Rechtstracker.at

§ 4

Fassungen
22.11.1996 bis 16.02.2004 — BGBl. Nr. 635/1996 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
§ 422.11.199616.02.2004 BGBl. Nr. 635/1996 (Stammfassung) · aufgehoben durch BGBl. II Nr. 83/2004

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Fruchtsaftverordnung

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 635 aus 1996, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 83 aus 2004,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 4

Inkrafttretensdatum

22.11.1996BGBl. Nr. 635/1996

Außerkrafttretensdatum

16.02.2004aufgehoben durch BGBl. II Nr. 83/2004

Index

82/05 Lebensmittelrecht

Text

Herstellung von Fruchtsaft

Paragraph 4, (1) Zur Herstellung von Fruchtsaft dürfen unbeschadet des Paragraph 3, nur die folgenden Verfahren und Behandlungen angewendet werden:

  1. Ziffer eins
    das Mischen von Fruchtsäften einer oder mehrerer Fruchtarten oder Fruchtmark untereinander;
  2. Ziffer 2
    die Behandlung mit Stickstoff, Kohlendioxid, pektolytischen, proteolytischen und amylolytischen Enzymen, Speisegelatine, Tannin, Bentonit, Kieselsol, Kaolin, Kohle und inerten Filterhilfsstoffen;
  3. Ziffer 3
    die gebräuchlichen physikalischen Verfahren und Behandlungen wie thermische Behandlung, Zentrifugieren und Filtern.
  1. Absatz 2,Zur Herstellung von Traubensaft ist weiters zugelassen:
    1. Ziffer eins
      das Entschwefeln durch physikalische Verfahren;
    2. Ziffer 2
      das Klären mit Kasein, Eiklar und anderen tierischen Albuminen;
    3. Ziffer 3
      die teilweise Entsäuerung durch neutralen Kaliumtartrat oder durch kohlensauren Kalk, wobei der letztere kleine Mengen des Calciumdoppelsalzes der D-Weinsäure und der L-Apfelsäure enthalten kann.
    4. Ziffer 4
      die Behandlung mit Schwefeldioxid (E 220), Natriumsulfit (E 221), Natriumhydrogensulfit (Natriumbisulfit) (E 222), Natriumdisulfit (Natriumpyrosulfit oder Natriummetabisulfit) (E 223), Kaliumdisulfit (Kaliumpyrosulfit oder Kaliummetabisulfit) (E 224), Calciumsulfit (E 226) und Calciumhydrogensulfit (Calciumbisulfit) (E 227); jedoch darf der Gesamtgehalt des dem Letztverbraucher angebotenen oder an ihn abgegebenen Saftes an diesen Stoffen, ausgedrückt in Schwefeldioxid, 10 mg je Liter nicht übersteigen.
  2. Absatz 3,Zu Fruchtsaft mit Ausnahme von Birnen- und Traubensaft dürfen folgende Zucker(arten) zugesetzt werden:
    1. Ziffer eins
      für die Herstellung von Fruchtsaft gemäß Paragraph eins, Absatz eins, Ziffer 4, Litera a, :
      Halbweißzucker, Zucker (Weißzucker), raffinierter Zucker (raffinierter Weißzucker), kristallwasserhaltige oder kristallwasserfreie Dextrose, getrockneter Glukosesirup, Fruktose;
    2. Ziffer 2
      für die Herstellung von Fruchtsaft gemäß Paragraph eins, Absatz eins, Ziffer 4, Litera b, zusätzlich zu den in Ziffer eins, genannten Zucker(arten):
      Glukosesirup, Flüssigzucker, Invertflüssigzucker, Invertzuckersirup sowie eine wäßrige Saccharoselösung, die folgende Merkmale aufweist:
      1. Litera a
        Trockenmasse:
        mindestens 62 Gewichtshundertteile;
      2. Litera b
        Gehalt an Invertzucker (Quotient aus Fruktose und Dextrose:
        1,0 +- 0,2):
        höchstens 3 Gewichtshundertteile in der Trockenmasse;
      3. Litera c
        leitfähige Asche:
        höchstens 0,3 Gewichtshundertteile in der Trockenmasse;
      4. Litera d
        Farbe der Lösung:
        höchstens 75 ICUMSA-Einheiten;
      5. Litera e
        Rückstand an Schwefeldioxid:
        höchstens 15 mg/kg in der Trockenmasse;
  3. Absatz 4,Zu Fruchtsaft mit Ausnahme von Birnen- und Traubensaft dürfen die im Absatz 3, aufgezählten Zucker(arten) unter folgenden Bedingungen zugesetzt werden:
    1. Ziffer eins
      zur Korrektur eines natürlichen Mangels an Zucker in einer in Trockenmasse ausgedrückten Menge von nicht mehr als 15 g je Liter Saft;
    2. Ziffer 2
      zur Erzielung eines süßen Geschmacks bei Saft von Zitronen, Limetten, Bergamotten und schwarzen, roten oder weißen Johannisbeeren in einer in Trockenmasse ausgedrückten Menge von nicht mehr als 200 g je Liter, bei anderen Fruchtsäften von nicht mehr als 100 g je Liter Saft. Bei Apfelsaft ist die Zuckerung zur Erzielung eines süßen Geschmacks nicht zulässig.
  4. Absatz 5,Die Zuckerung und die Säuerung ein und desselben Fruchtsaftes müssen einander ausschließen.

Schlagworte

Birnensaft

Gesetzesnummer

10010952

Dokumentnummer

NOR12139217

Alte Dokumentnummer

N8199643814L