Rechtstracker.at

Anl. 1

Fassungen
01.01.2008 bis 31.12.2010 — BGBl. II Nr. 392/2007 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
Anl. 101.01.200831.12.2010 BGBl. II Nr. 392/2007 (Stammfassung) · aufgehoben

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Flexibilisierungsklausel - Bestimmung der Justizanstalt Leoben als

Organisationseinheit

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 392 aus 2007,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

01.01.2008BGBl. II Nr. 392/2007

Außerkrafttretensdatum

31.12.2010

Index

31/01 Allgemeines Haushaltsrecht, Bundesbudget

Beachte

Zum Bezugszeitraum vergleiche Paragraph 2,

Text

Anlage

Projektprogramm

Gemäß Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, des Bundeshaushaltsgesetzes

  1. Ziffer eins
    Strategische Zielsetzung der Justizanstalt Leoben
Der Justizanstalt Leoben sind folgende Zielsetzungen des Bundesministeriums für Justiz übertragen:
  • Strichaufzählung
    Durchführung des Strafvollzuges nach den Bestimmungen des Strafvollzugsgesetzes in der Justizanstalt Leoben.
  • Strichaufzählung
    Bei Einhaltung der budgetären Zielsetzungen gemäß der Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Einnahmen und Ausgaben soll die Qualität des Vollzuges verbessert werden.

  1. Ziffer 2
    Schlüsselaufgaben der Justizanstalt Leoben
Einleitung des Strafvollzuges gemäß Paragraph 2, der Sprengelverordnung.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Freiheitsstrafen an männlichen und weiblichen Insassen, deren Strafzeit 18 Monate nicht übersteigt.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen männlichen Insassen, deren Strafzeit sechs Monate nicht übersteigt, und Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen weiblichen Insassen, deren Strafzeit ein Jahr nicht übersteigt.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen, die von Verwaltungsbehörden und Finanzstrafbehörden verhängt werden, über Ersuchen derselben.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von gerichtlich verhängten Untersuchungshaften an männlichen und weiblichen Insassen.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Verwahrungshaften an Insassen, die durch die Sicherheitsbehörden eingeliefert werden.
  • Strichaufzählung
    Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 21, Absatz 2, StGB an geistig abnormen, zurechnungsfähigen Rechtsbrechern.
  • Strichaufzählung
    Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 22, StGB an entwöhnungsbedürftigen Rechtsbrechern.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Schubhaften
Zielgruppen der Leistungen sind das Bundesministerium für Justiz, die Vollzugsdirektion, das Landesgericht Leoben und die Bezirksgerichte des Gerichtssprengels Leoben, die Insassen der Justizanstalt Leoben sowie öffentliche und private Auftraggeber, die Leistungen der Justizanstalt Leoben in Anspruch nehmen.

  1. Ziffer 3
    Rechtsgrundlagen
    • Strichaufzählung
      Strafvollzugsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 144 aus 1969,,
    • Strichaufzählung
      Strafprozessordnung 1975, Bundesgesetzblatt Nr. 631
    • Strichaufzählung
      Strafgesetzbuch, Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1974,,
    • Strichaufzählung
      Jugendgerichtsgesetz 1988, Bundesgesetzblatt Nr. 599,
    • Strichaufzählung
      Finanzstrafgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 129 aus 1958,,
    • Strichaufzählung
      Verwaltungsstrafgesetz 1991, Bundesgesetzblatt Nr. 52,
    • Strichaufzählung
      Sprengelverordnung für den Strafvollzug, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 74 aus 1997,,
    • Strichaufzählung
      Vollzugsordnung für Justizanstalten, GZ 42302/27-V/95,
    • Strichaufzählung
      einschlägige Erlässe des Bundesministeriums für Justiz und der Vollzugsdirektion in der jeweils geltenden Fassung.

  1. Ziffer 4
    Allgemeine Ziele der Justizanstalt Leoben

4.1 Fachbezogene Ziele

  • Strichaufzählung
    Durchführung eines humanen und dem rechtlichen Standard angepassten Strafvollzuges,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung rascher Lösungen bei neuen Anforderungen an den Strafvollzug,
  • Strichaufzählung
    Verringerung der Einschlusszeiten und vermehrte Betreuung in der Freizeit,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung des Vollzuges von bis zu 90 155 Hafttagen pro Jahr
Sicherstellung der Betreuung der Insassen durch nachfolgende Betreuungsdienste in der dazu angeführten Mindestbesetzung:

Psychologen                          1 500 Stunden jährlich

Diplomierter Sozialarbeiter          1 680 Stunden jährlich

Diplomierter Krankenpfleger            840 Stunden jährlich

Die verwendeten personenbezogenen Ausdrücke umfassen Frauen und Männer gleichermaßen.

4.2 Managementziele

  • Strichaufzählung
    Stabilisierung des Budgetbedarfes bei mindestens gleich bleibenden Leistungen,
  • Strichaufzählung
    Einhaltung der budgetären Zielsetzungen laut Projektprogramm,
  • Strichaufzählung
    Bessere Nutzung der Personalkapazitäten,
  • Strichaufzählung
    Steigerung der Einnahmen (ausgenommen Vollzugskostenbeiträge) unter Zugrundelegung des erwarteten Erfolges des Jahres 2007,
  • Strichaufzählung
    Erreichung der unter Punkt 5 (Leistungskennzahlen) definierten Leistungsziele

  1. Ziffer 5
    Leistungskennzahlen
Kosten pro Hafttag
Die Kosten pro Hafttag errechnen sich aus dem Saldo aus Einnahmen und Ausgaben dividiert durch die voraussichtliche Anzahl der Hafttage.
Für das Jahr 2007 errechnet sich aus dem erwarteten Saldo von 3 565 000 Euro und 90 155 Hafttagen ein durchschnittlicher Betrag von 39,54 Euro pro Hafttag.
Ziel ist, diesen Betrag zu halten oder zu unterschreiten.

Einschlusszeiten

(Durchschnitt der Zeit, die ein Insasse im Haftraum eingeschlossen ist)

Die Einschlusszeit pro Hafttag in der 11. Woche 2007 (12.bis 18.3.20007) beträgt 11,91 Stunden.

Ziel ist durch effizienten Personaleinsatz die Einschlusszeit zu

verringern.

Berechnung:

24 Stunden, abzüglich Bewegung im Freien, geleistete Arbeitsstunden, Anhaltestunden im gelockerten Vollzug, Ausgänge, Betreuungsstunden, Arztbesuchen, Ausführungen, Vorführungen, Besuchszeiten, Freizeitgestaltung und Gottesdienste.

Beschäftigungsquote

In der Justizanstalt Leoben wurden im 1. Halbjahr 2007 im Durchschnitt 2,12 Arbeitsstunden pro Hafttag geleistet. Ziel ist, im Sinne des Paragraph 45, Absatz eins, StVG, diesen Wert zu verbessern.

Berechnung:

Arbeitsstunden der Vergütungsstufen a bis e laut Monatsstatistik in der IVV zuzüglich arbeitstherapeutische Stunden pro Hafttag

  1. Ziffer 6
    Übersicht über die der Veranschlagung zugrunde gelegten
Personalstände:

____________________________________________________________________

                                  Plan-

                                 stellen         Vorschau

                                   2007  ___________________________

                                           2008    2009    2010

____________________________________________________________________

Beamte/Verwendungsgruppe

____________________________________________________________________

E1                                  2       2       2       2

____________________________________________________________________

E2a/E2b *                          48      48      48      48

____________________________________________________________________

A2                                  1       1       1       1

____________________________________________________________________

Summe Beamte:                      51      51      51      51

____________________________________________________________________

Vertragsbedienstete/

Entlohnungsgruppe

____________________________________________________________________

v1                                 0,5     0,5     0,5     0,5

____________________________________________________________________

V4                                  1       1       1       1

____________________________________________________________________

k4                                 0,5     0,5     0,5     0,5

____________________________________________________________________

SV § 36 VBG                       0,425   0,425   0,425   0,425

____________________________________________________________________

Summe Vertragsbedienstete         2,425   2,425   2,425   2,425

____________________________________________________________________

Gesamtsumme:                     53,425  53,425  53,425  53,425

____________________________________________________________________

7. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen

Einnahmen und Ausgaben:

____________________________________________________________________

____________________________________________________________________

       Anmerkungen                 BVA        erwarteter Erfolg

                                   2007 ____________________________

                                           2008     2009     2010

____________________________________________________________________

                                Ausgaben in Euro

____________________________________________________________________

UT 0  siehe Erläuterungen

       zu Punkt 7                2325000  2700000  2700000  2700000

____________________________________________________________________

UT 3  siehe Erläuterungen zu

       Punkt 7                     30000    50000    50000    50000

____________________________________________________________________

UT 7  siehe Erläuterungen zu

       Punkt 7                     80000    80000    80000    80000

____________________________________________________________________

UT 8  siehe Erläuterungen zu

       Punkt 7                    949000   979000   979000   979000

      ______________________________________________________________

       Kto. 7271-902              494000   600000   600000   600000

       Vollzugskostenbeiträge

      ______________________________________________________________

       Z - Posten                  66000    66000    66000    66000

____________________________________________________________________

Summe der Ausgaben:             3944000  4475000  4475000  4475000

____________________________________________________________________

                                Einnahmen in Euro

____________________________________________________________________

UT4   siehe Erläuterungen zu     130000   309000   309000   309000

       Punkt 7

      ______________________________________________________________

       Kto. 8171                  494000   600000   600000   600000

       Vollzugskostenbeiträge

____________________________________________________________________

UT 7  Bestandswirksame             1000     1000     1000     1000

       Einnahmen

____________________________________________________________________

Summe der Einnahmen:             625000   910000   910000   910000

____________________________________________________________________

Saldo:                         -3319000 -3565000 -3565000 -3565000

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Erläuterungen zu Punkt 7
Zahlungen an die BIG und andere Ausgaben zur Gebäudeerhaltung (ausgenommen mieterpflichtige Instandhaltungen) sowie Aufwendungen für die Unterbringung gemäß Paragraph 21, Absatz eins, StGB und Paragraph 429, Absatz 4, StPO in Krankenhäusern sind nicht saldenwirksam, sondern werden aus dem allgemeinen Budget der Justizanstalten zentral bezahlt. Der Anstieg der Ausgaben gegenüber den Vorjahren ist verursacht durch kurzfristig nicht steuerbare Umstände, insbesondere die Gehaltserhöhungen (UT 0), die steigenden Häftlingszahlen, die Erhöhungen der Arbeitsvergütungen inkl. Vollzugskostenbeiträgen der Häftlinge (UT 8), die laufend an die Kollektivverträge anzupassen sind, und den überproportionalen Anstieg der Kosten der medizinischen Versorgung. Die durch diese Umstände verursachten Steigerungen können durch Managementmaßnahmen in der Organisationseinheit weder auf der Ausgaben- noch auf der Einnahmenseite abgefangen werden. Die Ausgaben waren daher proportional und mit einer Zeitverzögerung zu den übrigen Justizanstalten im unbedingt erforderlichen Ausmaß anzupassen.

UT 0 – Personalbereich

Berechnungsbasis für die Jahre 2008 bis 2010 ist die Prognose für 2007 unter Berücksichtigung der Planstellenentwicklung und der Gehaltserhöhungen. Im Hinblick auf die steigenden Häftlingszahlen ist nicht geplant, die Gehaltserhöhungen durch Personaleinsparungen abzufangen.

Der Personalaufwand für alle Dienstzuteilungen aus der Personaleinsatzgruppe wird von der Justizanstalt Leoben ab Beginn der Dienstzuteilung und unabhängig von der Dauer der jeweiligen Dienstzuteilung geleistet.

Für die Dauer der Aufrechterhaltung der Außenstelle Judenburg werden bis zu 4 Beamte (E2b) dienstzugeteilt.

UT 3 – Anlagen

Die Ausgaben wurden aufgrund des folgenden Investitionsplans budgetiert, wobei (E) für Ersatz- und (N) für Neuanschaffungen steht.

____________________________________________________________________

                                           2008     2009     2010

____________________________________________________________________

                                               Ausgaben in Euro

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Copy Printer                        E    12.000

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Gabelstapler                        N    20.000

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Rasenmähertraktor                   N             35.000

____________________________________________________________________

Hebearbeitsbühne                    N

____________________________________________________________________

Schneefräse                         N                      10.000

____________________________________________________________________

Schraubenkompressor                 N                       8.000

____________________________________________________________________

komb. Fräs-Drehbank                 N                       7.000

____________________________________________________________________

sonstige                           E/N   18.000   15.000   25.000

____________________________________________________________________

Summen                                   50 000   50 000   50 000

____________________________________________________________________

UT 7 – Aufwendungen (gesetzliche Verpflichtungen)

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz ist die Prognose für 2007 und die steigenden Häftlingszahlen.

UT 8 – Aufwendungen

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz ist die Prognose für 2007. Durch die steigenden Häftlingszahlen erhöhen sich auch die Krankenhauskosten und die Vollzugskostenbeiträge.

UT 4 – Einnahmen

Berechnungsbasis der Einnahmen bei diesem Ansatz ist der Durchschnitt der Erfolge der letzten 3 Jahre.

Schlagworte

BGBl. Nr. 631/1975, BGBl. Nr. 599/1988, BGBl. Nr. 52/1991, Planstelle, Ausgabenseite, Ersatzanschaffung

Gesetzesnummer

20005612

Dokumentnummer

NOR40094250