Kurztitel
Lehrpläne - Pädagogische Akademie
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 17/1986 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 409/2001Bundesgesetzblatt Nr. 17 aus 1986, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 409 aus 2001,
Index
64/02 Bundeslehrer, 70/02 Schulorganisation, 70/07 Schule und Kirche
Text
Israelitische Religionspädagogik
Lehrstoff:
Der Lehrstoff für alle sechs Semester gliedert sich in folgende
Teile:
Hebräische Grammatik und Sprache sowie Übersetzungen aus der Heiligen Schrift.
Religionsphilosophie, Morallehre, Soziallehre, Liturgie, Riten und Gebräuche.
Pädagogik und religiöse Soziologie.
Bei dem folgenden Lehrplan ist auf diese Gliederung Rücksicht genommen.
Jüdische Geschichte von der Weltschöpfung bis 701 vor der bürgerlichen Zeitrechnung. - Übersetzung leichter Texte aus dem Pentateuch. - Hebräische Grammatik. - Übungen in der lebenden hebräischen Sprache. - Gebräuche im Hause. - Übersetzungen von Gebeten. - Von der Religion im allgemeinen: Was ist Religion? Die Definition der Religion. Ziel und Bedeutung der Religion. Religion und Wissenschaft.
Jüdische Geschichte von 701 bis 70 nach der bürgerlichen Zeitrechnung. - Übersetzung ausgewählter Texte von den ersten Propheten. - Hebräische Grammatik. - Übungen in der lebenden hebräischen Sprache. - Gebetstücke aus dem Sabbatgebetbuch. - Gebräuche in der Synagoge. - Die Heilige Schrift. - Die Tradition. - Religionskodexe (Maimonides, Schulchan Aruch). - Grundideen der jüdischen Religion. - Die Wahrheit der jüdischen Religion. - Der Gottesbegriff. - Die jüdische Lehre über den Menschen.
Jüdische Geschichte von 70 post bis 1492 (Austreibung der Juden aus Spanien). - Aufgaben der jüdischen Erziehung. - Übersetzung ausgewählter Psalmen. - Übungen in der lebenden hebräischen Sprache.
Gebetstücke aus den Feiertagsgebetbüchern. - Liturgie. - Geographie
Israels und Geschichte der Entstehung Israels. - Der Ritus. - Die Bedeutung der Riten. - Der Gottesdienst. - Geschichtliche Freuden- und Trauertage. - Der gute und böse Trieb. - Die Seele. - Jenseits und Auferstehung. - Begriff und Bedeutung der Auserwähltheit. - Stellung des Judentums zu den anderen Völkern.
Jüdische Geschichte von 1492 bis zur Gegenwart. - Aufgaben der jüdischen Erziehung. - Übersetzungen aus den späteren Propheten und aus den philosophischen Büchern der Heiligen Schrift. - Übungen in der lebenden hebräischen Sprache. - Messianismus. - Morallehre:
Grundsätze der jüdischen Moral (Zehn Gebote, 3. Buch Moses, 19. Kapitel). Moralische Pflichten des einzelnen gegenüber der Gesellschaft (Zitate aus der Bibel und der talmudischen Literatur). - Symbole des religiösen Lebens (Talit Defilin Mesusa). - Speisegesetze. - Soziale Institutionen (Die Familie, die Kultusgemeinde, die Chewra Kadischa). - Jüdische soziale Weltorganisationen. - Religiöse Probleme in der Pubertätszeit. - Trauerriten.
Im Laufe von zwei Semestern soll jeder Studierende beim jüdischen Religionsunterricht zumindest zweimal hospitieren.