Rechtstracker.at

Anl. 15 GZÜV

Fassungen
22.12.2006 bis 23.12.2010 — BGBl. II Nr. 479/2006 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Anl. 15 heute24.05.2019 § → § BGBl. II Nr. 128/2019
Anl. 1524.12.201023.05.2019 § → § BGBl. II Nr. 465/2010
Anl. 1522.12.200623.12.2010 BGBl. II Nr. 479/2006 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Gewässerzustandsüberwachungsverordnung

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 479 aus 2006,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage 15

Inkrafttretensdatum

22.12.2006BGBl. II Nr. 479/2006

Außerkrafttretensdatum

23.12.2010danach: BGBl. II Nr. 465/2010

Abkürzung

GZÜV

Index

81/01 Wasserrechtsgesetz 1959

Text

Anlage 15

Anzuwendende Untersuchungsmethoden Chemie

Grundwasser

Abschnitt römisch eins

Probenahme und Probenvorbereitung

Die Probenahme ist anhand von repräsentativ gewonnenen Stichproben nach dem Stand der Probenahmetechnik vorzunehmen. Eine Standart Operation Procedure (SOP) für die Probenahme hat erstellt und verbindlich angewandt zu werden.

Die entnommenen Proben sind entsprechend den angeführten Normverfahren zu behandeln, gegebenenfalls zu stabilisieren und zu konservieren und umgehend ihrer Untersuchung zuzuführen. Rasch veränderliche Schadstoffe und physikalisch-chemische Hilfsparameter sind unmittelbar vor Ort zu bestimmen. Bezüglich der Entnahme, Konservierung, Vorbehandlung, Aufbewahrung und des Transports der Proben sind die nachfolgenden allgemeinen Normmethoden zu beachten:

ÖN EN 25667-1, Jänner 1994: Wasserbeschaffenheit – Probenahme –

Teil 1

ÖN EN 25667-2, Jänner 1994: Wasserbeschaffenheit – Probenahme –

Teil 2

ÖN EN ISO 5667-3, Mai 2004: Wasserbeschaffenheit – Probenahme –

Teil 3

ISO 5667-11, März 1993: Water Quality – Sampling Guidance on sampling of groundwaters ISO 5667-14, September 1998: Water Quality – Sampling Guidance on quality assurance of environmental water sampling and handling

ISO 5667-18, April 2001: Water Quality – Sampling Guidance on sampling of groundwater at contaminated sites

Sämtliche für die Beurteilung der durchgeführten Probenahme maßgeblichen Umstände sind aufzuzeichnen.

Ist zur Entnahme einer repräsentativen Probe eine Bepumpung der Messsstelle notwendig, so sind die für den Bepumpungsvorgang relevanten (Förderstrom, Fördermenge, Absenkung) sowie für die Beurteilung der Repräsentativität der Probe maßgeblichen Begleitparameter (Temperatur, Leitfähigkeit, pH, Sauerstoff) zu messen und EDV-mäßig zu erfassen. Ausdrucke dieser Aufzeichnungen sind wesentlicher Teil des Entnahmeprotokolls.

Abschnitt römisch zwei

Chemische Analyse

Die Analyse der Parameter erfolgt in der Regel aus der unfiltrierten Probe. Soweit bei spezifischen Parametern erforderlich, hat die Filtration über ein geeignetes, zumindest stichprobenartig auf Kontaminationsfreiheit geprüftes Filtermedium mit Porenweite 0,45 mym zu erfolgen. Die Produktspezifikation und Blindwertprüfung der verwendeten Filter ist zu dokumentieren.

Zur Gewährleistung eines Mindeststandards bei der Bewertung von Messergebnissen im Sinne dieser Verordnung ist die chemische Analyse der Parameter nach den in der folgenden Tabelle, zweite Spalte, angeführten Basisnormmethoden durchzuführen. Parameter, für die in dieser Tabelle keine Basisnormmethode angegeben ist, sind nach einem geeigneten, in der Fachliteratur beschriebenen Analyseverfahren zu untersuchen. Die angewendeten Analyseverfahren sind derart zu optimieren, dass die in der Tabelle, Spalte 4, angeführten Mindestbestimmungsgrenzen jedenfalls erreicht werden. Alternativ zu den angeführten bzw. in der Literatur beschriebenen Methoden können auch andere Verfahren herangezogen werden, wenn unter Verwendung der statistischen Testverfahren nach der Normvorschrift DIN 38402 T 71, November 2002 gezeigt werden kann, dass die angegebenen Mindestbestimmungsgrenzen erreicht werden. Die analytische Nachweisgrenze der jeweils angewendeten Messverfahren ist zu dokumentieren.

Als analytische Bestimmungsgrenze ist jene Konzentration eines Parameters definiert, bei der unter Zugrundelegung einer statistischen Sicherheit von 95% die relative Ergebnisunsicherheit, definiert als der Quotient aus dem halben, zweiseitigen Prognoseintervall und der zugehörigen Konzentration, einen Wert kleiner 1 annimmt. Bei nichtkalibrierfähigen Verfahren ist die relative Ergebnisunsicherheit als Quotient des Vertrauensintervalls und der zugehörigen Konzentration zu berechnen. Als analytische Nachweisgrenze ist jene Konzentration eines Parameters definiert, die dem kritischen Wert der Messgröße zuzuordnen ist, wobei der kritische Wert der Messgröße jener Messwert ist, bei dessen Überschreitung unter Zugrundelegung einer statistischen Sicherheit von 95% erkannt wird, dass die Konzentration des Schadstoffes in der Analysenprobe größer ist als diejenige der Leerprobe. Die kritische Messgröße ist gemäß Normvorschrift DIN 32645 aus der Kalibrierfunktion oder bei nicht kalibrierfähigen Verfahren aus Einzelmessungen an Leerproben zu ermitteln.

Die Ermittlung der analytischen Bestimmungsgrenze und der analytischen Nachweisgrenze ist für das Gesamtverfahren gemäß DIN 38402, Teil 51 vorzunehmen. Erscheint ein Messwert, insbesondere im Vergleich mit bereits vorliegenden Datenreihen der betreffenden Messstelle unplausibel, sind geeignete Maßnahmen zur Aufklärung zu ergreifen, die von einer Stellungnahme des Probennehmers bzw. des Analysenlabors bis zu einer Laborüberprüfung reichen können. Ist der Grund für das unplausible Ergebnis nicht feststellbar, kann eine Nachmessung oder Nachbeprobung notwendig sein.

Ergibt sich aufgrund nicht vorhersehbarer äußerer Umstände oder aufgrund aufgetretener Messfehler, dass bei einem Messwert einer Messreihe für die qualitative Beurteilung des Grundwasserkörpers nicht herangezogen werden kann, ist grundsätzlich eine Nachbeprobung bzw. -messung erforderlich. Die Beurteilung erfolgt dann unter Hinzunahme des nachgelieferten Datensatzes.

Stehen zusätzliche, außerhalb des gegenständlichen Monitoringprogrammes erhobene Daten zur Verfügung, können diese in eine Beurteilung miteinbezogen werden, sofern sie entsprechend den unter Paragraph 24, Absatz eins bis 3 genannten oder mit diesen vergleichbaren Vorgaben gewonnen wurden und sie zur Beurteilung des Grundwassers zweckdienlich erscheinen.

Abschnitt römisch drei

Parameter

1. Parameterblock 1

1.1. Probenahme und Vor-Ort-Parameter

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren *2)                  Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Abstich               -                              m         -

____________________________________________________________________

Förderstrom bei

Probenahme            -                              l/s       -

____________________________________________________________________

Gesamtfördervolumen   -                              l         -

____________________________________________________________________

Quellschüttung        -                              l/s       -

____________________________________________________________________

organoleptische

Feststellungen von:

____________________________________________________________________

Färbung               sensorisch                     -         -

____________________________________________________________________

Trübung               sensorisch                     -         -

____________________________________________________________________

Geruch                sensorisch                     -         -

____________________________________________________________________

Messung von:

____________________________________________________________________

Wassertemperatur      ÖN M 6616 – Mrz. 1994          °C        -

____________________________________________________________________

pH-Wert               DIN 38404 C5 – Aug. 2005       -         -

____________________________________________________________________

elektr. Leitf.

(bei 20°C)            ÖN EN 27888 – Dez. 1993        myS/cm    -

____________________________________________________________________

Sauerstoffgehalt      ÖN EN 25814 – Jun. 1993        mg O2/l   0,2

____________________________________________________________________

1.2. Chemisch-analytische Parameter

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren *2)                  Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Gesamthärte           ÖN M 6268 – Jan. 2004          °dH       1

____________________________________________________________________

Karbonathärte         ÖN EN ISO 9963 – Feb. 1996     °dH       1

____________________________________________________________________

Hydrogencarbonat      ÖN EN ISO 9963 – Feb. 1996     mg/l      3

____________________________________________________________________

Calcium               ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988    mg/l      3

____________________________________________________________________

Magnesium             ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988    mg/l      1

____________________________________________________________________

Natrium               ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988    mg/l      1

____________________________________________________________________

Kalium                ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988    mg/l      2

____________________________________________________________________

Nitrat                ÖN EN ISO 10304-1 – Jul. 1995  mg NO3/l  1

____________________________________________________________________

Nitrit                ÖN EN 26777 – Mai 1993         mg NO2/l  0,01

____________________________________________________________________

Ammonium              ÖN ISO 7150-1 – Dez. 1987      mg NH4/l  0,01

____________________________________________________________________

Chlorid               ÖN EN ISO 10304-1 – Jul. 1995  mg/l      1

____________________________________________________________________

Sulfat                ÖN EN ISO 10304-1 – Jul. 1995  mg SO4/l  1

____________________________________________________________________

Orthophosphat         ÖN EN 1189 – Jan. 1997         mg PO4/l  0,02

____________________________________________________________________

Bor                   ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988    mg/l      0,02

____________________________________________________________________

DOC (ber. als C)      ÖN EN 1484 – Aug. 1997         mg C/l    0,5

____________________________________________________________________

Eisen, gelöst         ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988    mg/l      0,02

____________________________________________________________________

Mangan, gelöst        ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988    mg/l      0,02

____________________________________________________________________

2. Parameterblock 2

2.1. Metalle gelöst

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren                    Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Aluminium             ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988  mg/l      0,01

____________________________________________________________________

Arsen                 ÖN EN ISO 11969 – Jul. 1997  mg/l      0,001

____________________________________________________________________

Blei                  ÖN M 6617 – Mai 1997         mg/l      0,001

____________________________________________________________________

Cadmium               ÖN EN ISO 5961 – Jul. 1995   mg/l      0,0002

____________________________________________________________________

Chrom                 ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988  mg/l      0,001

____________________________________________________________________

Kupfer                ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988  mg/l      0,001

____________________________________________________________________

Nickel                ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988  mg/l      0,001

____________________________________________________________________

Quecksilber           ÖN EN 12338 – Okt. 1998      mg/l      0,0002

____________________________________________________________________

Zink                  ÖN EN ISO 11885 – Mär. 1988  mg/l      0,020

____________________________________________________________________

2.2. Leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren                    Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Trichlorethen         ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Tetrachlorethen       ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

1,1,1-Trichlorethan   ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Chloroform

(Trichlormethan)      ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Tetrachlormethan      ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

1,1-Dichlorethen      ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     0,2

____________________________________________________________________

Tribrommethan         ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Bromdichlormethan     ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Dibromchlormethan     ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Dichlormethan         ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     20

____________________________________________________________________

1,2-Dichlorethan      ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     5

____________________________________________________________________

cis 1,2-Dichlorethen  ÖN EN ISO 10301 – Feb. 1998  myg/l     0,5

____________________________________________________________________

2.3. Pestizide

2.3.1 Pestizide I (Triazine)

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren                    Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Atrazin               ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Desethylatrazin       ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Desisopropylatrazin   ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Cyanazin              ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Prometryn             ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Propazin              ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Simazin               ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Sebutylazin           ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Terbutylazin          ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Metolachlor           ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,05

____________________________________________________________________

Alachlor              ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Pendimethalin         ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Terbutryn             ÖN EN ISO 10695 – Nov. 2000  myg/l     0,1

____________________________________________________________________

2.3.2 Pestizide II (Organochlorinsektizide)

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren                    Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Summe Aldrin und

Dieldrin

____________________________________________________________________

(als Dieldrin)        ÖN EN ISO 6468 – Jul. 1997   myg/l     0,03

____________________________________________________________________

Chlordan (Summe der

Isomere)              ÖN EN ISO 6468 – Jul. 1997   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Heptachlor und

Heptachlorepoxid

____________________________________________________________________

(als Heptachlor)      ÖN EN ISO 6468 – Jul. 1997   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Hexachlorbenzol       ÖN EN ISO 6468 – Jul. 1997   myg/l     0,01

____________________________________________________________________

Lindan                ÖN EN ISO 6468 – Jul. 1997   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

DDE (und Isomere)     ÖN EN ISO 6468 – Jul. 1997   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

DDT (und Isomere)     ÖN EN ISO 6468 – Jul. 1997   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

2.3.3 Pestizide III (Phenylharnstoffe)

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren                    Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Buturon               ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Chlorbromuron         ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Chlortoluron          ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Diuron                ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Hexazinon             ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Isoproturon           ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Linuron               ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Metobromuron          ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Metoxuron             ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Monolinuron           ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Monuron               ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Neburon               ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Bromoxynil und

Bromoxynilester

____________________________________________________________________

(als Bromoxynil)      ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Ioxynil               ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

2.3.4 Pestizide IV (Phenoxyalkancarbonsäuren)

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren                    Einheit   MBG

____________________________________________________________________

2,4-Dichlorphenoxy-

essigsäure

(2,4-D), Salze und

Ester

____________________________________________________________________

(als 2,4-D)           ÖN EN ISO 15913 – Mai 2003   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Dichlorprop

(2,4-DP), Salze und

Ester

____________________________________________________________________

(als 2,4-DP)          ÖN EN ISO 15913 – Mai 2003   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

4Chlor-2methyl-

phenoxyessigsäure

(MCPA), Salze und

Ester

____________________________________________________________________

(als MCPA)            ÖN EN ISO 15913 – Mai 2003   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

4-(4Chlor-2methyl-

phenoxy)buttersäure

(MCPB), Salze und

Ester

____________________________________________________________________

(als MCPB)            ÖN EN ISO 15913 – Mai 2003   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Mecoprop (MCPP),

Salze und Ester

____________________________________________________________________

(als MCPP)            ÖN EN ISO 15913 – Mai 2003   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

2,4,5-Trichlor-

phenoxyessigsäure

(2,4,5-T), Salze und

Ester

____________________________________________________________________

(als 2,4,5-T)         ÖN EN ISO 15913 – Mai 2003   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Dicamba               ÖN EN ISO 15913 – Mai 2003   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

2.3.5 Pestizide V (saure Herbizide)

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren *3)                Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Bentazon              ÖN EN ISO 15913 – Mai 2003   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Dinoseb-acetat        -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Metazachlor           ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Methoxychlor          ÖN EN ISO 6468 – Jul. 1997   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Orbencarb             -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Pyridat und 6Chlor-

4hydroxy-3phenyl-

pyridazin

____________________________________________________________________

(als Pyridat

(CL9673))             -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

2.3.6 Pestizide VI

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren *4)                Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Bromacil              ÖN EN ISO 11369 – Mai 1998   myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Dichlobenil           -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Metalaxyl             -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Pirimicarb            -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Triadimefon           ÖN EN 12918 – Nov. 1999      myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Triadimenol           -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

2.3.7 Pestizide VII (Sulfonylharnstoffe)

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren *4)                Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Amidosulfuron         -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Metsulfuron-methyl    -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Nicosulfuron          -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Primisulfuron-methyl  -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Rimsulfuron           -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Thifensulfuron-

methyl                -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Triasulfuron          -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Triflusulfuron        -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

2.3.8 Pestizide VIII

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren *4)                Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Aclonifen             -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Clomazon              -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Deltametrin           -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Dimethenamid          -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Fluazifop-p-butyl     -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Fluroxypyr-1methyl-

heptylester           -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Metamitron            -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Quizalofop-methyl     -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Prosulfocarb          -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

2.3.9 Pestizide IX

____________________________________________________________________

Parameter             Verfahren *4)                Einheit   MBG

____________________________________________________________________

Carbetamid            -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Fenoxyprop            -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Flufenacet            -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Fluroxypyr            -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Isoxaflutol           -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Metosulam             -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

Quizalofop            -                            myg/l     0,1

____________________________________________________________________

____________________________________________________________________

*2) Frei wählbar nach international anerkannten Methoden. Dieses ist zu dokumentieren.

*3) Die Analysen sind grundsätzlich unter sinngemäßer Anwendung einschlägiger und international anerkannter, bewährter Methoden durchzuführen bzw. nach Methoden, deren Gleichwertigkeit nachgewiesen ist. Mit dem jeweiligen Analyseverfahren muss jedenfalls die angeführte Mindestbestimmungsgrenze erreicht werden. *4) Vgl. Fußnote 3.

Abschnitt römisch vier

Qualitätssicherung

Das gemäß Paragraph 24, Absatz 3, zu betreibende Qualitätssicherungssystem hat jedenfalls folgende Maßnahmen der internen Qualitätskontrolle durch die befugten bzw. akkreditierten Personen bzw. Institutionen, die die Probenahme bzw. Analysen durchführen, zu umfassen:

  • Strichaufzählung
    Erarbeitung einer Standard Operation Procedure (SOP) für Probenahme (einschließlich Gebindevorbereitung, Probenkonservierung und -transport);
  • Strichaufzählung
    Angabe der für die Analysen/Rückstellproben erforderlichen Probenvolumina durch das Analysenlabor;
  • Strichaufzählung
    Durchführung von Probenahme und Analytik durch qualifiziertes Personal;
  • Strichaufzählung
    vollständige Erhebung des Ortsbefundes;
  • Strichaufzählung
    genaue Beschreibung der angewandten Analyseverfahren unter Verweis auf die zugrunde liegende Verfahrensnorm bzw. Verfahrensvorschrift und jederzeit einsehbare, nachvollziehbare Dokumentation aller Analysenschritte;
  • Strichaufzählung
    Durchführung problemorientierter Kalibrierungen unter Einbeziehung sämtlicher Probenvorbereitungsschritte im Sinne der ÖN DIN 32645 März 1996;
  • Strichaufzählung
    Ermittlung der Verfahrenskenndaten des Routinebetriebes im Sinne der ÖN DIN 32645 März 1996, insbesondere:
    1. Litera i
      analytische Nachweisgrenze unter Einbeziehung sämtlicher Probenvorbereitungsschritte;
    ii. analytische Bestimmungsgrenze für das Gesamtverfahren (Probenvorbereitung und Analyse);
    iii. 95%-Vertrauensbereich der analytischen Bestimmungsgrenze;
    iv. obere Grenze des Arbeitsbereiches des Verfahrens;
    1. Litera v
      Steigung der Kalibriergeraden;
    vi. Reststandardabweichung;
    vii. Relative Verfahrensstandardabweichung in der Mitte des Kalibrierbereiches;
  • Strichaufzählung
    bei Verfahren mit gesonderter Probenvorbereitung die Ermittlung der mittleren Wiederfindungsraten;
  • Strichaufzählung
    regelmäßige Durchführung von Blindwertüberprüfungen;
  • Strichaufzählung
    regelmäßige Überprüfung der Wiederfindungsraten;
  • Strichaufzählung
    regelmäßige Kontrolle der analytischen Verfahren mit zertifizierten Standards oder Referenzmaterialien (Rückführbarkeit und Richtigkeit);
  • Strichaufzählung
    laufende Kontrolle der Gleichmäßigkeit der analytischen Verfahren durch Messung von Kontrollstandards im Bereich der am häufigsten gemessenen Konzentrationen in Realproben; Führen entsprechender Kontroll- und Regelkarten und Dokumentation aller ergriffenen Maßnahmen im Falle der Überschreitung der definierten Eingriffsgrenzen;
  • Strichaufzählung
    laufende Durchführung von Mehrfachbestimmungen;
  • Strichaufzählung
    laufende Durchführung von Plausibilitätskontrollen;
  • Strichaufzählung
    laufende erfolgreiche Teilnahme an einschlägigen anerkannten Ringversuchen und Laborvergleichstests;
  • Strichaufzählung
    laufende Überprüfung der Vollständigkeit der bearbeiteten Proben und der beauftragten Untersuchungen;
  • Strichaufzählung
    schriftliche Dokumentation von Probenahme und Probelauf einschließlich näherer Informationen über Eingang der Proben, Zeitpunkt der Analysen, allfällige aufgetretene Störungen, und weitere verfahrenstypische systematisch geordnete Informationen;
  • Strichaufzählung
    laufende Dokumentation aller Maßnahmen und Ergebnisse der internen Qualitätskontrolle in einem Qualitätssicherungshandbuch festzuhalten. Die Erstellung dieses Qualitätssicherungshandbuches hat unter Zugrundelegung der ÖN EN ISO 17025-2005 zu erfolgen. Die Dokumentation ist laufend fortzuschreiben und mindestens zehn Jahre einsehbar aufzubewahren.
  • Strichaufzählung
    Gewährleistung der laufenden Einhaltung der im Qualitätssicherungshandbuch getroffenen Festlegungen, insbesondere das Arbeiten nach validierten Analysenmethoden.
Die Definitionen der messtechnischen Begriffe sind der Normvorschrift „Chemische Analytik – Nachweis-, Erfassungs- und Bestimmungsgrenzen – Ermittlung unter Wiederholungen – Begriffe, Verfahren, Auswertung“ (ÖN DIN 32645 März 1996) zu entnehmen.

Zuletzt aktualisiert am

31.01.2011

Gesetzesnummer

20005172

Dokumentnummer

NOR40085615