Rechtstracker.at

§ 2b

Fassungen
19.01.2003 bis 30.06.2007
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
§ 2b19.01.200330.06.2007 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 37/2007

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Erweiterter Schutz der Verkehrsopfer

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 322 aus 1977, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 37 aus 2007,

Typ

BG

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 2 b

Inkrafttretensdatum

19.01.2003

Außerkrafttretensdatum

30.06.2007aufgehoben durch BGBl. I Nr. 37/2007

Index

20/07 Schadenersatz, Haftpflicht

Text

Paragraph 2 b, (1) Ersatzleistungen gemäß Paragraph eins, Absatz 3 a, sind für Schäden zu erbringen, die Personen mit Sitz oder Wohnsitz im Inland in einem anderen Staat, dessen nationales Versicherungsbüro (Artikel eins, Ziffer 3, der Richtlinie 72/166/EWG, ABl. Nr. L 103 vom 2. Mai 1972, S 1) dem System der Grünen Karte beigetreten ist, mit einem Fahrzeug zugefügt worden sind, das seinen gewöhnlichen Standort in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum hat und das beim Sitz oder einer in einem anderen Vertragsstaat gelegenen Zweigniederlassung eines Versicherungsunternehmens mit Sitz in einem anderen Vertragsstaat oder bei der in einem anderen Vertragsstaat gelegenen Zweigniederlassung eines Versicherungsunternehmens mit Sitz außerhalb der Vertragsstaaten versichert ist.

  1. Absatz 2,Ein Anspruch auf Leistungen gemäß Absatz eins, besteht, wenn
    1. Ziffer eins
      das Versicherungsunternehmen oder sein nach Artikel 4, Absatz eins, der Richtlinie 2000/26/EG (ABl. Nr. L 181 vom 20. Juli 2000, S 65) bestellter Schadenregulierungsbeauftragter die Pflichten nach Artikel 6, Absatz eins, zweiter Unterabsatz Litera a, der Richtlinie 2000/26/EG nicht rechtzeitig erfüllt hat,
    2. Ziffer 2
      das Versicherungsunternehmen für das Inland keinen Schadenregulierungsbeauftragten nach Artikel 4, Absatz eins, der Richtlinie 2000/26/EG (ABl. Nr. L 181 vom 20. Juli 2000, S 65) bestellt hat und der Geschädigte seinen Anspruch nicht unmittelbar gegenüber dem Versicherer geltend gemacht hat.
  2. Absatz 3,Der Anspruch ist im Fall des Absatz 2, Ziffer eins, innerhalb von vier Wochen nach Ablauf der in Artikel 6, Absatz eins, zweiter Unterabsatz Litera a, der Richtlinie 2000/26/EG festgesetzten Frist und im Fall des Absatz 2, Ziffer 2, innerhalb von vier Wochen ab dem Zeitpunkt geltend zu machen, zu dem der Geschädigte davon Kenntnis erlangt hat oder erlangen hätte müssen, dass kein Schadenregulierungsbeauftragter bestellt ist. Ein Anspruch besteht nicht, wenn der Geschädigte gegen den Schädiger oder den Versicherer gerichtliche Schritte eingeleitet hat.
  3. Absatz 4,Der Anspruch auf eine Leistung gemäß Absatz eins, erlischt, wenn das Versicherungsunternehmen oder der Schadenregulierungsbeauftragte die Pflichten nach Artikel 6, Absatz eins, zweiter Unterabsatz Litera a, erfüllt.
  4. Absatz 5,Der Geschädigte kann gegenüber dem Fachverband der Versicherungsunternehmen gerichtlich nur geltend machen, dass die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Leistung gemäß Absatz eins bis 3 vorliegen und der Anspruch noch nicht erloschen ist.
  5. Absatz 6,Die Paragraphen 4, 6 und 7 sind auf Leistungen gemäß Absatz eins, nicht anzuwenden.

Anmerkung

EG/EU: Art. I, BGBl. I Nr. 11/2002

Zuletzt aktualisiert am

07.10.2026

Gesetzesnummer

10002406

Dokumentnummer

NOR40026774

European Legislation Identifier (ELI)

https://ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1977/322/P2b/NOR40026774