Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Kurztitel
Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Herstellung von Schmier- und Gießereimitteln
Kundmachungsorgan
BGBl. II Nr. 216/2000 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 128/2019Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 216 aus 2000, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 128 aus 2019,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage
Anl. 1Anlage eins
Abkürzung
AEV Schmier- und Gießereimittel
Index
81/01 Wasserrechtsgesetz 1959
Text
Anlage A
Emissionsbegrenzungen gemäß § 1Emissionsbegrenzungen gemäß Paragraph eins
| I)römisch eins) Anforderungen an Einleitungen in ein Fließgewässer | II)römisch zwei) Anforderungen an Einleitungen in eine öffentliche Kanalisation |
A 1 Allgemeine Parameter |
1. | Temperatur | 30 °C | 40 °C |
| | | a) |
2. | Toxizität | | |
| b) | | |
2.1 | Algentoxizität GA | 8 | c) |
2.2 | Bakterientoxizität GL | 4 | c) |
2.3 | Daphnientoxizität GD | 4 | c) |
2.4 | Fischeitoxizität GF,Ei | 2 | c) |
3. | Abfiltrierbare Stoffe d) | 30 mg/l | 150 mg/l |
| | |
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4. | pH-Wert | 6,5–8,5 | 6,5–9,5 |
A 2 Anorganische Parameter |
5. | Aluminium ber. als Al | 2,0 mg/l | durch Abfiltrierbare Stoffe begrenzt |
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6. | Barium ber. als Ba | 5,0 mg/l | 5,0 mg/l |
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7. | Blei ber. als Pb | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| | |
8. | Cadmium ber. als Cd | 0,1 mg/l | 0,1 mg/l |
| | |
9. | Chrom-Gesamt ber. als Cr | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
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10. | Kupfer ber. als Cu | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| | |
11. | Molybdän ber. als Mo | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| | |
12. | Nickel ber. als Ni | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| | |
13. | Zink ber. als Zn | 1,0 mg/l | 1,0 mg/l |
| | |
14. | Zinn ber. als Sn | 1,0 mg/l | 1,0 mg/l |
| | |
15. | Ammonium ber. als N | 5,0 mg/l | e) |
| | |
16. | Fluorid ber. als F | 10 mg/l | 20 mg/l |
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17. | Phosphor-Gesamt ber. als P | 2,0 mg/l | – |
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18. | Sulfat ber. als SO4 | – | 200 mg/l, f) |
19. | Sulfid ber. als S | 0,1 mg/l | 1,0 mg/l |
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A 3 Organische Parameter |
20. | Gesamter org. geb. Kohlenstoff TOC f) ber. als C | 25 mg/l | – |
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21. | Chemischer Sauerstoffbedarf CSB g) ber. als O2 | 75 mg/l | – |
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22. | Biochemischer Sauerstoffbedarf BSB5 ber. als O2 | 20 mg/l | – |
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23. | Adsorbierbare org. geb. Halogene AOX ber. als Cl h) | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
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24. | Schwerflüchtige lipophile Stoffe | 20 mg/l | 100 mg/l |
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25. | Kohlenwasserstoff-Index | 5,0 mg/l | 10 mg/l |
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26. | Phenolindex ber. als Phenol | 0,10 mg/l | 10 mg/l |
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27. | Summe der flüchtigen aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzol, Toluol, Xylole und Ethylbenzol BTXE | 0,1 mg/l | 0,1 mg/l |
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Bei Gefahr der Ausbildung von Dämpfen oder Vereisungen oder bei Gefahr der gesundheitlichen Belastung durch Dämpfe für das Betriebspersonal einer öffentlichen Kanalisationsanlage ist die Anforderung zu verschärfen.
Bei der Auswahl (§ 4 Abs. 1 1. Satz AAEV) des Toxizitätstests für die Abwasserüberwachung ist darauf zu achten, dass mit dem eingesetzten Testorganismus die empfindlichste Gruppe von Wasserorganismen berücksichtigt wird, die durch die Inhaltsstoffe des Abwassers gemäß § 1 Abs. 2 geschädigt werden kann. Der Parameter 2.4 (Fischeitoxizität) ist im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß § 4 Abs. 3 bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß § 4 Abs. 2 einzusetzen.Bei der Auswahl (Paragraph 4, Absatz eins, 1. Satz AAEV) des Toxizitätstests für die Abwasserüberwachung ist darauf zu achten, dass mit dem eingesetzten Testorganismus die empfindlichste Gruppe von Wasserorganismen berücksichtigt wird, die durch die Inhaltsstoffe des Abwassers gemäß Paragraph eins, Absatz 2, geschädigt werden kann. Der Parameter 2.4 (Fischeitoxizität) ist im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß Paragraph 4, Absatz 3, bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß Paragraph 4, Absatz 2, einzusetzen.
Eine Abwassereinleitung gemäß § 1 Abs. 2 darf keine Beeinträchtigungen der biologischen Abbauvorgänge in einer öffentlichen Abwasserreinigungsanlage hervorrufen.Eine Abwassereinleitung gemäß Paragraph eins, Absatz 2, darf keine Beeinträchtigungen der biologischen Abbauvorgänge in einer öffentlichen Abwasserreinigungsanlage hervorrufen.
Die Festlegung für den Parameter Abfiltrierbare Stoffe erübrigt eine Festlegung für den Parameter Absetzbare Stoffe.
Die Emissionsbegrenzung ist im Einzelfall bei Korrosionsgefahr für zementgebundene Werkstoffe im Bereich der öffentlichen Kanalisations- oder Abwasserreinigungsanlage festzulegen (technische Norm betreffend „Ausführung von Kanalanlagen“ gemäß Anlage A Abschnitt IV der MVW).Die Emissionsbegrenzung ist im Einzelfall bei Korrosionsgefahr für zementgebundene Werkstoffe im Bereich der öffentlichen Kanalisations- oder Abwasserreinigungsanlage festzulegen (technische Norm betreffend „Ausführung von Kanalanlagen“ gemäß Anlage A Abschnitt römisch vier der MVW).
Im Einzelfall sind je nach Baustoffen und Mischungsverhältnissen in der öffentlichen Kanalisation höhere Werte zulässig (technische Norm betreffend „Ausführung von Kanalanlagen“ gemäß Anlage A Abschnitt IV der MVW).Im Einzelfall sind je nach Baustoffen und Mischungsverhältnissen in der öffentlichen Kanalisation höhere Werte zulässig (technische Norm betreffend „Ausführung von Kanalanlagen“ gemäß Anlage A Abschnitt römisch vier der MVW).
Bei einer TOC-Zulaufkonzentration der Tagesmischprobe von größer als 125 mg/l (gemessen als arithmetisches Mittel der Konzentrationen eines Monates im Zulauf zur biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage) ist eine Ablaufkonzentration entsprechend einer TOC-Mindesteliminationsleistung von 80%, maximal aber 50 mg/l, zulässig. Die Mindesteliminationsleistung bezieht sich auf das Verhältnis der TOC-Tagesfrachten im Zulauf bzw. im Ablauf der biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage.
Bei einer CSB-Zulaufkonzentration der Tagesmischprobe von größer als 375 mg/l (gemessen als arithmetisches Mittel der Konzentrationen eines Monates im Zulauf zur biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage) ist eine Ablaufkonzentration entsprechend einer CSB-Mindesteliminationsleistung von 80%, maximal aber 150 mg/l, zulässig. Die Mindesteliminationsleistung bezieht sich auf das Verhältnis der CSB-Tagesfrachten im Zulauf bzw. im Ablauf der biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage.
Die Festlegung für den Parameter AOX erübrigt eine Festlegung für den Parameter POX.
Schlagworte
Mischungsverhältnis, Sauerstoffbedarf, Kohlenwasserstoff
Zuletzt aktualisiert am
13.11.2025
Dokumentnummer
NOR40215022