens einer Lage.             Streckentauchens,

                                   Tieftauchens und

  Erarbeiten von Wettkampfformen.  Wasserspringens.

                                     Kennenlernen einer vierten

                                   Schwimmlage, Grundlagen des

                                   Rettungsschwimmens.

                                     Wettkampfmäßiges Schwimmen in

                                   möglichst zwei Lagen;

                                   Kennenlernen der

                                   Wettkampfbestimmungen.

  Gezieltes Erlernen von             Erweitern und Festigen der

Bewegungsfertigkeiten ohne, mit    bisher erworbenen motorischen

und an Geräten unter Anwendung     Fertigkeiten ohne, mit und an

geeigneter Trainingsmethoden, um   Geräten unter Beachtung des

ein gehobenes Leistungsniveau zu   ökonomischen Krafteinsatzes und

erreichen.                         des Materials; komplexe

                                   Bewegungsverbindungen

  Partnerhilfe und                 eigenständig erarbeiten, nach

Partnersicherung richtig           räumlichen, zeitlichen sowie

anwenden. Kunststücke allein und   ästhetischen Kriterien gestalten

in der Kleingruppe (er)finden,     und präsentieren.

erproben, üben und in möglichst

selbst gestalteten                   Sachgerechtes Sichern und

Bewegungsfolgen auf dem Boden      Helfen; Bewegungsabläufe bei der

und an Geräten präsentieren.       Partnerin/beim Partner beobachten

                                   und korrigieren lernen.

                                     Selbstständige Organisation des

                                   Auf- und Abbaues von Geräten.

                                     Übungsbeschreibungen

                                   (Fachsprache) lesen und verstehen

                                   können.

  Erlernen und Verbessern der        Erweiterung der

leichtathletischen Grundformen in  Bewegungserfahrung und

Bezug auf die                      Bewegungskoordination sowie

leistungsbestimmenden Faktoren     Verbesserung der

durch gezielte Übungen und         leistungsbestimmenden Faktoren

Trainingsmethoden.                 der leichtathletischen

                                   Grundformen.

                                     Selbstständiges Vorbereiten und

                                   Durchführen einfacher Wettkämpfe

                                   und Übernahme von

                                   Kampfrichtertätigkeit.

  Entwicklung der                    Festigung der

Sportspielfähigkeit (allein,       Sportspielfähigkeit unter

miteinander und gegeneinander)     besonderer Berücksichtigung der

unter technikrelevanten Aspekten.  Technik und der

Spielorganisation übernehmen.      Spielorganisation.

Wettkämpfe (und deren Vorformen) in den verschiedensten Sportarten und Sportspielen bestreiten. Leisten und Wettkämpfen unter den Aspekten Leistungswille, Fairness und Umgang mit Sieg und Niederlage; Leistungsgrenzen erfahren, respektieren und durch eigenständiges Lernen und Üben verschieben.

Gezielter Erwerb kognitiver Grundlagen zu sportlicher Leistung und Leistungsverbesserung.

Spielerische Bewegungshandlungen:

  Entwickeln von Spielfähigkeit      Gezielte Weiterentwicklung der

und vielseitigem Spielkönnen       Spielfähigkeit unter verstärkt

durch spontanes und kreatives      technik- und taktikrelevanten

Spiel in verschiedenen             Aspekten.

Situationen mit Gegenständen, mit

Geräten und ohne Geräte, durch

kooperative Spiele, Spiele ohne

Verlierer und durch

regelgebundene Spiele.

  Entwickeln von Regelbewusstsein    Beherrschen der Regelanwendung

als Fähigkeit,                     und -auslegung, der Übernahme von

Spielvereinbarungen und            Spielleitungen, des Setzens von

Spielregeln anzuerkennen,          taktischen Einzelentscheidungen

situativ abzuändern und neu zu     bzw. der Umsetzung von gruppen-

gestalten.                         und mannschaftstaktischen

                                   Maßnahmen, der Übernahme der

                                   Vorbereitung, Durchführung und

                                   Leitung von Sportspielen.

  Sportspiele kennen lernen,

Beherrschen der

sportartspezifischen

Grundsituationen und

Grundtechniken.

  Taktischen Maßnahmen setzen        Sportspielspezifische

können.                            Kenntnisse in Bezug auf

                                   Techniken, Taktiken, Regelwerk.

Gestaltende und darstellende Bewegungshandlungen:

  Aufbau von Körperwahrnehmung;      Entwicklung eines

Entwicklung von Sensibilität für   differenzierten Bewegungsgefühls

verschiedene Sinne und von         und von Verständnis für

ästhetischer Erfahrung in          Bewegungsqualität.

Ausdruck und Bewegung.

                                     Räumliches und zeitliches

                                   Gestalten als Einzel- und

                                   Gruppengestaltung in freier und

                                   gebundener Form.

  Umsetzen von Musik und Rhythmus    Umsetzen von Musik und Rhythmus

in Bewegung und Tanz.              in Bewegung und Tanz.

  Gymnastische Grundformen ohne      Gezielte Erweiterung der

Geräte und mit Geräten und deren   gymnastischen Grundformen ohne

räumlich-zeitliche Gestaltung als  Geräte und mit Geräten;

Einzel- und Gruppenarbeit.         Koordination von Raum, Zeit und

                                   Dynamik erfahren; als Einzel- und

                                   Gruppengestaltung umsetzen.

  Szenische Gestaltung,              Wissen um Ursprung und

Improvisation bei der Umsetzung    Bewegungsgrundformen der Tänze.

von Musik und Rhythmus in

Bewegung, Verbindung von Musik,

Sprache und Bewegung.

  Einfache akrobatische und          Vermehrt akrobatische und

gauklerische Fertigkeiten.         gauklerische Fertigkeiten.

Gesundheitsorientiert-ausgleichende Bewegungshandlungen:

  Bedeutung der Bewegung für das     Einfluss der Körperfunktionen

physische, psychische und soziale  und Bewegungswirkungen auf das

Wohlbefinden erfassen.             physische, psychische und soziale

                                   Wohlbefinden (zB Verbessern der

                                   organischen Leistungsfähigkeit,

                                   aktive Erholung und ausgleichende

                                   Bewegung) verstehen.

  Erfahren der  Körperfunktionen     Körpergefühl entwickeln und

und eigenverantwortliches Umgehen  Körperwahrnehmung verbessern;

mit dem Körper entwickeln.         Reaktionen des Körpers erfahren.

                                     Erkennen der Zusammenhänge von

                                   körpergerechtem Bewegen,

                                   richtiger Haltung und Gesundheit.

                                     Grundkenntnisse über

                                   körpergerechte, altersadäquate

                                   Bewegungs- und Trainingsformen.

  Feststellen, gezieltes             Fachspezifische Kenntnisse über

Ausgleichen und Vermeiden          Körperstatik (zB Wirbelsäule) und

muskulärer Dysbalancen und/oder    Körperfunktionen (zB

motorischer Defizite in den        Muskelfunktion, Ermüdung,

Bereichen Ausdauer, Kraft und      Pulsfrequenz, usw.) erwerben.

Beweglichkeit unter besonderer

Berücksichtigung der Haltung.

Erlernen der Gefahrenvermeidung, des richtigen Verhaltens in Gefahrensituation und bei Unfällen; Grundkenntnisse der ersten Hilfe.

Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen:

  Entdecken und Erschließen von      Gezieltes Entdecken und

einfachen bis komplexen            Erschließen von

Bewegungen in unterschiedlichen    sportartenspezifischen, komplexen

Umgebungen (vorzugsweise in der    Bewegungen in unterschiedlichen

Natur: zB Schnee, Wasser, Eis)     Umgebungen (vorzugsweise in der

und Situationen.                   Natur: zB Schnee, Wasser, Eis)

                                   und Situationen.

  Erfahrungen mit rollenden und      Erweiterung der Erfahrung mit

gleitenden Geräten (zB Fahrrad,    rollenden und gleitenden Geräten

Rollbrett, Inline-Skater,          (zB auch mit dem Einrad).

Eislaufschuhe, Ski, Snowboard)

gewinnen.

  Berücksichtigung der

umweltspezifischen Erfordernisse

und Gegebenheiten.

  Gemeinsam handeln und dabei an     Maßnahmen zur Sicherheit

Sicherheit gewinnen.               ergreifen. Selbst und in der

                                   Gruppe Gefahren erkennen.

Altersgemäße fachspezifische Kenntnisse zu Art, Aufbau und Wartung von Geräten sowie zu Gefahren bei Natursportarten erwerben.

Erweiterungsbereich:

Die Inhalte des Erweiterungsbereichs werden unter Berücksichtigung der Bildungs- und Lehraufgabe sowie der Didaktischen Grundsätze festgelegt (siehe den Abschnitt “Kern- und Erweiterungsbereich” im dritten Teil der Anlage 1).

Zuletzt aktualisiert am

03.09.2020

Gesetzesnummer

20000676

Dokumentnummer

NOR40071408