Rechtstracker.at

Anl. 1

Fassungen
01.01.2008 bis 31.12.2010 — BGBl. II Nr. 391/2007 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
Anl. 101.01.200831.12.2010 BGBl. II Nr. 391/2007 (Stammfassung) · aufgehoben

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Flexibilisierungsklausel - Bestimmung der Justizanstalt Graz-

Jakomini als Organisationseinheit

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 391 aus 2007,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

01.01.2008BGBl. II Nr. 391/2007

Außerkrafttretensdatum

31.12.2010

Index

31/01 Allgemeines Haushaltsrecht, Bundesbudget

Beachte

Zum Bezugszeitraum vergleiche Paragraph 2,

Text

Anlage

Projektprogramm

Gemäß Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, des Bundeshaushaltsgesetzes

  1. Ziffer eins
    Strategische Zielsetzung der Justizanstalt Graz-Jakomini
Der Justizanstalt Graz-Jakomini sind folgende Zielsetzungen des Bundesministeriums für Justiz
übertragen:
  • Strichaufzählung
    Durchführung des Strafvollzuges nach den Bestimmungen des Strafvollzugsgesetzes in der Justizanstalt Graz-Jakomini und der Außenstelle Paulustorgasse.
  • Strichaufzählung
    Bei Einhaltung der budgetären Zielsetzungen gemäß der Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Einnahmen und Ausgaben soll die Qualität des Vollzuges verbessert werden.

  1. Ziffer 2
    Schlüsselaufgaben der Justizanstalt Graz-Jakomini
Einleitung des Strafvollzuges gemäß Paragraph 2, der Sprengelverordnung.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Freiheitsstrafen an männlichen und weiblichen Insassen, deren Strafzeit 18 Monate nicht übersteigt.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen männlichen Insassen, deren Strafzeit sechs Monate nicht übersteigt, und Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen weiblichen Insassen, deren Strafzeit ein Jahr nicht übersteigt.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen, die von Verwaltungsbehörden und Finanzstrafbehörden verhängt werden, über Ersuchen derselben.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von gerichtlich verhängten Untersuchungshaften an männlichen und weiblichen Insassen.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Verwahrungshaften an Insassen, die durch die Sicherheitsbehörden eingeliefert werden.
  • Strichaufzählung
    Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 21, Absatz 2, StGB an geistig abnormen, zurechnungsfähigen Rechtsbrechern.
  • Strichaufzählung
    Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 22, StGB an entwöhnungsbedürftigen Rechtsbrechern.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Schubhaften.
Zielgruppen der Leistungen sind das Bundesministerium für Justiz, das Landesgericht Graz und die Bezirksgerichte des Gerichtssprengels Graz, die Insassen der Justizanstalt Graz-Jakomini sowie öffentliche und private Auftraggeber, die Leistungen der Justizanstalt Graz-Jakomini in Anspruch
nehmen.
  1. Ziffer 3
    Rechtsgrundlagen
    • Strichaufzählung
      Strafvollzugsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 144 aus 1969,,
    • Strichaufzählung
      Strafprozessordnung 1975, Bundesgesetzblatt Nr. 631
    • Strichaufzählung
      Strafgesetzbuch, Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1974,,
    • Strichaufzählung
      Jugendgerichtsgesetz 1988, Bundesgesetzblatt Nr. 599,
    • Strichaufzählung
      Finanzstrafgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 129 aus 1958,,
    • Strichaufzählung
      Verwaltungsstrafgesetz 1991, Bundesgesetzblatt Nr. 52,
    • Strichaufzählung
      Sprengelverordnung für den Strafvollzug, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 74 aus 1997,,
    • Strichaufzählung
      Vollzugsordnung für Justizanstalten, GZ 42302/27-V/95,
    • Strichaufzählung
      einschlägige Erlässe des Bundesministeriums für Justiz in der jeweils geltenden Fassung.
  2. Ziffer 4
    Allgemeine Ziele der Justizanstalt Graz-Jakomini

4.1 Fachbezogene Ziele

  • Strichaufzählung
    Durchführung eines humanen und dem rechtlichen Standard angepassten Strafvollzuges,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung rascher Lösungen bei neuen Anforderungen an den Strafvollzug,
  • Strichaufzählung
    Verringerung der Einschlusszeiten und vermehrte Betreuung in der Freizeit,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung des Vollzuges von bis zu 187 245 Hafttagen pro Jahr (Basis 2007),
Sicherstellung der Betreuung der Insassen durch nachfolgende Betreuungsdienste in der dazu angeführten Mindestbesetzung:
Psychologen 4 740 Stunden jährlich
Diplomierter Sozialarbeiter 9 480 Stunden jährlich
Diplomierter Krankenpfleger 1 480 Stunden jährlich
Die verwendeten personenbezogenen Ausdrücke umfassen Frauen und Männer gleichermaßen.

4.2 Managementziele

  • Strichaufzählung
    Stabilisierung des Budgetbedarfes bei mindestens gleich bleibenden Leistungen,
  • Strichaufzählung
    Einhaltung der budgetären Zielsetzungen laut Projektprogramm,
  • Strichaufzählung
    Bessere Nutzung der Personalkapazitäten,
  • Strichaufzählung
    Steigerung der Einnahmen (ausgenommen Vollzugskostenbeiträge) unter Zugrundelegung des erwarteten Erfolges des Jahres 2007,
  • Strichaufzählung
    Erreichung der unter Punkt 5 (Leistungskennzahlen) definierten Leistungsziele
    1. Ziffer 5
      Leistungskennzahlen
Kosten pro Hafttag
Die Kosten pro Hafttag errechnen sich aus dem Saldo aus Einnahmen und Ausgaben dividiert durch die voraussichtliche Anzahl der Hafttage.
Für das Jahr 2007 errechnet sich aus dem erwarteten Saldo von 9 943.000 Euro und voraussichtlich 187 245 Hafttagen ein durchschnittlicher Betrag von 53,10 Euro pro Hafttag. Ziel ist, diesen Betrag zu halten oder zu unterschreiten. Einschlusszeiten (Durchschnitt der Zeit, die ein Insasse im Haftraum eingeschlossen ist)
Die Einschlusszeit pro Hafttag in der 25. Woche 2007 (18. bis 24. Juni 2007) beträgt 16,81 Stunden.
Ziel ist durch effizienten Personaleinsatz die Einschlusszeit zu
verringern.
Berechnung:
24 Stunden, abzüglich Bewegung im Freien, geleistete Arbeitsstunden, Anhaltestunden im gelockerten Vollzug, Ausgänge, Betreuungsstunden, Arztbesuchen, Ausführungen, Vorführungen, Besuchszeiten, Freizeitgestaltung und Gottesdienste.
Beschäftigungsquote
In der Justizanstalt Graz-Jakomini wurden im 1. Halbjahr 2007 im Durchschnitt 1,83 Arbeitsstunden pro Hafttag geleistet. Ziel ist, im Sinne des Paragraph 45, Absatz eins, StVG, diesen Wert zu verbessern.
Berechnung:
Arbeitsstunden der Vergütungsstufen a bis e laut Monatsstatistik in der IVV pro Hafttag
  1. Ziffer 5
    Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen
Planstellen:

____________________________________________________________________

                            Stellenplan          Vorschau

                              2007      ____________________________

                                          2008     2009     2010

____________________________________________________________________

Beamte/Verwendungsgruppe

____________________________________________________________________

E1                              5           5        5        5

____________________________________________________________________

E2a/E2b                        148         148      148      148

____________________________________________________________________

Ausbildungsplanstellen          3           3        3        3

____________________________________________________________________

A1                              2           2        2        2

____________________________________________________________________

A2                              2           2        2        2

____________________________________________________________________

A4                              1           1        1        1

____________________________________________________________________

____________________________________________________________________

Summe Beamte:             161       161       161        161

____________________________________________________________________

Vertragsbedienstete/

Entlohnungsgruppe

____________________________________________________________________

v1                      1,425     1,425     1,425      1,425

____________________________________________________________________

v2                        2         2         2          2

____________________________________________________________________

V3                        2         2         2          2

____________________________________________________________________

V4                        2         2         2          2

____________________________________________________________________

h1                        1         1         1          1

____________________________________________________________________

k4                      0,625     0,625     0,625      0,625

____________________________________________________________________

Summe

Vertragsbedienstete:    8,05      8,05      8,05       8,05

____________________________________________________________________

Gesamtsumme:          169,05    169,05    169,05     169,05

7. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen

Einnahmen und Ausgaben:

____________________________________________________________________

      Anmerkungen       BVA          erwarteter Erfolg

                              ______________________________________

                        2007         2008         2009        2010

____________________________________________________________________

                    Ausgaben in Euro

____________________________________________________________________

UT 0  siehe

      Erläuterungen

      zu Punkt       7 480 000   7 700 00 0   7 700 000   7 700 000

____________________________________________________________________

UT 3  siehe

      Erläuterungen

      zu Punkt          40 000      150 000      150 000     150 000

____________________________________________________________________

UT 7  siehe

      Erläuterungen

      zu Punkt       7 155 000      155 000      155 000     155 000

____________________________________________________________________

UT 8  siehe

      Erläuterungen

      zu Punkt 7     2 024 000   2 370 000    2 370 000   2 370 000

      Kto. 7271-902

      Vollzugs-

      kostenbeiträge.  900 000   1 300 000    1 300 000   1 300 000

      ______________________________________________________________

      Z - Posten        94 000     180 000      180 000     180 000

____________________________________________________________________

Summe der Ausgaben: 10 693 000  11 855 000   11 855 000  11 855 000

____________________________________________________________________

                            Einnahmen in Euro

____________________________________________________________________

UT4   siehe

      Erläuterungen

      zu Punkt 7       235 000     610 000      610 000     610 000

      ______________________________________________________________

      Kto. 8171

      Vollzugs-

      kostenbeiträge  900 000    1 300 000    1 300 000    1 300 000

____________________________________________________________________

UT 7 Bestandswirksame

     Einnahmen          2 000        2 000        2 000        2 000

____________________________________________________________________

Summe der

Einnahmen:          1 137 000    1 912 000     1 912 000   1 912 000

____________________________________________________________________

Saldo:             -9 556 000   -9 943 000    -9 943 000  -9 943 000

____________________________________________________________________

Erläuterungen zu Punkt 7

Zahlungen an die BIG und andere Ausgaben zur Gebäudeerhaltung (ausgenommen mieterpflichtige Instandhaltungen) sowie Aufwendungen für die Unterbringung gemäß Paragraph 21, Absatz eins, StGB und Paragraph 429, Absatz 4, StPO in Krankenhäusern sind nicht saldenwirksam, sondern werden aus dem allgemeinen Budget der Justizanstalten zentral bezahlt.

Der Anstieg der Ausgaben gegenüber den Vorjahren ist verursacht durch kurzfristig nicht steuerbare Umstände, insbesondere die Gehaltserhöhungen (UT 0), die steigenden Häftlingszahlen, die Erhöhungen der Arbeitsvergütungen inkl. Vollzugskostenbeiträgen der Häftlinge (UT 8), die laufend an die Kollektivverträge anzupassen sind, und den überproportionalen Anstieg der Kosten der medizinischen Versorgung. Die durch diese Umstände verursachten Steigerungen können durch Managementmaßnahmen in der Organisationseinheit weder auf der Ausgaben- noch auf der Einnahmenseite abgefangen werden. Die Ausgaben waren daher proportional und mit einer Zeitverzögerung zu den übrigen Justizanstalten im unbedingt erforderlichen Ausmaß anzupassen.

UT 0 – Personalbereich

Berechnungsbasis für die Jahre 2008 bis 2010 ist die Prognose für 2007 unter Berücksichtigung der Planstellenentwicklung und der Gehaltserhöhungen. Im Hinblick auf die steigenden Häftlingszahlen ist nicht geplant, die Gehaltserhöhungen durch Personaleinsparungen abzufangen.

Für die Aufstockung der Belagsfähigkeit werden bis zu 13 Beamte (E2b) dienstzugeteilt.

Der Personalaufwand für alle Dienstzuteilungen aus der Personaleinsatzgruppe wird von der Justizanstalt Graz-Jakomini ab Beginn der Dienstzuteilung und unabhängig von der Dauer der jeweiligen Dienstzuteilung geleistet.

UT 3 – Anlagen

Die Ausgaben wurden aufgrund des folgenden Investitionsplanes budgetiert, wobei (E) für Ersatz- und (N) für Neuanschaffungen steht.

                                  __________________________________

                                     2008       2009       2010

____________________________________________________________________

Anstaltskombi-Außenstelle   E                             30.000

____________________________________________________________________

Dienst-PKW                  E                             25.000

____________________________________________________________________

2 Combidämpfer              E       11.000

____________________________________________________________________

Backschrank                 E        5.000

____________________________________________________________________

Kartoffelschälmaschine      E        4.000

____________________________________________________________________

Marmorplatte

(Süßspeisenzubereitung)     E                  3 000

____________________________________________________________________

2 Kochkessel 300l           E       12.000    12 000

____________________________________________________________________

3 Speisetransportwagen      E        5.000     2.500

____________________________________________________________________

Wäschetrockner              E        6.000

____________________________________________________________________

2 Waschmaschinen            E                 18 000      18 000

____________________________________________________________________

Kantenverleimständer        E                  6 000

____________________________________________________________________

Sicherheitstechnik          E/N     60.000    60.000      60.000

____________________________________________________________________

Doppelschleifmaschine       N                  4 000

____________________________________________________________________

Sonstiges                   N/E     47.000    44.500      17 000

____________________________________________________________________

Summe                              150.000   150 000     150 000

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UT 7 – Aufwendungen (gesetzliche Verpflichtungen) Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz ist die Prognose für 2007 und die steigenden Häftlingszahlen.

UT 8 – Aufwendungen

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz ist die Prognose für 2007. Durch die steigenden Häftlingszahlen erhöhen sich auch die Krankenhauskosten und die Vollzugskostenbeiträge.

UT 4 – Einnahmen

Berechnungsbasis der Einnahmen bei diesem Ansatz ist der Durchschnitt der Erfolge der letzten 3 Jahre.

Schlagworte

BGBl. Nr. 631/1975, BGBl. Nr. 599/1988, BGBl. Nr. 52/1991, Vollzugsbeitrag, Ausgabenseite, Ersatzanschaffung

Gesetzesnummer

20005611

Dokumentnummer

NOR40094233