Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Kurztitel
Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Wasseraufbereitung
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 892/1995 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 60/2024Bundesgesetzblatt Nr. 892 aus 1995, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 60 aus 2024,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage
Anl. 1Anlage eins
Abkürzung
AEV Wasseraufbereitung
Index
81/01 Wasserrechtsgesetz 1959
Text
ANLAGE A
Emissionsbegrenzungen gemäß § 1Emissionsbegrenzungen gemäß Paragraph eins | |
I)römisch eins) | II)römisch zwei) |
Anforderungen an Einleitungen in ein FließgewässerAnforderungen an Einleitungen in ein, Fließgewässer | Anforderungen an Einleitungen in eine öffentliche Kanalisation |
A.1 | Allgemeine Parameter | | |
|
| 30 ºC | 35 ºC |
|
GF,Ei a) | 2 | keine Beeinträchtigungen der biologischen Abbauvorgänge |
|
| 30 mg/l | 150 mg/l |
| Stoffe b) | c) | d) |
|
| 6,5-8,5 | 6,5-9,5 |
| | | |
A.2 | Anorganische Parameter | | |
|
| 2 mg/l | durch abfiltrierbare Stoffe |
| ber.ber als A1 | c) | begrenzt |
|
| 0,1 mg/l | 0,1 mg/l |
| ber.ber als As | | |
| e)Litera e | | |
|
| 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber.ber als Pb | | |
| e)Litera e | | |
|
| 0,1 mg/l | 0,1 mg/l |
| ber.ber als Cd | | |
| e)Litera e | | |
|
| 2,0 mg/l | durch abfiltrierbare |
| ber.ber als Fe | | Stoffe begrenzt |
|
| 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber.ber als Cu | | |
| e)Litera e | | |
|
| 1,0 mg/l | durch abfiltrierbare |
| ber.ber als Mn | | Stoffe begrenzt |
| e)Litera e | | |
|
| 0,01 mg/l | 0,01 mg/l |
| ber.ber als Hg | | |
| e)Litera e | | | |
|
| 2,0 mg/l | 2,0 mg/l | |
| ber.ber als Zn | | | |
| e)Litera e | | | |
|
| 0,2 mg/l | 0,2 mg/l | |
| ber.ber als Cl2 | | | |
| f)Litera f | | | |
|
| durch GF | – | |
| ber.ber als Cl | begrenzt | | |
|
| 20 mg/l | – | |
| Stickstoff | h) | | |
| ber.ber als N | | | |
| g)Litera g | | | |
|
| 2,0 mg/l | – | |
| Phosphor | | | |
| ber.ber als P | | | |
|
| – | 200 mg/l, i) | |
| ber.ber als SO4 | | |
| | | |
| | | |
| | | |
| | | | |
A.3 | Organische Parameter | | | |
|
| 30 mg/l | – | |
| Kohlenstoff, TOC | | | |
| ber.ber als C | | | |
|
| 90 mg/l | – | |
| stoffbedarf, CSB | | | |
| ber.ber als O2 | | | |
|
| 20 mg/l | – | |
| stoffbedarf, | | | |
| BSB5 | | | |
| ber.ber als O2 | | | |
|
| 0,2 mg/l | 0,2 mg/l | |
| Halogene (AOX) | j) | j) | |
| ber.ber als Cl | | | |
|
| 1,0 mg/l | keine nachteilige | |
| undund nichtion. | | Beeinflussung des | |
| Tenside | | Kanal- und Klärbetriebes | |
| | | | |
Im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß § 4 Abs. 3 bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß § 4 Abs. 2 einzusetzen.Im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß Paragraph 4, Absatz 3, bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß Paragraph 4, Absatz 2, einzusetzen.
Die Festlegung für den Parameter Abfiltrierbare Stoffe erübrigt eine Festlegung für den Parameter Absetzbare Stoffe.
Die Anforderung gilt nicht bei der Rohwasserentnahme aus einem Fließgewässer
für Siebband- oder Siebtrommelabspritzwasser,
wenn die der Wasseraufbereitung zufließende Rohwassermenge nicht größer ist als 5% des Durchflusses Q95% an der Entnahmestelle und die Wasseraufbereitung nur mit mechanischen Verfahren (Siebung, Sedimentation, Filtration ohne Chemikalieneinsatz) erfolgt,
wenn die der Wasseraufbereitung zufließende Rohwassermenge größer ist als 5% des Durchflusses Q95% an der Entnahmestelle, lediglich mechanische Verfahren (Siebung, Sedimentation, Filtration ohne Chemikalieneinsatz) eingesetzt werden und zum Zeitpunkt der Entnahme an der Entnahmestelle ein Durchfluß herrscht, der größer ist als der größte Jahresmittelwasserdurchfluß (HJMQ siehe technische Norm betreffend „Hydrologie – Hydrographische Fachausdrücke und Zeichen“ gemäß Anlage A Abschnitt IV der MVW).wenn die der Wasseraufbereitung zufließende Rohwassermenge größer ist als 5% des Durchflusses Q95% an der Entnahmestelle, lediglich mechanische Verfahren (Siebung, Sedimentation, Filtration ohne Chemikalieneinsatz) eingesetzt werden und zum Zeitpunkt der Entnahme an der Entnahmestelle ein Durchfluß herrscht, der größer ist als der größte Jahresmittelwasserdurchfluß (HJMQ siehe technische Norm betreffend „Hydrologie – Hydrographische Fachausdrücke und Zeichen“ gemäß Anlage A Abschnitt römisch vier der MVW).
Als Rohwasserentnahmemenge gemäß Z 2 oder 3 ist jene Wassermenge maßgebend, die der wasserrechtlichen Bewilligung der Wasseraufbereitungsanlage zugrundeliegt. Als Q95% gilt jener Durchfluss, der an einer bestimmten Stelle oder in einem bestimmten Abschnitt eines Fließgewässers in einer mittleren Jahresdauerlinie an 347 Tagen erreicht oder überschritten wird.Als Rohwasserentnahmemenge gemäß Ziffer 2, oder 3 ist jene Wassermenge maßgebend, die der wasserrechtlichen Bewilligung der Wasseraufbereitungsanlage zugrundeliegt. Als Q95% gilt jener Durchfluss, der an einer bestimmten Stelle oder in einem bestimmten Abschnitt eines Fließgewässers in einer mittleren Jahresdauerlinie an 347 Tagen erreicht oder überschritten wird.
Im Einzelfall ist ein höherer Emissionswert zulässig, wenn sichergestellt ist, daß durch die Abwassereinleitung gemäß § 1 Abs. 1 keine Ablagerungen entstehen, die den Betrieb der Kanalisations- oder Abwasserbehandlungsanlage stören.Im Einzelfall ist ein höherer Emissionswert zulässig, wenn sichergestellt ist, daß durch die Abwassereinleitung gemäß Paragraph eins, Absatz eins, keine Ablagerungen entstehen, die den Betrieb der Kanalisations- oder Abwasserbehandlungsanlage stören.
Vorschreibung nur erforderlich, wenn das der Aufbereitung zugeführte Rohwasser mit diesem Inhaltsstoff belastet ist.
Die Festlegung für den Parameter Freies Chlor erübrigt eine Festlegung für den Parameter Gesamt-Chlor.
Summe aus Org. geb. Stickstoff, Ammonium-Stickstoff, Nitrit-Stickstoff und Nitrat-Stickstoff.
Die Emissionsbegrenzung ist einzuhalten, wenn der wasserrechtlichen Bewilligung der Abwasserreinigungsanlage eine Stundenzulauffracht des ungereinigten Abwassers von mehr als 1,5 kg Ges. geb. Stickstoff zugrundeliegt. Anstelle des Konzentrationswertes kann ein Mindestwirkungsgrad der Abwasserreinigungsanlage von größer als 75% vorgeschrieben werden. Der Mindestwirkungsgrad bezieht sich auf die der Abwasserreinigungsanlage zufließende bzw. die aus der Abwasserreinigungsanlage abfließende Fracht an Ges. geb. Stickstoff.
Im Einzelfall sind je nach Baustoffen und Mischungsverhältnissen im Kanal höhere Werte zulässig (technische Norm betreffend „Ausführung von Kanalanlagen“ gemäß Anlage A Abschnitt IV der MVW).Im Einzelfall sind je nach Baustoffen und Mischungsverhältnissen im Kanal höhere Werte zulässig (technische Norm betreffend „Ausführung von Kanalanlagen“ gemäß Anlage A Abschnitt römisch vier der MVW).
Ein Emissionswert von 1 mg/l gilt für Abwasser aus
der Abschlämmung von Flockungs- oder kombinierten Flockungs- und Fällungsanlagen
der Regeneration von Ionentauschern oder Aufbereitungsanlagen mit Membrantechnik (zB Ultrafiltration, Umkehrosmose).
Schlagworte
Kanalbetrieb, Siebbandabspritzwasser, Kanalisationsbehandlungsanlage, Flockungsanlage
Zuletzt aktualisiert am
11.11.2025
Dokumentnummer
NOR40260389