Text
Anlage
Projektprogramm nach § 17a Abs. 9 Z 3 des Bundeshaushaltsgesetzes (BHG)Projektprogramm nach Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, des Bundeshaushaltsgesetzes (BHG)
1.Strategischer Rahmen
Die Heeresforstverwaltung Allentsteig (HFVA) erfüllt als nachgeordnete Dienststelle des Heeres- Bau- und Vermessungsamtes als betriebsähnliche Einrichtung ihre Schlüsselaufgaben unter dem Primat der militärischen Nutzung auf den derzeit zugewiesenen Liegenschaften gemäß Immobiliendatenbank (IDB Stand September 2005).
TÜPl Allentsteig | 152.487.350 m2 |
TÜPl Bruckneudorf | 33.220.578 m2 |
Bewirtschaftete Lieg. Burgenland | 1.417.948 m2 |
Gesamt: | 187.125.876 m2 |
Im Vordergrund steht dabei die Nutzbarmachung der militärischen Liegenschaften zur Sicherstellung des Ausbildungs-, Schieß- und Übungsbetriebes gemäß den verfügten militärischen Konzepten (beispielsweise militärischer Raumnutzungsplan für den TÜPl ALLENTSTEIG 2006, Ausbildungsunterstützungskonzept). Dabei ist die festgelegte Aufgabenverteilung zwischen dem verantwortlichen militärischen Kommando (v. a. Truppenübungsplatzkommando) und der HFVA zu berücksichtigen.
Ausfluss dieser Aufgabenverteilung ist die seitens der Zentralstelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung erlassmäßig verfügte „Militärische Raumnutzungsplanung“.
Sämtliche Vorgaben seitens der Zentralstelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung werden durch ein gemeinsames Flächenmanagement unter deren Leitung erarbeitet. In diesem Gremium (derzeit die „Schieß- und Ausbildungsanlagenkommission/BMLV“) sind alle Interessen vertreten. Primärer Ausfluss dieser Arbeiten ist der jeweils verfügte Raumnutzungsplan bzw. ein verfügtes Nutzungskonzept. Diese verfügten militärischen Konzepte sind allen weiteren Bearbeitungen zu Grunde zu legen.
Darüber hinaus hat die HFVA alle seitens der Zentralstelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung verfügten Vorgaben in umwelt- und naturschutzrechtlichen Belangen einzuhalten.
Aus diesen militärischen und natur-/umweltschutzrechtlichen Vorgaben ergeben sich gravierende Erschwernisse bei der Führung des „Betriebes“ nach rein betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Dies wurde dem Leistungskatalog und den Kennzahlen zu Grunde gelegt.
Beispielhaft wurden folgende Zahlen als Erschwernis aufgrund des militärischen Übungsbetriebes erhoben:
Einflussgröße | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |
Anzahl der Schießtage | 204 | 204 | 228 | 225 |
Splitterholzsuche | ca. 25.000 fm | ca. 25.000 fm | ca. 30.000 fm | ca.35.000 fm |
2.Strategische Ziele
Der HFVA obliegen gemäß den Vorgaben der durch die „Schieß- und Ausbildungsanlagenkommission/BMLV“ festzulegenden bzw. festgelegten Raumordnung/Raumnutzungsplänen
die nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege der zugewiesenen Flächen im land-, forst- und jagdwirtschaftlichen Sinne unter dem Primat der militärischen Nutzung und unter Einhaltung der natur- und umweltschutzrechtlichen Vorgaben,
die Schaffung der Transparenz in der Kunden-Lieferantenbeziehung durch Abschluss einer Ziel- bzw. Leistungsvereinbarung mit der militärischen Organisation (in Form der „Militärischen Raumnutzungsplanung“)
und
das Anstreben einer Kostendeckung nach § 4 Abs. 4 BHG.das Anstreben einer Kostendeckung nach Paragraph 4, Absatz 4, BHG.
3.Managementziele
Der HFVA obliegen
die Erreichung einer Saldoverbesserung bzw. Kostendeckung im Sinne des § 4 Abs. 4 BHG durch Einhaltung der budgetären Zielsetzungen gemäß der Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Ausgaben und Einnahmen,die Erreichung einer Saldoverbesserung bzw. Kostendeckung im Sinne des Paragraph 4, Absatz 4, BHG durch Einhaltung der budgetären Zielsetzungen gemäß der Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Ausgaben und Einnahmen,
die Steigerung der Einnahmen unter Ausnutzung des hiezu gegebenen Spielraums,
die Konzentration auf die Kernaufgaben durch Verlagerung von Ressourcen aus den Geschäftsfeldern Ertragslandwirtschaft und Steinbrüche/Straßeninstandhaltung in die Bereiche Forst- und Jagdwirtschaft sowie Pflegemaßnahmen,
die Stabilisierung des Budgetbedarfes bei zumindest gleich bleibenden Leistungen,
die laufende Optimierung der Personalausgaben durch ein Personaleinsatzkonzept ab 1.1.2009 im Zuge der Verringerung der Revierstruktur (TÜPl A auf 3, TÜPl BN 1) sowie Anpassung des Personaleinsatzes an die Aufgaben (z. B. Schadholzaufarbeitung, Auslichtungen, Schotter/Schüttung, Saisonarbeitereinsatz, etc.),
die Einhaltung der Aufgabentrennung in enger Abstimmung (z. B. Auslichten, Birkhuhnprojekt, etc.) mit dem TÜPL A,
die Weiterentwicklung eines umfassenden Controllingsystems nach Vorgabe entsprechender operativer Ziele durch die vorgesetzten Dienststellen,
die weiterführende Bearbeitung und ständige Aktualisierung der Aufgabenzuordnung aller Arbeitsplätze der HFVA und
die Führung und ständige Aktualisierung eines Operats (Wirtschaftsplan)
4.Schlüsselaufgaben
Der HFVA obliegen
die Landschaftspflegemaßnahmen auf den zugewiesenen Flächen/Grundstücken in folgenden Bereichen:
Durchführung von Pflegemaßnahmen auf den zugewiesenen Flächen/Grundstücken gemäß den Ergebnissen der Arbeitsgruppe „Militärische Raumnutzungsplanung“, um einerseits die Übungsfläche in dem geforderten Zustand zu erhalten, andererseits um naturschutzrechtliche Vorgaben (beispielsweise Natura 2000) zu erfüllen. Damit verbunden ist die Erhaltung von Offenflächen um einen gewissen Strukturreichtum für die Schutzgüter sowie für die Wildäsungsflächen und Wildfuttergewinnung sicherzustellen, wobei der jeweilige militärische Raumnutzungsplan anzuwenden ist
Nutzungsvergabe von landwirtschaftlichen Flächen
Durchführung der Kontrolle der Eigentumsgrenzen
einheitliche Weiterführung der Verpachtung der Teichwirtschaft
die forstliche Bewirtschaftung der zugewiesenen Waldflächen durch die nach dem Forstgesetz geforderte nachhaltige Nutzung in folgenden Bereichen:
Durchführung von Maßnahmen zur Walderhaltung (Kultur/Aufforstung sowie Bestandspflege) nach dem Forstgesetz auf den zugewiesenen Waldflächen
Holzerzeugung (Schlägerung, Rückung und Abfuhr)
Erhaltung der Abteilungsgrenzen
Kontrolle der Eigentumsgrenzen und deren Freihaltung
die jagdliche Bewirtschaftung der zugewiesenen Flächen/Grundstücke in folgenden Bereichen:
Durchführung von Regiejagden
Verpachtung von geeigneten Jagdflächen sowie von Pirschbezirken in Randgebieten
die Erzeugung von Schüttmaterial durch die HFVA in den bundeseigenen Steinbrüchen THAUA, KLEINMOTTEN und NIEDERPLÖTTBACH für den TÜPL A (z. B. für forstliche Bringungsanlagen, Schießbahndämme, Wegenetzlänge von rund 145 km) in den gem. Pkt. 7.4. festgelegten Mengen, solange eine wirtschaftlichere Gewinnung als durch Zukauf bei Dritten möglich ist und
darüber hinausgehend die Erzeugung von Schotter und Schüttmaterial durch die HFVA in den bundeseigenen Steinbrüchen THAUA, KLEINMOTTEN und NIEDERPLÖTTBACH sowie dem gepachteten Steinbruch WINKL für den TÜPL A (für Straßennetz von rund 380 km) in den gem. Pkt. 7.4. festgelegten Mengen, solange eine wirtschaftlichere Gewinnung als durch Zukauf bei Dritten möglich ist. Der Nachweis für eine wirtschaftlichere Eigengewinnung ist durch einen jährlichen Benchmark zu erbringen
die Instandhaltung des forstlichen Wegenetzes für den Eigenbedarf (nach der detaillierten Kompetenzzuordnung zwischen HVFA und dem Kommando des Truppenübungsplatzes gemäß verfügtem militärischem Raumnutungsplan)
die Durchführung von Pflegearbeiten auf Flächen, die dem TÜPl A gem. verfügtem militärischem Raumnutzungsplan zugewiesenen sind (Brandschutzstreifen, Wildnisflächen, Schießbahnstreifen, etc. im Ausmaß von rund 95 ha), durch Maschinen/splittergeschützte Traktoren und Personaleinsatz in der vegetationsfreien Zeit (November bis März eines Jahres), solange dafür ein Bedarf besteht
die Erzeugung und Lieferung von Hackschnitzelmaterial an die RADETZKY-Kaserne Horn im Ausmaß von rund 2000 Schüttraummeter (€ rund 18.- pro Schüttraummeter, frei Heizwerk ohne Umsatzsteuer)
5.Fachbezogene Ziele
Der HFVA obliegen
die vermehrte Nutzungsvergabe landwirtschaftlicher Flächen,
die Verringerung des Wildbestandes,
die Steigerung der Effizienz im Bereich der Forstwirtschaft durch Maschineneinsatz,
die vermehrte Auslagerung von Schlägerungen und/oder Rückungsarbeiten an Unternehmen,
die Vornahme der Aufgaben gemäß militärischem Raumnutzungsplan und
die mit den Natura 2000 Zielen als auch den einschlägigen Bestimmungen der Vogelschutzrichtlinie als auch der Europaschutzgebiete, etc. angeordnete Mitwirkung (beispielsweise Auswilderungen, Schutzzonen/Horstzonen, etc.) bei der Umsetzung und Durchführung, sofern Personal der HFVA eingesetzt ist.
6.Rechtsgrundlagen
Bundesgesetze |
Abfallwirtschaftsgesetz 2002 | BGBl. Nr. 102/2002, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 54/2008Bundesgesetzblatt Nr. 102 aus 2002,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 54 aus 2008, |
ArbeitnehmerInnenschutzgesetz | BGBl. Nr. 450/1994, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 13/2007Bundesgesetzblatt Nr. 450 aus 1994,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 13 aus 2007, |
Bundesabgabenordnung | BGBl. Nr. 194/1961, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 85/2008Bundesgesetzblatt Nr. 194 aus 1961,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 85 aus 2008, |
Bundeshaushaltsgesetz | BGBl. Nr. 213/1986, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl I Nr. 20/2008Bundesgesetzblatt Nr. 213 aus 1986,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 20 aus 2008, |
Bundeshaushaltsverordnung 1989 | BGBl. Nr. 570/1989, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. II Nr. 26/2005Bundesgesetzblatt Nr. 570 aus 1989,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 26 aus 2005, |
Bundesvergabegesetz 2006 | BGBl. I Nr. 17/2006, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 2/2008Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 17 aus 2006,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 2 aus 2008, |
Forstgesetz 1975 | BGBl. Nr. 440/1975, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 55/2007Bundesgesetzblatt Nr. 440 aus 1975,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 55 aus 2007, |
Gewerbeordnung 1994 | BGBl. Nr. 194/1994, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 68/2008Bundesgesetzblatt Nr. 194 aus 1994,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 68 aus 2008, |
Kommunalsteuergesetz 1993 | BGBl. Nr. 819/1993, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 99/2007Bundesgesetzblatt Nr. 819 aus 1993,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 99 aus 2007, |
Landarbeitsgesetz 1984 | BGBl. Nr. 287/1984, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 82/2008Bundesgesetzblatt Nr. 287 aus 1984,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 82 aus 2008, |
Mineralrohstoffgesetz | BGBl. Nr. 38/1999, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 113/2006Bundesgesetzblatt Nr. 38 aus 1999,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 113 aus 2006, |
Umsatzsteuergesetz 1994 | BGBl. Nr. 663/1994, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 140/2008Bundesgesetzblatt Nr. 663 aus 1994,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 140 aus 2008, |
Wasserrechtsgesetz 1959 | BGBl. Nr. 215/1959, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 123/2006Bundesgesetzblatt Nr. 215 aus 1959,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 123 aus 2006, |
NÖ Landesgesetze |
NÖ Bauordnung 1996 | LGBl. Nr. 8200-0 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 8200-14Landesgesetzblatt Nr. 8200-0 in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 8200-14 |
NÖ Bodenschutzgesetz | LGBl. Nr. 6160-0 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 6160-4Landesgesetzblatt Nr. 6160-0 in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 6160-4 |
NÖ Fischereigesetz 2001 | LGBl. Nr. 6550-0 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 6550-1Landesgesetzblatt Nr. 6550-0 in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 6550-1 |
NÖ Fischereiverordnung 2002 | LGBl. Nr. 6550/1-0 |
NÖ Jagdgesetz 1974 | LGBl. Nr. 6500-0 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 6500-23Landesgesetzblatt Nr. 6500-0 in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 6500-23 |
NÖ Jagdverordnung | LGBl. Nr. 6500/1-0 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 6500/1-46 |
NÖ Landarbeitsordnung 1973 | LGBl. Nr. 9020-0 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 9020-26Landesgesetzblatt Nr. 9020-0 in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 9020-26 |
NÖ Landesstraßengesetz 1999 | LGBl. Nr. 8500-0 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 8500-1Landesgesetzblatt Nr. 8500-0 in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 8500-1 |
NÖ Naturschutzgesetz 2000 | LGBl. Nr. 5500-0 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 5500-6Landesgesetzblatt Nr. 5500-0 in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 5500-6 |
NÖ Raumordnungsgesetz 1976 | LGBl. Nr. 8000-0 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 8000-23Landesgesetzblatt Nr. 8000-0 in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 8000-23 |
NÖ Umweltschutzgesetz | LGBl. Nr. 8050-0 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 8050-6Landesgesetzblatt Nr. 8050-0 in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 8050-6 |
Verordnung über den Schutz der Dienstnehmer bei der Benutzung von Arbeitsmitteln in der Land- und Forstwirtschaft | LGBl. Nr. 9020/12-0 |
Bgld Landesgesetze |
Bgld Baugesetz 1997 | LGBl. Nr. 10/1998 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 53/2008Landesgesetzblatt Nr. 10 aus 1998, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 53 aus 2008, |
Bgld Bodenschutzgesetz | LGBl. Nr. 87/1990 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 32/2001Landesgesetzblatt Nr. 87 aus 1990, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 32 aus 2001, |
Bgld Fischereigesetz 1949 | LGBl. Nr. 1/1949 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 94/2002Landesgesetzblatt Nr. 1 aus 1949, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 94 aus 2002, |
Bgld Fischereiverordnung | LGBl. Nr. 9/1953 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 26/1973Landesgesetzblatt Nr. 9 aus 1953, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 26 aus 1973, |
Bgld Grundverkehrsgesetz 2007 | LGBl. Nr. 25/2007 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 69/2008Landesgesetzblatt Nr. 25 aus 2007, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 69 aus 2008, |
Bgld Jagdgesetz 2004 | LGBl. Nr. 11/2005 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 37/2008Landesgesetzblatt Nr. 11 aus 2005, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 37 aus 2008, |
Bgld Jagdverordnung | LGBl. Nr. 23/2005 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 7/2007Landesgesetzblatt Nr. 23 aus 2005, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 7 aus 2007, |
Bgld Landarbeitsordnung 1977 | LGBl. Nr. 37/1977 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 9/2008Landesgesetzblatt Nr. 37 aus 1977, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 9 aus 2008, |
Bgld Naturschutz- und Landschaftspflegegesetz | LGBl. Nr. 27/1991 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 35/2008Landesgesetzblatt Nr. 27 aus 1991, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 35 aus 2008, |
Bgld Straßengesetz 2005 | LGBl. Nr. 79/2005 in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 20/2007Landesgesetzblatt Nr. 79 aus 2005, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 20 aus 2007, |
Europarechtliche Bezüge: |
RL 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten, ABl. 1979 C 103/6 idF 1997 L 223/9RL 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten, Amtsblatt 1979 C 103/6 in der Fassung 1997 L 223/9 |
RL 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, ABl. 1992 L 206/7 idF 1997 L 305/42 („Fauna-Flora-Habitat - Richtlinie“)RL 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, Amtsblatt 1992 L 206/7 in der Fassung 1997 L 305/42 („Fauna-Flora-Habitat - Richtlinie“) |
7. Leistungskatalog/Leistungskennzahlen
(Die einzelnen Leistungskennzahlen basieren auf einem gemeinsam mit den Nutzern erstellten Leistungskatalog, welcher getrennt nach Liegenschaften durch die HFVA zu führen ist.)
7.1. Forst
Leistungen - Forst | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
Ist | Plan | Plan |
Einschlagmenge (fm) | 116.000 | 53.000 | 53.000 | 53.000 | 53.000 | 53.000 |
Aufforstungsfläche (ha) | 14 | 15 | 35 | 35 | 35 | 25 |
Kulturpflege (ha) | 210 | 180 | 210 | 220 | 250 | 250 |
Dickungspflege (ha) | 170 | 144 | 124 | 124 | 124 | 144 |
Auslichtungsfläche (ha) | 26 | 150 | 220 | 220 | 220 | 220 |
| | | | | | | | | |
Bemerkungen:
Die erhöhten Einschlagmengen (2007 - 116.000 fm, bzw. 2008 - 100.000 fm) ergaben sich durch die Aufarbeitung der Großschadensereignisse in den beiden Jahren und werden im Projektzeitraum auf das Maß der nachhaltigen Bewirtschaftung reduziert (Bruckneudorf 13.000 fm, Allentsteig 40.000 fm). Durch die Aufarbeitung des Schadholzes in den Vorjahren ergibt sich im Projektzeitraum ein Nachholbedarf im Bereich der Aufarbeitung von Auslichtungsflächen.
Kennzahlen - Forst | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
Ist | Plan | Plan |
Deckungsbeitrag (€) | 3.046.000 | 1.146.440 | 1.100.000 | 1.230.000 | 1.250.000 | 1.350.000 |
Deckungsbeitrag je fm (€) | 26,2 | 21,6 | 20,7 | 23,2 | 23,6 | 25,5 |
Der Deckungsbeitrag ermittelt sich wie folgt:
Erträge aus dem Forstbetrieb (Verkaufserlöse und bewerteter Eigenverbrauch) abzüglich der direkten Kosten für Schlägerung (Eigen-/Fremdkosten) und Rückung (Holzbringung).
7.2. Jagd
Leistungen | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
Ist | Plan | Plan |
Abschüsse: | | | | | | |
Rotwild | 665 | 950 | 800 | 850 | 850 | 850 |
Rehwild | 476 | 540 | 500 | 500 | 500 | 500 |
Muffelwild | 105 | 102 | 110 | 110 | 110 | 110 |
Schwarzwild | 757 | 1.480 | 1.000 | 1.100 | 1.100 | 1.100 |
Summe Abschüsse | 2.003 | 3.072 | 2.410 | 2.560 | 2.560 | 2.560 |
Jagdvergabe [ha] | 1.005 | 3.140 | 7.000 | 7.000 | 7.000 | 7.000 |
Bemerkungen:
Mit der geplanten Steigerung der Abschüsse gegenüber den tatsächlichen Mengen in den vergangenen Jahren wird eine Eindämmung des Wildbestandes zur Verminderung von Wildschäden erreicht werden. Beginnend mit 2009 ist die Jagdvergabe von Randgebieten im Ausmaß von rund 7.000 ha vorzusehen.
Kennzahlen - Jagd | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
Ist | Plan | Plan |
Deckungsbeitrag (DB) (€) | - 278.220 | 86.690 | -40.000 | -10.000 | 10.000 | 40.000 |
DB je Stk. Schalenwild (€) | -139 | 29 | -17 | -4 | 4 | 16 |
Der Deckungsbeitrag ermittelt sich wie folgt:
Jagderträge (Wildbretverkauf, Einnahmen-Jagdgäste, Jagdvergabe) abzüglich der direkten Kosten (Personalkosten, anteilige Kfz-/Gerätekosten, Revier- und sonstige Ausstattung für Jagd, Wildfutterproduktion und -zukauf). Die positive Entwicklung der Deckungsbeiträge im Projektzeitraum ergibt sich insbesondere aufgrund der Jagdvergabe von Randgebieten.
7.3. Landschaftspflege
Leistungen - Landsch. Pflege | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
Ist | Plan | Plan |
Flächenbestand (ha) | 1.037 | 988 | 1.173 | 1.173 | 1.173 | 1.173 |
verpachtete Flächen (ha) | 2.495 | 2.672 | 2.400 | 2.400 | 2.400 | 2.400 |
Bemerkungen:
Im Bereich der Landschaftspflegefläche ergibt sich eine Steigerung auf 1.173 ha, aufgrund des militärischen Raumnutzungsplanes und der Ausweitung des blindgängergefährdeten Raumes.
Kennzahlen - Landsch. Pflege | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
Ist | Plan | Plan |
Direkte Kosten je ha (€) | 289 | 278 | 295 | 295 | 300 | 300 |
Pachteinnahmen je ha (€) | 79 | 73 | 80 | 82 | 85 | 85 |
Die direkten Kosten umfassen:
a) Saatgut und andere Zukäufe
b) Lohnkosten (gem. Zeitaufzeichnung)
c) anteilige Kfz-/Gerätekosten (Treibstoffe, Reparaturen usw.)
7.4. Schotter und Schüttmaterial
Leistungen | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 |
Ist | Plan |
Schotter HFVA (Tonnen) | 45.000 | 10.000 | 10.000 | 10.000 | 10.000 |
Schüttung HFVA (Tonnen) | 20.000 | 20.000 | 20.000 | 20.000 |
Schotter TÜPl A (Tonnen) | 53.118 | 30.000 | 30.000 | 30.000 | 30.000 |
Schüttung TÜPl A (Tonnen) | 60.000 | 60.000 | 60.000 | 60.000 |
Gesamt (Tonnen) | 98.118 | 120.000 | 120.000 | 120.000 | 120.000 |
| | | | | | |
8. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Planstellen:
Planstellenvorschau |
| 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
Ist | Plan | Plan |
Beamte/Verwendungsgruppe | | | | | | |
A | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
B | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
C | 1 | 1 | 1 | 1 | 0 | 0 |
Summe Beamte | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | 2 |
| | | | | | |
Summe Angestellte | 17,4 | 17,4 | 15,9 | 15,9 | 16,9 | 16,9 |
| | | | | | |
Summe Arbeiter | 37,5 | 38,5 | 40,1 | 40,1 | 40,1 | 40,1 |
| | | | | | |
Gesamtsumme | 57,9 | 58,9 | 59 | 59 | 59 5 | 9 |
Erläuterungen zu Punkt 8:
Die Personalsteigerung bei den Saisonarbeitern gegenüber dem Referenzjahr 2008 ergibt sich aus folgenden Gründen:
- Aufforstung der Schadholzflächen der Schadereignisse von 2006 bis 2008
- Produktion von Schotter-/Schüttmaterial für den TÜPl – A
- zusätzliche Aufgaben im Rahmen der naturschutzrechtlichen Bestimmungen (z. B. Birkhuhnprojekt, Auswilderungen)
- geplante Gebäudesanierung
9. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Einnahmen und Ausgaben:
in Tausend € | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
Anmerkungen | Erfolg | Voranschlag | Voranschlag |
UT0 siehe Erläuterungen zu Punkt 9 | 2.822 | 2.563 | 2.862 | 2.909 | 2.988 | 3.098 |
UT3 siehe Erläuterungen zu Punkt 9 | 226 | 160 | 150 | 145 | 160 | 160 |
UT7 siehe Erläuterungen zu Punkt 9 | 109 | 157 | 215 | 215 | 215 | 215 |
UT8 siehe Erläuterungen zu Punkt 9 | 1.436 | 904 | 753 | 751 | 757 | 747 |
Summe Ausgaben | 4.593 | 3.784 | 3.980 | 4.020 | 4.120 | 4.220 |
| | | | | | |
UT4 | 5.019 | 2.908 | 3.515 | 3.575 | 3.695 | 3.815 |
Summe Einnahmen | 5.019 | 2.908 | 3.515 | 3.575 | 3.695 | 3.815 |
Saldo | 426 | -876 | -465 | -445 | -425 | -405 |
Die Saldoverschlechterung im Projektzeitraum gegenüber dem Referenzjahr 2007 und der Prognose 2008 (€ 227.000) ergibt sich im Wesentlichen aus folgenden Gründen:
Reduzierung der Einschlagmenge um 50% (Einnahmenentfall)
Zusätzliche Schotterproduktion für den TÜPl – A
Zusätzliche Arbeiten im Rahmen der naturschutzrechtlichen Vorgaben
Erläuterungen zu Punkt 9:
UT 0 – Personalbereich
Der Personalaufwand für die Jahre 2009 bis 2012 ist auf der Basis des Erfolges des Jahres 2007 und der Prognose 2008 (€ 2,93 Mio.) berechnet worden. Die Entwicklung bei den Abfertigungen (2009/ein Angestellter und ein Arbeiter, 2010/2 Arbeiter, 2011/3 Arbeiter und 2012/ein Angestellter und 3 Arbeiter) ist bei den Personalausgaben ebenso wie die Lohnerhöhungen (Valorisierung 2009 3%, dann ff 2,5%) berücksichtigt.
UT3
Die Ausgaben für Investitionen haben in den letzten 3 Jahren durchschnittlich rund € 200.000.- betragen.
Die Ausgaben wurden aufgrund des folgenden Anschaffungsplanes budgetiert:
Positionen | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
Erfolg | Voranschlag | Voranschlag |
Kfz-Beschaffungen | 41.000 | 40.000 | 60.000 | 60.000 | 40.000 | 40.000 |
Traktore | 150.000 | 100.000 | 0 | 0 | 100.000 | 100.000 |
Streuwagen | 0 | | 15.000 | 0 | 0 | 0 |
Maschinen | 35.000 | 20.000 | 35.000 | 85.000 | 20.000 | 20.000 |
EDV-Ausstattung | 0 | 0 | 40.000 | 0 | 0 | 0 |
LKW | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Kipper | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Summe | 226.000 | 160.000 | 150.000 | 145.000 | 160.000 | 160.000 |
UT 7 Aufwendungen (gesetzliche Verpflichtungen)
Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz sind der Erfolg 2007 sowie die Prognose 2008 (€ 148.000).
UT 8 – Aufwendungen
Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz sind der Erfolg 2007 sowie die Prognose 2008 (€ 1,7 Mio.). Bei der Planung der Jahre 2009 bis 2012 wurden Verschiebungen im Leistungsspektrum (wie zB verminderte Ausgaben aufgrund der Reduzierung der jährlichen Einschlagmenge auf das Maß der nachhaltigen Bewirtschaftung [2007 ca. - 54% und 2008 voraussichtlich ca. -64%]; verminderte Ausgaben im Bereich der Jagd aufgrund der geplanten Jagdvergabe von Randgebieten) berücksichtigt.
UT 4 – Einnahmen
Berechnungsbasis der Einnahmen bei diesem Ansatz ist das Ergebnis des Jahres 2007 sowie die Prognose 2008 (€ 5,2 Mio.). Wesentliche Einflussfaktoren für den Projektzeitraum werden darüber hinaus die Veränderungen im Leistungsspektrum (normaler Einschlag, mehr Pflegearbeiten, Jagdvergabe auf Randgebieten und Förderungsmittel (EU-Förderung prognostiziert € 120.000) sein.
Schlagworte
Heeresamt, Bauamt, Ausbildungsbetrieb, Schießbetrieb, Schießanlagenkommission, Zielvereinbarung, Eigenkosten,
Revierausstattung, Wildfutterzukauf, Schottermaterial