Rechtstracker.at

Anl. 3 GZÜV

Fassungen
22.12.2006 bis 23.12.2010 — BGBl. II Nr. 479/2006 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Anl. 324.12.201023.05.2019 § → § BGBl. II Nr. 465/2010 · aufgehoben durch BGBl. II Nr. 128/2019
Anl. 322.12.200623.12.2010 BGBl. II Nr. 479/2006 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Gewässerzustandsüberwachungsverordnung

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 479 aus 2006,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage 3

Inkrafttretensdatum

22.12.2006BGBl. II Nr. 479/2006

Außerkrafttretensdatum

23.12.2010danach: BGBl. II Nr. 465/2010

Abkürzung

GZÜV

Index

81/01 Wasserrechtsgesetz 1959

Text

Anlage 3

Anzuwendende Untersuchungsmethoden Chemie

Oberflächengewässer

Abschnitt römisch eins

Probenahme und Probenvorbereitung

Die Probenahme ist anhand von repräsentativ gewonnenen Stichproben nach dem Stand der Probenahmetechnik vorzunehmen. Eine Standardarbeitsanweisung für die Probenahme hat erstellt und verbindlich angewandt zu werden.

Die entnommenen Proben sind entsprechend den in Abschnitt römisch zwei angeführten Normverfahren zu behandeln, gegebenenfalls zu stabilisieren und zu konservieren, und umgehend ihrer Untersuchung zuzuführen. Rasch veränderliche Schadstoffe und die physikalischen und chemischen Hilfsparameter sind unmittelbar vor Ort zu bestimmen. Bezüglich der Entnahme, Konservierung, Vorbehandlung, Aufbewahrung und des Transports der Proben sind die nachfolgenden allgemeinen

Normmethoden zu beachten:

ÖN EN 25667-1, Jänner 1994: Wasserbeschaffenheit – Probenahme –

Teil 1

ÖN EN 25667-2, Jänner 1994: Wasserbeschaffenheit – Probenahme –

Teil 2

ÖN EN ISO 5667-3, Mai 2004: Wasserbeschaffenheit – Probenahme –

Teil 3

ISO 5664-4, April 1987: Water Quality – Sampling Guidance on sampling from lakes, natural and man-made

ISO 5667-6, März 2004: Water Quality – Sampling Guidance on sampling of rivers and streams

ISO 5667-14, September 1998: Water Quality – Sampling Guidance on quality assurance of environmental water sampling and handling Sämtliche für die Beurteilung der durchgeführten Probenahme maßgeblichen Umstände einschließlich des (nächstgelegenen) Pegelstandes sind mit Lageskizze im Stammdatenblatt der Messstelle aufzuzeichnen.

Abschnitt römisch zwei

Chemische Analyse

Die Analyse der Parameter erfolgt entsprechend den Vorgaben der entsprechenden Qualitätsziel- Verordnungen in der völlig durchmischten, homogenisierten Probe oder in der filtrierten Probe. Die Filtration muss mit dem für den jeweiligen Parameter geeignetem Filtermaterial (Porenweite 0,45 mym) durchgeführt werden. Die Produktspezifikation und Blindwertprüfung des verwendeten Filters ist zu dokumentieren.

Zur Gewährleistung eines Mindeststandards bei der Bewertung von Messergebnissen im Sinne dieser Verordnung ist die chemische Analyse der Parameter und der Hilfsparameter nach den in der folgenden Tabelle, dritte Spalte, angeführten Basisnormmethoden durchzuführen. Parameter, für die in dieser Tabelle keine Basisnormmethode angegeben ist, sind nach einem geeigneten, in der Fachliteratur beschriebenen Analyseverfahren zu untersuchen. Die angewendeten Analyseverfahren sind derart zu optimieren, dass die in der Tabelle, Spalte 4, angeführten Mindestbestimmungsgrenzen jedenfalls erreicht werden. Alternativ zu den angeführten Methodenvorschriften können auch andere Methoden herangezogen werden, wenn unter Verwendung der statistischen Testverfahren nach der Normvorschrift DIN 38402 T 71, November 2002 gezeigt werden kann, dass die angegebenen Mindestbestimmungsgrenzen erreicht werden. Die analytische Nachweisgrenze der jeweils angewendeten Messverfahren ist zu dokumentieren.

Als analytische Bestimmungsgrenze ist jene Konzentration eines Parameters definiert, bei der unter Zugrundelegung einer statistischen Sicherheit von 95% die relative Ergebnisunsicherheit, definiert als der Quotient aus dem halben, zweiseitigen Prognoseintervall und der zugehörigen Konzentration, einen Wert kleiner 1 annimmt. Bei nichtkalibrierfähigen Verfahren ist die relative Ergebnisunsicherheit als Quotient des Vertrauensintervalls und der zugehörigen Konzentration zu berechnen.

Als analytische Nachweisgrenze ist jene Konzentration eines Parameters definiert, die dem kritischen Wert der Messgröße zuzuordnen ist, wobei der kritische Wert der Messgröße jener Messwert ist, bei dessen Überschreitung unter Zugrundelegung einer statistischen Sicherheit von 95% erkannt wird, dass die Konzentration des Schadstoffes in der Analysenprobe größer ist als diejenige der Leerprobe. Die kritische Messgröße ist gemäß Normvorschrift DIN 32645 aus der Kalibrierfunktion oder bei nicht kalibrierfähigen Verfahren aus Einzelmessungen an Leerproben zu ermitteln.

Die Ermittlung der analytischen Bestimmungsgrenze und der analytischen Nachweisgrenze ist für das Gesamtverfahren gemäß DIN 38402, Teil 51 vorzunehmen.

Für Parameter, für die eine geeignete Basisnormmethode derzeit nicht angegeben werden kann, wird in der nachfolgenden Tabelle, Spalte 4, ein Hinweis auf das analytische Verfahren gegeben, mit dem aufgrund der bisher durchgeführten Überwachungsergebnisse die angeführte Mindestbestimmungsgrenze im Routinebetrieb erreicht werden kann.

Parameter                CAS.Nr.   Basisnormmethode      MBG

Abfiltrierbare Stoffe      -       ÖN EN 872

                                   April 2005            1 mg/l

Alachlor               15972-60-8  ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,05 myg/l

Aldrin                  309-00-3   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

Alkalinität (SBV 4,3)      -       ÖN EN ISO 9963-2

                                   Feb. 1996             0,05 mmol/l

Ammonium-Stickstoff        -       ÖN ISO 7150-

(NH tief 4-N)                      1 Dezember 1987       0,01 mg/l

Anthracen               120-12-7   -                     0,05 myg/l

                                                         *5)

AOX (adsorbierbare         -       ÖN EN ISO 9562

organisch gebundene                November 1996         2 myg/l

Halogene), (als

Chlorid)

Arsen (gesamt bzw.         -       ÖN EN ISO 11969

filtriert)                         Juli 1997             1 myg/l

Atrazin                1912-24-9   ÖN EN ISO 10695

                                   November 2000         0,03 myg/l

Benzidin                 92-87-5   -                     0,1 myg/l

                                                         *2)

Benzol                   71-43-2   ÖN EN ISO 15680

                                   März 2004             1 myg/l

Benzylchlorid           100-44-7   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,1 myg/l

Biochemischer

Sauerstoffbedarf nach

fünf Tagen ohne            -       ÖN EN 1899-2 August

Nitrifikationshemmung              1998                  0,5 mg/l

Bisphenol A              80-05-7   -                     0,05 myg/l

                                                         *1)

Blei (gesamt bzw.          -       DIN 38406 - 29 März

filtriert)                         1999                  1 myg/l

Bromierte              32534-81-9  -                     0,05 myg/l

Diphenylether                                            *3)

2,2´,4,4´-              5436-43-1  -                     0,05 myg/l

Tetrabromdiphenyl-                                       *3)

ether

2,2´,4,4´,5-           60348-60-9  -                     0,05 myg/l

Pentabromdiphenyl-                                       *3)

ether

2,2´,4,4´,6-          189084-64-8  -                     0,05 myg/l

Pentabromdiphenyl-                                       *3)

ether

2,2´,4,4´,5,5´-        68631-49-2  -                     0,05 myg/l

Hexabromdiphenyl-                                        *3)

ether

2,2´,4,4´,5,6´-       207122-15-4  -                     0,05 myg/l

Hexabromdiphenyl-                                        *3)

ether

Cadmium (gesamt bzw.       -       ÖN EN ISO 5961

filtriert)                         Juli 1995             0,2 myg/l

Calcium                            ÖN EN ISO 11885       1 mg/l

Chlordan                 57-74-9   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,05 myg/l

cis-Chlordan            5103-71-9  ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,05 myg/l

trans-Chlordan          5103-74-2  ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,05 myg/l

Chloressigsäure          79-11-8   -                     0,5 myg/l

                                                         *3)

Chlorfenvinphos         470-90-6   ÖN EN 12918

                                   November 1999         0,01 myg/l

Chlorid                    -       ÖN EN ISO 10304-1-4   1 mg/l

Chlorophyll-a                      DIN 38412-16 1985     1 myg/l

Chlorpyrifos            2921-88-2  ÖN EN 12918

                                   November 1999         0,01 myg/l

Chrom (gesamt bzw.         -       ÖN EN ISO 11885

filtriert) Summe                   März 1998             1 myg/l

aller

Oxidationsstufen)

Cyanid (leicht             -       ÖN M 6285

freisetzbares                      Dezember 1988         2 myg/l

Cyanid, als CN)

DDT                        -       ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

p,p´-DDT                 50-29-3   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

o,p´-DDT                789-02-6   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

p,p´-DDE                 72-55-9   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

p,p´-DDD                 72-54-8   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

Di-(2-ethylhexyl-       117-81-7   ISO DIS 18856

phthalat)                          Februar 2002          0,2 myg/l

Dibutylzinn-

verbindungen               -       DIN 38407 -

(als Kation)                       13 März 2001          0,01 myg/l

1,3-Dichlor-2-           96-23-1   -                     2 myg/l *3)

propanol

1,2-Dichlorethan        107-06-2   ÖN EN ISO 10301

                                   Februar 1998          2 myg/l

1,2-Dichlorethen        540-59-0   ÖN EN ISO 10301

                                   Februar 1998          2 myg/l

cis-1,2-Dichlorethen    156-59-2   ÖN EN ISO 10301

                                   Februar 1998          2 myg/l

trans-1,2-              156-60-5   ÖN EN ISO 10301

Dichlorethen                       Februar 1998          2 myg/l

Dichlormethan            75-09-2   ÖN EN ISO 10301

                                   Februar 1998          2 myg/l

2,4-Dichlorphenol       120-83-2   ÖN EN 12673

                                   April 1999            0,05 myg/l

2,5-Dichlorphenol       583-78-8   ÖN EN 12673

                                   April 1999            0,05 myg/l

Dieldrin                 60-57-1   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

Dimethylamin            124-40-3   -                     2 myg/l *3)

Diuron                  330-54-1   ÖN EN ISO 11369

                                   Mai 1998              0,03 myg/l

DOC, organischer           -       ÖN EN 1484

Kohlenstoff, gelöst                August 1997           0,5 mg/l

EDTA (als H4EDTA)        60-00-4   ISO/CD 16588

                                   Februar 2004          0,5 myg/l

Elektr. Leitfähigkeit      -       ÖN EN 27888

(bei 25°C)                         Dez. 1993

Endosulfan              115-29-7   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

alpha-Endosulfan        959-98-8   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

beta-Endosulfan         891-86-1   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

Endrin                   72-20-8   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

Ethylbenzol             100-41-4   DIN 38407 -

                                   9 Mai 1991            5 myg/l

Fluorid                    -       ÖN EN ISO 10304-

                                   1 Juli 1995           100 myg/l

Gesamthärte (in mg         -       DIN 38409-

Ca-CO tief 3/l)                    6 Jänner 2001

Heptachlor               76-44-8   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

Hexachlorbenzol         118-74-1   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,01 myg/l

Hexachlorbutadien        87-68-3   ÖN EN ISO 10301

                                   Februar 1998          0,01 myg/l

Hexachlorcyclohexan     608-73-1   ÖN EN ISO 6468

(HCH)                              Juli 1997             0,02 myg/l

alpha-HCH               319-84-6   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

beta-HCH                319-85-7   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

gamma-HCH (Lindan)       58-89-9   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,01 myg/l

delta-HCH               319-86-8   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

Isodrin                 465-73-6   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,05 myg/l

Isopropylbenzol          98-82-8   ÖN EN ISO 15680

                                   März 2004             5 myg/l

Isoproturon            34123-59-6  ÖN EN ISO 11369

                                   Mai 1998              0,05 myg/l

Kalium                             ÖN EN ISO 11885       1 mg/l

Kupfer (gesamt bzw.        -       ÖN EN ISO 11885

filtriert)                         März 1998 1           myg/l

LAS (Lineare

Alkylbenzol-

sulfonate)             68411-30-3  -                     2 myg/l *4)

Magnesium                          ÖN EN ISO 11885       1 mg/l

Mevinphos               7786-34-7  ÖN EN 12918

                                   November 1999         0,01 myg/l

cis-Mevinphos              -       ÖN EN 12918

                                   November 1999         0,01 myg/l

trans-Mevinphos            -       ÖN EN 12918

                                   November 1999         0,01 myg/l

Naphthalin               91-20-3   -                     0,2 myg/l

                                                         *3)

Natrium                            ÖN EN ISO 11885       1 mg/l

Nickel (gesamt bzw.

filtriert)                 -       ISO 17294-2:2003      0,1 myg/l

Nitrat-Stickstoff          -       ÖN EN ISO 10304-

(als NO tief 3-N)                  1 Juli 1995           0,06 mg/l

Nitrit-Stickstoff          -       ÖN EN 26777

(als NO tief 2-N)                  Mai 1993              0,003 mg/l

4-Nonylphenol

technisch (Summe der   25154-52-3  -                     0,1 myg/l

quantifizierbaren                                        *1)

Isomeren des 2- und

4-Nonylphenol)

NTA (Nitrilotri-        139-13-9   ISO/CD 16588

essigsäure)                        Februar 2004          0,5 myg/l

Octylphenole            1806-26-4  -                     0,02 myg/l

                                                         *1)

4-(1,1,3,3-

Tetramethyl-            140-66-9   -                     0,02 myg/l

butyl)phenol                                             *1)

Omethoat                1113-02-6  ÖN EN 12918

                                   November 1999         50 myg/l

PAK                        -       ISO 17993: 2002       0,01 myg/l

Pentachlorbenzol        608-93-9   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

Pentachlornitrobenzol    82-68-8   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

Pentachlorphenol         87-86-5   ÖN EN 12673

                                   April 1999            0,01 myg/l

Phosalon                2310-17-0  ÖN EN 12918

                                   November 1999         0,01 myg/l

Orthophosphat-P            -       ÖN EN ISO 6878        Fließ-

                                   Sept. 2004            gewässer:

                                                         0;005 mg/l

                                                         Seen

                                                         0,003 mg/l

Gesamtphosphor

(filtriert und             -       ÖN EN ISO 6878

unfiltriert)                       Sept. 2004            0,005 mgP/l

pH-Wert                    -       DIN 38404-C5

                                   Jänner 1984

Quecksilber (gesamt        -       ÖN EN 12338

bzw. filtriert)                    Oktober 1998          0,1 myg/l

Sauerstoff – gelöst        -       ÖN EN 25814

und Sättigung                      Juni 1993             0,2 mg/l

Sebuthylazin            7286-69-3  ÖN EN ISO 10695

                                   November 2000         0,05 myg/l

Selen (filtriert)          -       ÖN EN ISO 15586

                                   Februar               2 myg/l

                                   2004

Silber (filtriert)         -       ÖN EN ISO 15586

                                   Februar 2004          1 myg/l

Simazin                 122-34-9   ÖN EN ISO 10695

                                   November 2000         0,1 myg/l

Sulfat                     -       ÖN EN ISO 10304-

                                   1 Juli 1995           1 mgSO4/l

Temperatur                 -       ÖNORM M 6616

Wasser                             März 1994

Tetrachlorethen         127-18-4   ÖN EN ISO 10301

                                   Februar 1998          0,2 myg/l

Tetrachlormethan         56-23-5   ÖN EN ISO 10301

                                   Februar 1998          0,1 myg/l

TOC, organischer           -       ÖN EN 1484

Kohlenstoff, gesamt                August 1997           0,5 mg/l

Tributylzinn-Kation        -       ISO/DIS 17353         0,01 myg/l

Trichlorbenzole        12002-48-1  ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

1,2,3-Trichlorbenzol     87-61-6   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

1,2,4-Trichlorbenzol    120-82-1   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

1,3,5-Trichlorbenzol    108-70-3   ÖN EN ISO 6468

                                   Juli 1997             0,02 myg/l

Trichlorethen            79-01-6   ÖN EN ISO 10301

                                   Februar 1998          0,2 myg/l

Trichlorfon              52-68-6   -                     30myg/l *3)

Trichlormethan           67-66-3   ÖN EN ISO 10301

                                   Februar 1998          0,3 myg/l

Trifluralin             1582-09-8  ÖN EN ISO 10695

                                   November 2000         0,05 myg/l

Xylole                  1330-20-7  ÖN EN ISO 15680

                                   März 2004             0,5 myg/l

o-Xylol                  95-47-6   ÖN EN ISO 15680

                                   März 2004             0,5 myg/l

m-Xylol                  108-38-3  ÖN EN ISO 15680

                                   März 2004             0,5 myg/l

p-Xylol                  106-42-3  ÖN EN ISO 15680

                                   März 2004             0,5 myg/l

Zink (gesamt bzw.

filtriert)              7440-66-6  ÖN EN ISO 15586

                                   Februar 2004          0,5 myg/l

Hinweise auf analytische Methoden, mit denen die angeführten Mindestbestimmungsgrenzen erreicht werden:

*1) mittels Gaschromatographie mit massenspektrometrischem Detektor

(GC/MS) oder mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie mit massenspektrometrischem Detektor (HPLC/MS);

*2) mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie mit

massenspektrometrischem Detektor (HPLC/MS);

*3) mittels Gaschromatographie mit massenspektrometrischem Detektor

(GC/MS);

*4) mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie und UV-Detektor

(HPLC/UV);

*5) mittels Gaschromatographie mit massenspektrometrischem Detektor

(GC/MS) oder mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie mit UV-Detektor (HPLC/UV) oder mittels Flüssigkeitschromatographie mit massenspektrometrischem Detektor (LC/MS).

Die analytische Nachweisgrenze soll mindestens 50% der analytischen Bestimmungsgrenze betragen. Fehlt für einzelne Messdaten, die unter der analytischen Bestimmungsgrenze liegen, die Angabe der analytischen Nachweisgrenze, ist diese mit 50% der analytischen Bestimmungsgrenze anzusetzen.

Abschnitt römisch drei

Qualitätssicherung

Das zu betreibende Qualitätssicherungssystem hat jedenfalls folgende Maßnahmen der internen Qualitätskontrolle durch das Institut, das die Probenahme bzw. analytische Messung durchführt, zu umfassen:

  • Strichaufzählung
    Erarbeitung einer Standard Operation Procedure (SOP) für Probenahme (einschließlich Konservierung), Gebindevorbereitung und Transport;
  • Strichaufzählung
    Durchführung von Probenahme und Analytik durch qualifiziertes Personal;
  • Strichaufzählung
    vollständige Erhebung des Ortsbefundes einschließlich einer Angabe der Lageskizze;
  • Strichaufzählung
    genaue Beschreibung der angewandten Analyseverfahren unter Verweis auf die angewendete Verfahrensnorm bzw. Verfahrensvorschrift. Bei der Analyse eines Schadstoffes, für den in Abschnitt römisch zwei keine Basisnormmethode angegeben ist, sind alle Analysenschritte jederzeit nachvollziehbar zu dokumentieren;
  • Strichaufzählung
    Durchführung problemorientierter Kalibrierungen unter Einbeziehung sämtlicher Probenvorbereitungsschritte im Sinne der ÖN DIN 32645 März 1996;
  • Strichaufzählung
    Ermittlung der Verfahrenskenndaten des Routinebetriebes im Sinne der ÖN DIN 32645 März 1996, insbesondere:
    1. Litera i
      analytische Nachweisgrenze unter Einbeziehung sämtlicher
    Probenvorbereitungsschritte,
    ii. analytische Bestimmungsgrenze für das Gesamtverfahren (Probenvorbereitung und Analyse),
    iii. 95%-Vertrauensbereich der analytischen Bestimmungsgrenze,
    iv. obere Grenze des Arbeitsbereiches des Verfahrens,
    1. Litera v
      Steigung der Kalibriergeraden,
    vi. Reststandardabweichung,
    vii. relative Verfahrensstandardabweichung in der Mitte des Kalibrierbereiches;
  • Strichaufzählung
    Angabe der erforderlichen Probenvolumina;
  • Strichaufzählung
    bei Verfahren mit gesonderter Probenvorbereitung die Ermittlung der mittleren Wiederfindungsraten;
  • Strichaufzählung
    regelmäßige Durchführung von Blindwertüberprüfungen;
  • Strichaufzählung
    regelmäßige Überprüfung der Wiederfindungsraten;
  • Strichaufzählung
    regelmäßige Kontrolle der analytischen Verfahren mit zertifizierten Standards oder Referenzmaterialien (Rückführbarkeit und Richtigkeit);
  • Strichaufzählung
    laufende Kontrolle der Gleichmäßigkeit der analytischen Verfahren durch Messung von Kontrollstandards im Bereich der am häufigsten gemessenen Konzentrationen in Realproben. Führen entsprechender Kontroll- und Regelkarten und Dokumentation aller ergriffenen Maßnahmen im Falle der Überschreitung der definierten Eingriffsgrenzen;
  • Strichaufzählung
    laufende Durchführung von Mehrfachbestimmungen;
  • Strichaufzählung
    laufende Durchführung von Plausibilitätskontrollen;
  • Strichaufzählung
    laufende erfolgreiche Teilnahme an einschlägigen anerkannten Ringversuchen und Laborvergleichstests;
  • Strichaufzählung
    laufende Überprüfung der Vollständigkeit der bearbeiteten Proben und der beauftragten Untersuchungen;
  • Strichaufzählung
    schriftliche Dokumentation von Probenahme und Probelauf einschließlich näherer Informationen über Eingang der Proben, Zeitpunkt der Analysen, allfällige aufgetretene Störungen, und weitere verfahrenstypische systematisch geordnete Informationen;
  • Strichaufzählung
    laufende Dokumentation aller Maßnahmen und Ergebnisse der internen Qualitätskontrolle in einem Qualitätssicherungshandbuch festzuhalten. Die Erstellung dieses Qualitätssicherungshandbuches hat unter Zugrundelegung der ÖN EN ISO 17025; Jänner 2005) oder einer anderen gleichwertigen Vorschrift zu erfolgen. Die Dokumentation ist laufend fortzuschreiben und mindestens zehn Jahre einschaubar aufzubewahren;
  • Strichaufzählung
    Gewährleistung der laufenden Einhaltung der im Qualitätssicherungshandbuch getroffenen Festlegungen, insbesondere das Arbeiten nach validierten Analysenmethoden.
Die Definitionen der messtechnischen Begriffe sind der Normvorschrift „Chemische Analytik – Nachweis-, Erfassungs- und Bestimmungsgrenzen – Ermittlung unter Wiederholungen – Begriffe, Verfahren, Auswertung“ (ÖN DIN 32645 März 1996) zu entnehmen.

Zuletzt aktualisiert am

31.01.2011

Gesetzesnummer

20005172

Dokumentnummer

NOR40085603