Kurztitel
Güterverkehr im Transit auf der Schiene und der Straße
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 823/1992 aufgehoben durch BGBl. III Nr. 98/2015Bundesgesetzblatt Nr. 823 aus 1992, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 98 aus 2015,
Index
99/02 Personen- und Gütertransport auf der Straße
Text
Anhang VAnhang römisch fünf
(zu Artikel 8)
ANGEBOT DER ÖBB FÜR ZUSÄTZLICHE KAPAZITÄT IM GÜTERTRANSIT DURCH
ÖSTERREICH (in Zügen)
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Zusätzliche
Achse Kapazitäten/Tag für
Transitgüterzüge
(in beiden Richtungen)
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sofort kurzfr. mittelfr. langfr.
Brennerachse 10 *1) 70 - 200 *5)
Tauernachse
Salzburg-Villach-Jesenice
oder Tarvisio 10 *2) 4 40 -
Pyhrn *3)-Schober-Achse
Passau-(Salzburg)-Selzthal-
Graz- Spielfeld/Straß 4 11 *4) 22 60
MÖGLICHE KAPAZITÄTSSTEIGERUNGEN IN SENDUNGEN BZW. TONNEN
Sofort:
Österreich hat seit dem 1. Dezember 1989 28 zusätzliche Güter- und Kombiverkehrszüge im Brennertransit eingesetzt. In diesen und den bereits vorher eingesetzten Güter- und Kombiverkehrszügen gibt es noch so viele freie Kapazitäten, daß ca. 25% des Straßengütertransits schon heute von der Schiene übernommen werden könnten.
Kurzfristig:
Der gesamte kurzfristige Ausbau wird die Bahnkapazitäten im Transit durch Österreich mehr als verdoppeln. Ab 1994 steht damit - je nach eingesetzter Kombiverkehrstechnik - eine jährliche zusätzliche Kapazität von 1,1 bis 1,6 Millionen Sendungen oder mehr als 20 Millionen Gütertonnen pro Jahr im kombinierten Verkehr zur Verfügung.
Mittelfristig:
Bis 1996 wird durch den weiteren selektiven zweigleisigen Ausbau sowie sicherungstechnische und betriebstechnische Verbesserungen auf der Tauern- und Pyhrnachse diese Kapazität um weitere 700 000 bis 1,1 Millionen Sendungen pro Jahr erweitert.
Langfristig:
Bis zum Jahr 2000 wird der zweigleisige Ausbau auf der Pyhrn-Schober-Achse beendet sein. Ein Brennerbasistunnel zwischen 2005 und 2010 kann eine weitere Verdoppelung der Zugkapazitäten auf der Brennerroute bis zu 400 Zügen täglich sicher stellen. Ab dem Jahr 2010 kann sich damit die zusätzlich geschaffene Bahnkapazität im kombinierten Verkehr auf ein jährliches Gütervolumen je nach Kombiverkehrstechnik zwischen 50 und 80 Millionen Gütertonnen steigern.
Es ist zu verstehen unter:
sofort: verfügbar innerhalb der laufenden Fahrplanperiode
kurzfristig: verfügbar ab Ende 1994
mittelfristig: verfügbar ab Ende 1996
langfristig: verfügbar hinsichtlich der Pyhrn-Schober-Achse ab
Ende 2000, hinsichtlich der Brenner-Achse ab Ende
2010
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*1) 28 Züge schon durch das Maßnahmenprogramm „1. Dezember 1989“ realisiert.
*2) Davon 4 Züge unmittelbar verfügbar.
*3) Höhere Kapazitäten in den Zulaufstrecken, jedoch kurz- und mittelfristig geringe Kapazitätsreserven im Schoberpaßabschnitt.
*4) Könnte eventuell auf 26 Einheiten erhöht werden, jedoch keine Kapazitätsreserve auf der Bergstrecke über den Schoberpaß.
*5) Setzt die Errichtung des Brennerbasistunnels und einen Ausbau der Zulaufstrecken in den angrenzenden Nachbarstaaten voraus.
Schlagworte
Güterverkehrszug, Tauernachse