Rechtstracker.at

Anl. 1

Fassungen
01.01.2008 bis 31.12.2010 — BGBl. II Nr. 394/2007 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
Anl. 101.01.200831.12.2010 BGBl. II Nr. 394/2007 (Stammfassung) · aufgehoben

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Flexibilisierungsklausel - Bestimmung der Justizanstalt St. Pölten

als Organisationseinheit

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 394 aus 2007,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

01.01.2008BGBl. II Nr. 394/2007

Außerkrafttretensdatum

31.12.2010

Index

31/01 Allgemeines Haushaltsrecht, Bundesbudget

Beachte

Zum Bezugszeitraum vergleiche Paragraph 2,

Text

Anlage

Projektprogramm

Gemäß Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, des Bundeshaushaltsgesetzes

  1. Ziffer eins
    Strategische Zielsetzung der Justizanstalt St. Pölten
Der Justizanstalt St. Pölten sind folgende Zielsetzungen des Bundesministeriums für Justiz übertragen:
  • Strichaufzählung
    Durchführung des Strafvollzuges nach den Bestimmungen des Strafvollzugsgesetzes in der Justizanstalt St. Pölten.
  • Strichaufzählung
    Bei Einhaltung der budgetären Zielsetzungen gemäß der Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Einnahmen und Ausgaben soll die Qualität des Vollzuges verbessert werden.

  1. Ziffer 2
    Schlüsselaufgaben der Justizanstalt St. Pölten
Einleitung des Strafvollzuges gemäß Paragraph 2, der Sprengelverordnung.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Freiheitsstrafen an männlichen Insassen, deren Strafzeit 18 Monate nicht übersteigt.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen männlichen Insassen, deren Strafzeit sechs Monate nicht übersteigt.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen, die von Verwaltungsbehörden und Finanzstrafbehörden verhängt werden, über Ersuchen derselben.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von gerichtlich verhängten Untersuchungshaften an männlichen Insassen.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Verwahrungshaften an Insassen, die durch die Sicherheitsbehörden eingeliefert werden.
  • Strichaufzählung
    Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 21, Absatz 2, StGB an geistig abnormen, zurechnungsfähigen Rechtsbrechern.
  • Strichaufzählung
    Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 22, StGB an entwöhnungsbedürftigen Rechtsbrechern.
Zielgruppen der Leistungen sind das Bundesministerium für Justiz, die Vollzugsdirektion, das Landesgericht für Strafsachen Wien, das Landesgericht St. Pölten und die Bezirksgerichte des Gerichtssprengels St. Pölten, die Insassen der Justizanstalt St. Pölten sowie öffentliche und private Auftraggeber, die Leistungen der Justizanstalt St. Pölten in Anspruch nehmen.

  1. Ziffer 3
    Rechtsgrundlagen
    • Strichaufzählung
      Strafvollzugsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 144 aus 1969,,
    • Strichaufzählung
      Strafprozessordnung 1975, Bundesgesetzblatt Nr. 631
    • Strichaufzählung
      Strafgesetzbuch, Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1974,,
    • Strichaufzählung
      Jugendgerichtsgesetz 1988, Bundesgesetzblatt Nr. 599,
    • Strichaufzählung
      Finanzstrafgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 129 aus 1958,,
    • Strichaufzählung
      Verwaltungsstrafgesetz 1991, Bundesgesetzblatt Nr. 52,
    • Strichaufzählung
      Sprengelverordnung für den Strafvollzug, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 74 aus 1997,,
    • Strichaufzählung
      Vollzugsordnung für Justizanstalten, GZ 42302/27-V/95,
    • Strichaufzählung
      einschlägige Erlässe des Bundesministeriums für Justiz und der Vollzugsdirektion
in der jeweils geltenden Fassung.

  1. Ziffer 4
    Allgemeine Ziele der Justizanstalt St. Pölten

4.1 Fachbezogene Ziele

  • Strichaufzählung
    Durchführung eines humanen und dem rechtlichen Standard angepassten Strafvollzuges,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung rascher Lösungen bei neuen Anforderungen an den Strafvollzug,
  • Strichaufzählung
    Verringerung der Einschlusszeiten und vermehrte Betreuung in der Freizeit,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung des Vollzuges von bis zu 91 250 Hafttagen pro Jahr
Sicherstellung der Betreuung der Insassen durch nachfolgende Betreuungsdienste in der dazu angeführten Mindestbesetzung:

Psychologen                        1 530 Stunden jährlich

Diplomierter Sozialarbeiter        3 990 Stunden jährlich

Diplomierter Krankenpfleger          440 Stunden jährlich

Die verwendeten personenbezogenen Ausdrücke umfassen Frauen und Männer gleichermaßen.

4.2 Managementziele

  • Strichaufzählung
    Stabilisierung des Budgetbedarfes bei mindestens gleich bleibenden Leistungen,
  • Strichaufzählung
    Einhaltung der budgetären Zielsetzungen laut Projektprogramm,
  • Strichaufzählung
    Bessere Nutzung der Personalkapazitäten,
  • Strichaufzählung
    Steigerung der Einnahmen (ausgenommen Vollzugskostenbeiträge) unter Zugrundelegung des erwarteten Erfolges des Jahres 2007,
  • Strichaufzählung
    Erreichung der unter Punkt 5 (Leistungskennzahlen) definierten Leistungsziele

  1. Ziffer 5
    Leistungskennzahlen
Kosten pro Hafttag
Die Kosten pro Hafttag errechnen sich aus dem Saldo aus Einnahmen und Ausgaben dividiert durch die voraussichtliche Anzahl der Hafttage.
Für das Jahr 2007 errechnet sich aus dem erwarteten Saldo von 4 759 000 Euro Euro und 91 250 Hafttagen ein durchschnittlicher Betrag von 52,15 Euro pro Hafttag.
Ziel ist es, diesen Betrag zu halten oder zu unterschreiten.

Einschlusszeiten

(Durchschnitt der Zeit, die ein Insasse im Haftraum eingeschlossen ist)

Die Einschlusszeit pro Hafttag in der 25. Woche 2007 (18. bis 24. Juni 2007) beträgt 18,34 Stunden

Ziel ist durch effizienten Personaleinsatz die Einschlusszeit zu

verringern.

Berechnung:

Maximal mögliche Einschlusszeit (24 Stunden), abzüglich Bewegung im Freien, geleistete Arbeitsstunden, Anhaltestunden im gelockerten Vollzug, Ausgänge, Betreuungsstunden, Arztbesuche, Ausführungen, Vorführungen, Besuchszeiten, Freizeitgestaltung und Gottesdienste.

Beschäftigungsquote

In der Justizanstalt St. Pölten wurden im 1. Halbjahr 2007 im Durchschnitt 1,68 Arbeitsstunden pro Hafttag geleistet. Ziel ist, im Sinne des Paragraph 45, Absatz eins, StVG, diesen Wert zu verbessern.

Berechnung:

Arbeitsstunden der Vergütungsstufen a bis e laut Monatsstatistik zuzüglich arbeitstherapeutische Stunden in der IVV pro Hafttag

  1. Ziffer 6
    Übersicht über die der Veranschlagung zugrunde gelegten
Personalstände:

____________________________________________________________________

                                 Plan-

                                 stellen   Vorschau

                                 2007    ___________________________

                                           2008    2009    2010

____________________________________________________________________

Beamte/Verwendungsgruppe

____________________________________________________________________

E1                                  2       2       2       2

____________________________________________________________________

E2a/E2b *                          68      68      68      68

____________________________________________________________________

Ausbildungsplanstellen

____________________________________________________________________

A2                                  2       2       2       2

____________________________________________________________________

Summe Beamte:                      72      72      72      72

____________________________________________________________________

Vertragsbedienstete/

Entlohnungsgruppe

____________________________________________________________________

v1                              1,2875  1,2875  1,2875  1,2875

____________________________________________________________________

v2                                  1       1       1       1

____________________________________________________________________

v3                                  3       3       3       3

____________________________________________________________________

v4                                  1       1       1       1

____________________________________________________________________

h1                                  1       1       1       1

____________________________________________________________________

k4                                0,25    0,25    0,25    0,25

____________________________________________________________________

Summe Vertragsbedienstete:      7,5375  7,5375  7,5375  7,5375

____________________________________________________________________

Gesamtsumme:                   79,5375 79,5375 79,5375 79,5375

____________________________________________________________________

7. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen

Einnahmen und Ausgaben:

____________________________________________________________________

       Anmerkungen                 BVA        erwarteter Erfolg

                                   2007 ____________________________

                                           2008     2009     2010

____________________________________________________________________

                                Ausgaben in Euro

____________________________________________________________________

UT 0  siehe Erläuterungen       3079000  3480000  3480000  3480000

       zu Punkt 7

____________________________________________________________________

UT 3  siehe Erläuterungen          2000   115000   115000   115000

       zu Punkt 7

____________________________________________________________________

UT 7  siehe Erläuterungen        106000    65000    65000    65000

       zu Punkt 7

____________________________________________________________________

UT 8  siehe Erläuterungen       1199000  1370000  1370000  1370000

       zu Punkt 7

      ______________________________________________________________

       Kto. 7271-902              600000   530000   530000   530000

       Vollzugskostenbeiträge

      ______________________________________________________________

       Z - Posten                  37000    50000    50000    50000

____________________________________________________________________

Summe der Ausgaben:             5023000  5610000  5610000  5610000

____________________________________________________________________

                                Einnahmen in Euro

____________________________________________________________________

UT4   siehe Erläuterungen        275000   320000   320000   320000

       zu Punkt 7

      ______________________________________________________________

       Kto. 8171                  575000   530000   530000   530000

       Vollzugskostenbeiträge

____________________________________________________________________

UT 7  Bestandswirksame             1000     1000     1000     1000

       Einnahmen

____________________________________________________________________

Summe der Einnahmen:             851000   851000   851000   851000

____________________________________________________________________

Saldo:                         -4172000 -4759000 -4759000 -4759000

____________________________________________________________________

Erläuterungen zu Punkt 7
Zahlungen an die BIG und andere Ausgaben zur Gebäudeerhaltung (ausgenommen mieterpflichtige Instandhaltungen) sowie Aufwendungen für die Unterbringung gemäß Paragraph 21, Absatz eins, StGB und Paragraph 429, Absatz 4, StPO in Krankenhäusern sind nicht saldenwirksam, sondern werden aus dem allgemeinen Budget der Justizanstalten zentral bezahlt. Der Anstieg der Ausgaben gegenüber den Vorjahren ist verursacht durch kurzfristig nicht steuerbare Umstände, insbesondere die Gehaltserhöhungen (UT 0), die steigenden Häftlingszahlen, die Erhöhungen der Arbeitsvergütungen inkl. Vollzugskostenbeiträgen der Häftlinge (UT 8), die laufend an die Kollektivverträge anzupassen sind, und den überproportionalen Anstieg der Kosten der medizinischen Versorgung. Die durch diese Umstände verursachten Steigerungen können durch Managementmaßnahmen in der Organisationseinheit weder auf der Ausgaben- noch auf der Einnahmenseite abgefangen werden. Die Ausgaben waren daher proportional und mit einer Zeitverzögerung zu den übrigen Justizanstalten im unbedingt erforderlichen Ausmaß anzupassen.

UT 0 – Personalbereich

Berechnungsbasis für die Jahre 2008 bis 2010 ist die Prognose für 2007 unter Berücksichtigung der Planstellenentwicklung und der Gehaltserhöhungen. Im Hinblick auf die steigenden Häftlingszahlen ist nicht geplant, die Gehaltserhöhungen durch Personaleinsparungen abzufangen.

Der Personalaufwand für alle Dienstzuteilungen aus der Personaleinsatzgruppe wird von der Justizanstalt St. Pölten ab Beginn der Dienstzuteilung und unabhängig von der Dauer der jeweiligen Dienstzuteilung geleistet.

UT 3 – Anlagen

Die Ausgaben wurden aufgrund des folgenden Investitionsplanesplanes budgetiert, wobei (E) für Ersatz- und (N) für Neuanschaffungen steht.

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Ausgaben in Euro                             2008    2009    2010

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Haftraumsprechanlage                     E   80.000  80.000  80.000

____________________________________________________________________

2 Standkochkessel ca. 190 L              E   20.000

____________________________________________________________________

2 Standkochkessel ca. 300 L              E           30.000

____________________________________________________________________

2 Kipper 80 L                            E                   35 000

____________________________________________________________________

Backschrank                              E   15.000   5.000

____________________________________________________________________

SUMME:                                      115.000 115.000 115.000

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UT 7 – Aufwendungen (gesetzliche Verpflichtungen)

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz ist die Prognose für 2007 und die steigenden Häftlingszahlen.

UT 8 – Aufwendungen

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz ist die Prognose für 2007. Durch die steigenden Häftlingszahlen erhöhen sich auch die Krankenhauskosten und die Vollzugskostenbeiträge. Zu Projektbeginn war die Entwicklung der Häftlingszahlen nicht abschätzbar.

UT 4 – Einnahmen

Berechnungsbasis der Einnahmen bei diesem Ansatz ist der Durchschnitt der Erfolge der letzten 3 Jahre.

Schlagworte

BGBl. Nr. 631/1975, BGBl. Nr. 599/1988, BGBl. Nr. 52/1991, Planstelle, Ausgabenseite, Ersatzanschaffung

Gesetzesnummer

20005614

Dokumentnummer

NOR40094286