Kurztitel
Lehrpläne - Pädagogische Akademie
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 17/1986 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 409/2001Bundesgesetzblatt Nr. 17 aus 1986, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 409 aus 2001,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage
Anl. 1/48Anlage eins /, 48
Index
64/02 Bundeslehrer, 70/02 Schulorganisation, 70/07 Schule und Kirche
Text
MATHEMATIK
Lehrstoff:
Ziele und Aufgaben des Mathematikunterrichts der Volksschule, insbesondere als problemorientiertes Handeln, als Beitrag zur Sprach- und Begriffsentwicklung, als Möglichkeit zu logischer Denkschulung, als rationale Bewältigung der Umwelt und als Anregungsfeld für kreatives Verhalten.
Sicherung der für den Unterricht in der Volksschule inklusive der Vorschulstufe notwendigen fachlichen Voraussetzungen in den einzelnen Lernbereichen des Mathematikunterrichts; Erweiterung und Vertiefung der Kenntnisse über die Teilbereiche; Menge - Zahl (kardinaler und ordinaler Aspekt), Zahlenbereiche; Zahlenoperationen, Rechengesetze und schriftliche Rechenverfahren; Relationen, Gleichungen und Ungleichungen; Bearbeiten von Problemen in Sachsituationen;
geometrische Grunderfahrungen, Umfang- und Flächenberechnung;
spielerischer Umgang mit Zahlen, Flächen und Körpern; logische Spiele; Mathematik im Hinblick auf das Grundschulkind;
sachstrukturelle und psychologische Zusammenhänge; Entwicklung des mathematischen Denkens (Stadien der Intelligenz- und Denkentwicklung sowie der Raumvorstellung, Stadien des Problemlösens), operative Lernprinzipien im Mathematikunterricht; Repräsentationsformen mathematischer Sachverhalte (handlungsorientierte, bildhafte und symbolische Darstellungen).
Inhalte und Methoden der Lernbereiche des Mathematikunterrichts:
Schwerpunktsetzungen und Zielgewichtung im Zusammenhang mit der Stoffauswahl; fachspezifische Modelle zur Zahlbegriffsbildung (zB Zuordnen, Mächtigkeitsvergleiche, Bündeln, Zählen, Darstellungsformen von Zahlen) und zur Erweiterung von Zahlenbereichen (Bündeln - Stellenwertsystem, Größen, Zahlenstrahl); grundschulgemäße Anleitungs- und Übungsformen zur Ausbildung von Raumvorstellungen (einfache Orientierungsübungen, Lagebeziehungen, Hantieren mit Flächen und Körpern durch Falten, Kneten, Ausschneiden); Veranschaulichungsmodelle zur Erarbeitung von Zahlenoperationen und entsprechender Rechenregeln und -verfahren (Mengenbilder, Rechenbaum, Stellenwerttafel, Zahlenstrahl) sowie Herausstreichen der Bedeutung des Schätzens bzw. überschlagenden Rechnens; Zugänge zur Gewinnung von Möglichkeiten der Schaffung von Modellvorstellungen im Bereich der Größen; Darstellen von Modellen und Hilfen zur Lösung von Sachsituationen (Textgestaltung, graphische Darstellung, vorhandene Zahlen und Größen, Reduktion auf kleine Zahlen als Lösungshilfe, überschaubare Zahlen, sprachliche Formulierung und entsprechende mathematische Operation); Möglichkeiten der Schulung des Beziehungsdenkens (zB Zuordnen) und Darstellen von Modellen, die zum Erkennen mathematischer Zusammenhänge in Sachsituationen hinführen (zB Tabelle, Operator); Veranschaulichungsformen der Bruchzahl und Möglichkeiten der Einführung in das Wesen der Bruchzahl (Bruch als Teil von Flächen, Mengen, Bruch als Division, Bruch als Verhältnis von Teilen zum Ganzen).
Möglichkeiten des spielerischen Umgangs mit Zahlen, Flächen und Körpern (etwa Zahlenrätsel, Zahlenfolgen, Strategiespiele, Torspiele, Labyrinthspiele, Bauen mit Würfeln; Bauen, Kneten, Schneiden und Basteln mit verschiedenen Materialien; Faltschnitte, Bandornamente; Tangram, Soma-Würfel); geometrische Grunderfahrungen, zB Lagebeziehungen zwischen Gegenständen der Umwelt, Formen von und an Gegenständen; Zeichnen und Handhabung von Zeichengeräten; Messen und Rechnen mit Längen und Flächen; Methodenkonzeptionen des Mathematikunterrichts im Zusammenhang mit ihren Voraussetzungen;
Prinzip des aktiven Lernens und operatives Vorgehen;
Integrationsprinzip; anwendungsorientierter Mathematikunterricht;
Prinzip der Stabilisierung; Spiralprinzip; Variation der Veranschaulichung.
Fachspezifische Unterrichtsplanung: Modelle von Unterrichtseinheiten aus verschiedenen Bereichen des Mathematikunterrichts auf Grund mathematischer und didaktischer Analysen; praxisgerechte Formen der Unterrichtsplanung; Technik der mittel- und langfristigen Planung; Gestaltung von Förderstunden.
Unterrichtsmedien und -materialien: Herstellen und Anwenden von Lehr- und Lernmaterialien; Analyse und Beurteilung von Mathematikbüchern; Anwendbarkeit von Lernprogrammen im Mathematikunterricht; Tests; Probleme und Formen
der Leistungsbeurteilung.
Literaturverarbeitung: Befähigung zur kritischen Auseinandersetzung mit einschlägiger Fachliteratur und zur selbständigen Anwendung im Unterricht.