Rechtstracker.at

§ 4

Fassungen
ab 14.06.2026 — BGBl. II Nr. 51/2026
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
§ 4 heute14.06.2026 § → § BGBl. II Nr. 51/2026
§ 411.07.201313.06.2026 § → § BGBl. II Nr. 206/2013
§ 417.02.200410.07.2013 BGBl. II Nr. 83/2004 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Kurztitel

Fruchtsaftverordnung

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 83 aus 2004, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 51 aus 2026,

Typ

römisch fünf

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 4

Inkrafttretensdatum

14.06.2026BGBl. II Nr. 51/2026

Außerkrafttretensdatum

Index

82/05 Lebensmittelrecht

Text

Zugelassene Behandlungen und Stoffe

Paragraph 4,

  1. Absatz eins,Zur Herstellung der im Paragraph eins, Ziffer 8 bis 14 beschriebenen Erzeugnisse sind unbeschadet des Paragraph 3, folgende Behandlungen und Stoffe zulässig:
    1. Ziffer eins
      mechanische Extraktionsverfahren;
    2. Ziffer 2
      die üblichen physikalischen Verfahren, einschließlich der Extraktion des Wassers („in-line“-Verfahren) aus dem essbaren Teil der Früchte, ausgenommen Weintrauben, zur Herstellung der Fruchtsaftkonzentrate, sofern die so gewonnenen Fruchtsäfte den Anforderungen von Paragraph eins, Ziffer 8, Litera a, und b entsprechen;
    3. Ziffer 3
      bei Traubensäften ist für den Fall, dass die Trauben mit Schwefeldioxid behandelt wurden, eine Entschwefelung durch physikalische Verfahren zulässig, sofern die Gesamtmenge an Schwefeldioxid im Enderzeugnis 10 mg/l nicht überschreitet;
    4. Ziffer 4
      Enzymzubereitungen: Pektinasen (zur Spaltung von Pektin), Proteinasen (zur Spaltung von Proteinen) und Amylasen (zum Abbau von Stärke), die den Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1332 aus 2008, über Lebensmittelenzyme, ABl. Nr. L 354 vom 31.12.2008, zuletzt geändert durch die Verordnung (EU) Nr. 1056 aus 2012,, ABl. Nr. L 313 vom 13.11.2012, entsprechen;
    5. Ziffer 5
      Speisegelatine;
    6. Ziffer 6
      Tannine;
    7. Ziffer 7
      Betonite als adsorbierende Tonerde;
    8. Ziffer 8
      Kieselsol;
    9. Ziffer 9
      Kohle;
    10. Ziffer 10
      chemisch inerte Filterstoffe und Fällungsmittel wie Perlit, Kieselgur, Zellulose, unlösliches Polyamid, Polyvinylpolypyrolidon oder Polystyren, die mit der Verordnung (EG) Nr. 1935 aus 2004, über Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, ABl. Nr. L 338 vom 13.11.2004, zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 596 aus 2009,, ABl. Nr. L 188 vom 18.7.2009, im Einklang stehen;
    11. Ziffer 11
      chemisch inerte Adsorptionsstoffe, die mit der Verordnung (EG) Nr. 1935 aus 2004,, in Einklang stehen und dazu verwendet werden, den Limonoid- und Naringingehalt des Zitrussaftes zu verringern, ohne hierdurch die limonoiden Glukoside, die Säure, die Zucker (einschließlich der Oligosaccharide) oder den Mineralgehalt erheblich zu vermindern,
    12. Ziffer 12
      Stickstoff;
    13. Ziffer 13
      Pflanzenproteine aus Weizen, Erbsen, Kartoffeln oder Sonnenblumen für die Klärung.
  2. Absatz 2,Bei den in Paragraph eins, Ziffer 13 und 14 definierten Erzeugnissen sind Verfahren zur Verringerung der von Natur aus vorkommenden Zucker zugelassen, soweit sie alle anderen wesentlichen physikalischen, chemischen, organoleptischen und ernährungsphysiologischen Merkmale eines durchschnittlichen Saftes der Frucht, aus der das Erzeugnis hergestellt wird, bewahren, nämlich Membranfiltration und Hefegärung.

Schlagworte

Limonoidgehalt

Im RIS seit

17.03.2026

Zuletzt aktualisiert am

17.03.2026

Gesetzesnummer

20003215

Dokumentnummer

NOR40276595