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HAUSWIRTSCHAFT
(einschließlich Gesundheitslehre und Kinderpflege)
Lehrstoff:
Ernährungslehre:
Biochemie: Organische und anorganische Naturstoffe für die menschliche Ernährung; Enzyme und Hormone als Träger der Lebensfunktionen; intermediärer Stoffwechsel.
Ernährungsphysiologie: Erhaltungs- und Leistungsstoffwechsel; physiologischer Bedarf von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten.
Allgemeine Ernährungslehre: Zusammensetzung und physiologische Bedeutung der Nähr- und Genußstoffe; Ermittlung der biologischen Wertigkeit von Nährstoffträgern; Aufwertungsmöglichkeiten; Auswirkungen von Umwelteinflüssen und Ernährungsgewohnheiten auf den Ernährungszustand; Richtlinien für die Zusammensetzung von Speisenfolgen.
Ernährungsprobleme: Proteinmangel und Überschuß; Fettkonsum; Mangel an Vitaminen, Mineral- und Faserstoffen; Genußmittelkonsum.
Lebensmittelkunde:
Einführung in das Lebensmittelgesetz.
Nahrungsmittel: Eiweißträger, Fette, Kohlenhydratträger, vitamin- und mineralstoffreiche Nahrungsmittel (Arten, Zusammensetzung, Nährwert, Lagerung, Verwendungsmöglichkeiten); Gewürze und Gewürzkräuter; Genußmittel; Produktions-, Verarbeitungs- und Konservierungsmethoden; Bedeutung der Halbfertig- und Fertigprodukte bei der Nahrungszubereitung.
Diätetik:
Zusammenhänge zwischen Ernährung und Volksgesundheit; Kostformen für Gesunde unter Berücksichtigung verschiedener Altersgruppen, insbesondere für Kinder, Jugendliche und alte Menschen; Kostformen bei unterschiedlicher körperlicher und geistiger Belastung;
Richtlinien für allgemeine Schonkost; Diäten bei Stoffwechselerkrankungen, insbesondere für Diabetiker, Herz- und Kreislaufkranke; Aufbau- und Reduktionskosten;
Fehlernährungsprobleme.
Ernährungstechnologie:
Koordinierung und Umsetzung der physiologischen und ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse; Zusammenhänge zwischen Grundregeln der Zubereitung und Nährstoffveränderungen; Funktion des Klebers beim Backvorgang; Eiweißgerinnung; Wasserbindefähigkeit von Eiweiß; Beurteilung der biologischen Wertigkeit von Eiweißträgern; küchentechnische Maßnahmen zur Förderung oder Hemmung der Enzymaktivität; Auswertung der besonderen Eigenschaften der Stärke aus küchentechnischer Sicht; Pektinstoffe und ihre sachgemäße Verwendung; Nutzbarkeit und negative Auswirkungen der Plasmolyse;
Anwendbarkeit der verschiedenen Gärungsformen; Grundregeln der Fettbehandlung; die Bedeutung des Schmelzbereiches der Fette für die Verarbeitung; gesundheitliche Konsequenzen falscher Fettverarbeitung;
küchentechnische Maßnahmen zur Erhaltung des Vitamin- und Mineralstoffgehaltes von Lebensmitteln; Aufwertungsmöglichkeiten. Funktion des Wassers als Transport- und Lösungsmittel; Probleme der Verwendung von natürlichen und synthetischen Geruchs- und Geschmacksstoffen; Kennenlernen verschiedener Ursachen für die Entstehung von Giftstoffen in Lebensmitteln; die Verschiebung des Siedepunktes durch Druckveränderung; Energie- und fettsparende Arbeitsmaterialien; Einfluß der Garmachungstechnik auf den Nährstoffgehalt der Nahrung; Lagerhaltung; Krisenbevorratung; Zusammenhänge zwischen Lebensmitteltechnologie und biologischer Wertigkeit. Der Unterricht im Rahmen der Studienveranstaltungen „Ernährungstechnologie'' und „Küchenpraxis'' ist als Einheit zu sehen.
Gesundheitslehre:
Funktionelle Anatomie und Physiologie der menschlichen
Organsysteme: Bewegungsapparat, Stoffwechselorgane, Blut und Kreislauf, Atmungsorgane, Verdauungssystem, Ausscheidungsorgane, Geschlechtsorgane; Nervensystem; Sinnesorgane; Neurosekretion, Immunsystem. Humangenetik und Erbhygiene; Embryonalentwicklung, Schwangerschaft und Geburt; neue Wege im Bereich der Geburtshilfe;
ethische, psychologische und soziale Probleme des Sexuallebens;
Geburtenregelung; Maßnahmen des Staates zum Schutze von Mutter und Kind; mechanische, chemische und physikalische Einflüsse auf die Gesundheit; Maßnahmen zur Gesunderhaltung des Menschen in den Bereichen Wohnen, Freizeit, Straßenverkehr und Arbeitsplatz;
Zivilisationskrankheiten; psychosomatische Gesundheit;
Ganzheitskosmetik; Schädigungen durch Genußgifte; Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens.
Kinder- und Krankenpflege:
Körperbau und Lebensvorgänge des Säuglings und Kleinkindes; Eltern-Kind-Beziehung; Familienrecht; Ernährung und Pflege des Säuglings und Kleinkindes; Maßnahmen zur Verhütung von Fehlernährung und Pflegeschäden beim Säugling und Kleinkind; natürliche und medizinische Maßnahmen zur Aktivierung der Abwehrkräfte des menschlichen Körpers; Krankheitssymptome; Infektionskrankheiten;
psychosomatische Störungen als mögliche Krankheitsursachen;
Parasiten, parasitäre Erkrankungen: Vorbeugung, Behandlung;
angewandte Hauskrankenpflege für alle Altersstufen; Umgang mit Medikamenten und alternativen Heilmitteln; Hausapotheke, Auto- und Reiseapotheke; Pflege und Betreuung des alten Menschen; Einrichtungen für den Behinderten im Wohn- und Arbeitsbereich;
Behindertenbetreuung; Unfallverhütung in den Bereichen Wohnen, Freizeit, Straßenverkehr, Arbeitsplatz und Schule.
Ökonomie und Technologie des Haushaltes:
Soziale und ökonomische Funktion des Familienhaushaltes; Aufgaben und Leistungsstruktur des Haushaltes; Haushaltsformen; Arbeitsplanung und Arbeitsteilung im Haushalt; Mittel zur Aufgabenerfüllung im Haushalt (Geld, Güter, Dienstleistungen, Rechte).
Haushalt und Umwelt: Energieprobleme, Abfallbeseitigung, Lärmschutz, Luftverschmutzung; Konsum- und Konsumentenverhalten;
Werbung und Information; Hilfen und Beratungsmöglichkeiten;
Bevorratung im Haushalt; Technologie der im Haushalt verwendeten Materialien; Pflege- und Reinigungsmaterialien, Arbeitsgeräte und Maschinen; Gefahren und Unfallverhütung; Ausstattung und Einrichtung von Räumen, Kriterien für die Auswahl (Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, ästhetische Komponente).
Küchenpraxis:
Einführung in den Küchenbetrieb. Richtlinien für Einkauf, Lagerung und Verrechnung von Lebensmitteln; grundlegende Arbeitstechniken, Arbeitsanalysen, Zeitstudien, Arbeitsabläufe, Arbeitsorganisation; Funktion der Küchengeräte und Maschinen des Haushaltes; Anwendung der verschiedenen Grundzubereitungsarten; Grundteigarten und ihre Abwandlung; Zubereitung von einfachen Gerichten unter besonderer Berücksichtigung bodenständiger Speisen; Zubereitung von einfachen Jausen- und Mixgetränken; Abänderungen und Erweiterungen der Grundrezepte für die Feinküche; Spezialitäten der heimischen und internationalen Küche; Abwandlungsmöglichkeiten von Gerichten nach persönlichen, gesundheitlichen, ökonomischen und jahreszeitlichen Gegebenheiten unter Einbeziehung der Kreativität; Verwendung von Rohprodukten, Halbfertig- und Fertigfabrikaten; Herstellung von Schnellgerichten; zeitgemäße Konservierungsmethoden; Übungen im Zusammenstellen von Speisenfolgen und Erstellen von Lebensmittelmengen für einzelne Speisen; Wareneinsatz- und Nährwertberechnungen.
Servierkunde:
Grundlegende Anforderungen an Eß- und Tischkultur.
Tischinventar: Tischwäsche, Speise- und Anrichtegeschirr, Gläser, Bestecke und sonstige Serviergeräte; Grundgedeck, systematischer Aufbau; Gedeckvarianten nach gegebenen Speisenfolgen; Tisch- und Raumgestaltung für verschiedene Anlässe.
Tafelformen: Mise-en-place; Tisch- und Menükarten; sonstiger Tischschmuck. Grundregeln des Servierens; Servierarten und ihre praktische Anwendung. Üben der grundlegenden Handgriffe; Servieren verschiedener Mahlzeiten; Getränkeservice; das Buffet.
Übungen zur Ökonomie und Technologie des Haushaltes:
Grundlegende Arbeitstechniken im Wohn- und Arbeitsbereich des Haushaltes unter Berücksichtigung organisatorischer und ökonomischer Aspekte; Arbeitsplanung; Arbeitsablauf; fachgemäße Anwendung von Pflege- und Reinigungsmitteln; vergleichende Kostenberechnung; Pflegearbeiten im Wohn- und Arbeitsbereich des Haushaltes; Pflege und Reinigung der Wäsche und Bekleidung; Pflege von Zimmerpflanzen, Zier- und Nutzgarten; Pflege und Anordnung von Schnittblumen.
FACHDIDAKTIK HAUSWIRTSCHAFT
Lehrstoff:
Analyse und Interpretation des Lehrplanes der Hauptschule und des Polytechnischen Lehrganges; die Lehrstoffverteilung im Hinblick auf äußere und innere Differenzierung; Probleme und Kriterien der Auswahl und Anordnung des Lehrstoffes; die Gestaltung einer Unterrichtseinheit, ihre Vor- und Nachbereitung; Organisatorische und didaktisch-methodische Möglichkeiten der Unterrichtsvorbereitung im Hinblick auf die Koordination des theoretischen mit dem praktischen Unterricht; fachspezifischer Einsatz der Lehr- und Lernmittel und der Schulbücher; fachspezifische Maßnahmen zur Sicherung des Unterrichtsertrages; Lehrübungen und anschließende Unterrichtsanalysen; Kenntnis der Fachliteratur; Anregungen zum Selbststudium; Behandlung von Problemen der Marktorientierung und des Umweltschutzes; Orientierung auf dem Arbeitsmittelmarkt, Lehrmittel- und Medienmarkt; Kenntnis der die Arbeitsmethoden und Arbeitsmittel betreffenden Vorschriften; Aufbau von Lehrmittelsammlungen;
Kassaführung und Rechnungslegung im Hauswirtschaftsunterricht;
Einrichtung und Instandhaltung von Lehrküchen und Nebenräumen.