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§ 424 LAG

Fassungen
ab 01.07.2021 — BGBl. I Nr. 78/2021 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
§ 424 heute01.07.2021 BGBl. I Nr. 78/2021 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Kurztitel

Landarbeitsgesetz 2021

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 78 aus 2021,

Typ

BG

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 424

Inkrafttretensdatum

01.07.2021BGBl. I Nr. 78/2021

Außerkrafttretensdatum

Abkürzung

LAG

Index

60/01 Arbeitsvertragsrecht

Text

Strafbestimmungen

Paragraph 424,

  1. Absatz eins,Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die
    1. Ziffer eins
      Paragraph 104,, Paragraphen 153, bis 165, Paragraph 168,, Paragraph 169,, Paragraph 170, Absatz eins, 2, und 4, Paragraph 171, Absatz eins, und 2, Paragraph 172,, Paragraph 173, Absatz 2,, Paragraphen 174, bis 176, Paragraph 181,, Paragraph 182,, Paragraph 184,, Paragraph 257, Absatz 3,, Paragraph 258, Absatz 2,, Paragraph 259, Absatz 3,, Paragraph 270, Absatz 2, oder Paragraph 423, oder
    2. Ziffer 2
      Paragraph 183,, Paragraph 186, Absatz 4, 5, und 7, Paragraphen 187, bis 189, Paragraphen 191, bis 193, Paragraph 194, Absatz 4 bis Absatz 7,, Paragraphen 195, bis 197, Paragraph 199, Absatz eins, Ziffer eins, und 2 sowie Absatz 3,, Paragraphen 200, bis 242, Paragraph 243, Absatz 2, und 3, Paragraph 244,, Paragraph 245, Absatz eins, 2, 5, und 7, Paragraph 246, Absatz 7, und 9, Paragraph 247,, Paragraph 248, Absatz 2, bis 5, Paragraph 249,, Paragraph 250,, Paragraph 254, oder den dazu ergangenen Verordnungen
    zuwiderhandeln, sind – sofern die Tat nach anderen Verwaltungsstrafbestimmungen mit strengerer Strafe bedroht ist – von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von 150 € bis 1 100 € zu bestrafen. Ebenso ist zu bestrafen, wer Organe der Land- und Forstwirtschaftsinspektion in der Ausübung ihres Dienstes behindert oder die Erfüllung ihrer Aufgaben vereitelt oder als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer Paragraph 198, Absatz eins, bis 5 zuwiderhandelt.
  2. Absatz 2,Auch Verstöße gegen die Aufzeichnungspflichten gemäß Paragraph 168, oder Paragraph 184, sind hinsichtlich jeder einzelnen Arbeitnehmerin und jedes einzelnen Arbeitnehmers gesondert zu bestrafen, wenn durch das Fehlen der Aufzeichnungen die Feststellung der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit unmöglich oder unzumutbar wird.
  3. Absatz 3,Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die Paragraph 123,, Paragraph 297, Absatz 3,, Paragraph 334, Ziffer 3,, Paragraph 347, Absatz 3, und 4, Paragraph 351,, Paragraph 352, Absatz eins,, Paragraph 357, Absatz 3,, Paragraph 358, Absatz eins, Ziffer 2 und Absatz 2, oder Paragraph 364, zuwiderhandeln, sind – sofern die Tat nicht nach anderen Verwaltungsstrafbestimmungen mit strengerer Strafe bedroht ist – von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von 150 € bis 2 200 € zu bestrafen. Ebenso sind Betriebsratsmitglieder zu bestrafen, die Paragraph 362, Absatz 4, zuwiderhandeln.
  4. Absatz 4,Übertretungen gemäß Absatz 3, sind nur zu verfolgen und zu bestrafen sind, wenn im Falle
    1. Ziffer eins
      des Paragraph 297, Absatz 3, der Wahlvorstand,
    2. Ziffer 2
      des Paragraph 123,, Paragraph 334, Ziffer 3,, Paragraph 347, Absatz 3, und 4, Paragraph 351,, Paragraph 352, Absatz eins und Paragraph 364, der Betriebsrat,
    3. Ziffer 3
      des Paragraph 357, Absatz 3, oder Paragraph 358, Absatz eins, Ziffer 2 und Absatz 2, das gemäß Paragraph 360, zuständige Organ der Arbeitnehmerschaft und
    4. Ziffer 4
      des Paragraph 362, Absatz 4, die Betriebsinhaberin bzw. der Betriebsinhaber
    binnen sechs Wochen ab Kenntnis von der Übertretung und der Person der Täterin bzw. des Täters bei der Bezirksverwaltungsbehörde einen Strafantrag stellt (Privatanklägerin bzw. Privatankläger). Paragraph 56, Absatz 2, und 3 VStG ist anzuwenden.
  5. Absatz 5,Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind – sofern die Tat nicht nach anderen Verwaltungsstrafbestimmungen mit strengerer Strafe bedroht ist – von der Bezirksverwaltungsbehörde bei Verstößen gegen
    1. Ziffer eins
      Paragraph 70, Absatz 2, bis 4, Paragraph 71, sowie Paragraph 78, mit einer Geldstrafe von 1 000 € bis zu 5 000 €, im Wiederholungsfall von 2 000 € bis zu 10 000 €,
    2. Ziffer 2
      Paragraph 77, Absatz 2, mit einer Geldstrafe von 500 € bis zu 5 000 €, im Wiederholungsfall von 1 000 € bis zu 10 000 €,
    3. Ziffer 3
      Paragraph 75,, Paragraph 77, Absatz eins, und 5 sowie Paragraph 80, Absatz 2, 3, und 4 mit einer Geldstrafe bis zu 1 000 €, im Wiederholungsfall von 500 € bis zu 2 000 €,
    zu bestrafen. Bei der Bemessung der Höhe der Geldstrafe ist insbesondere auf den durch die Überlassung erzielten Ertrag oder sonstigen wirtschaftlichen Vorteil Bedacht zu nehmen.
  6. Absatz 6,Bei grenzüberschreitender Überlassung gelten Verwaltungsübertretungen nach Absatz 5, als in jenem Sprengel der Bezirksverwaltungsbehörde begangen, indem der Arbeits- bzw. Einsatzort der nach Österreich überlassenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer liegt, bei wechselnden Arbeits- bzw. Einsatzorten am Ort der Kontrolle.
  7. Absatz 7,Wer den Bestimmungen des Paragraph 375, Ziffer eins, und 2, Paragraph 377, Absatz 3,, Paragraph 378, Absatz 5,, Paragraph 381, Absatz eins, und 4, Paragraph 387, Absatz 2,, Paragraph 389, Absatz 3,, Paragraph 390, Absatz 3,, Paragraph 393, Absatz 2,, Paragraph 397, Absatz eins,, Paragraph 411, Absatz eins und Paragraph 414, Absatz 2, zuwiderhandelt, ist – sofern die Tat nicht nach anderen Verwaltungsstrafbestimmungen mit strengerer Strafe bedroht ist – von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu 2 180 € zu bestrafen.
  8. Absatz 8,Übertretungen nach Absatz 7, sind nur zu verfolgen und zu bestrafen, wenn im Falle
    1. Ziffer eins
      des Paragraph 375, Ziffer eins, und 2, Paragraph 377, Absatz 3,, Paragraph 378, Absatz 5,, Paragraph 381, Absatz eins,, Paragraph 389, Absatz 3,, Paragraph 390, Absatz 3,, Paragraph 397, Absatz eins und Paragraph 414, Absatz 2, die in den beteiligten juristischen Personen, betroffenen Tochtergesellschaften, betroffenen Betrieben oder der Europäischen Genossenschaft bestehenden Arbeitnehmervertretungen,
    2. Ziffer 2
      des Paragraph 381, Absatz 4 und Paragraph 387, Absatz 2, das besondere Verhandlungsgremium,
    3. Ziffer 3
      des Paragraph 393, Absatz 2, die nach der Vereinbarung gemäß Paragraph 393, Absatz eins, zuständige Arbeitnehmervertretung,
    4. Ziffer 4
      des Paragraph 411, Absatz eins, das zuständige Leitungs- oder Verwaltungsorgan der beteiligten juristischen Person, betroffenen Tochtergesellschaften, oder betroffenen Betrieben oder der Vorstand oder Verwaltungsrat der Europäischen Genossenschaft
    binnen sechs Wochen ab Kenntnis von der Übertretung und der Person der Täterin bzw. des Täters bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde einen Strafantrag stellen (Privatanklägerinnen bzw. Privatankläger). Paragraph 56, Absatz 2, und 3 VStG ist anzuwenden.

Schlagworte

Arbeitsort, Leitungsorgan

Im RIS seit

15.04.2021

Zuletzt aktualisiert am

15.04.2021

Gesetzesnummer

20011524

Dokumentnummer

NOR40233043