Rechtstracker.at

Art. 6 (A) RAPG

Fassungen
ab 01.05.1987 — BGBl. Nr. 163/1987
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
Art. 6 (A) heute01.05.1987 BGBl. Nr. 163/1987

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Kurztitel

Rechtsanwaltsprüfungsgesetz A

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 556 aus 1985, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Nr. 163 aus 1987,

Typ

BG

Paragraph/Artikel/Anlage

Artikel 6

Inkrafttretensdatum

01.05.1987BGBl. Nr. 163/1987

Außerkrafttretensdatum

Abkürzung

RAPG

Index

27/01 Rechtsanwälte

Übergangsrecht/Verfassungsbestimmung

A

Text

Artikel römisch sechs

Inkrafttreten, Aufhebung von Rechtsvorschriften, Übergangsbestimmungen, Vollziehung

  1. Absatz eins,Es treten in Kraft
    1. Litera a
      der Artikel römisch eins, dieses Bundesgesetzes am 1. Juli 1986,
    2. Litera b
      die übrigen Bestimmungen am 1. Jänner 1986.
  2. Absatz 2,Es treten außer Kraft
    1. Litera a
      mit dem Inkrafttreten des Artikel römisch eins, dieses Bundesgesetzes
      1. Ziffer eins
        die Verordnung des Justizministeriums vom 11. Oktober 1854, RGBl. Nr. 264, wodurch infolge Allerhöchster Entschließung vom 10. Oktober 1854 neue gesetzliche Bestimmungen über die zur Ausübung der Advokatur erforderliche praktische Prüfung und über die zur Zulassung zu dieser Prüfung erforderliche Geschäftspraxis erlassen werden;
      2. Ziffer 2
        der Artikel römisch siebzehn, der 8. Gerichtsentlastungsnovelle vom 26. Juli 1933, Bundesgesetzblatt Nr. 346 aus 1933,;
      3. Ziffer 3
        der Paragraph 3 und der Paragraph 4, Absatz 3, der Rechtsanwaltsordnung vom 6. Juli 1868, RGBl. Nr. 96, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Nr. 383 aus 1983,;
    2. Litera b
      mit dem Inkrafttreten der übrigen Bestimmungen
      1. Ziffer eins
        die Hofkanzleidekrete vom 16. April 1833, PGS Bd. 61, Nr. 59, und vom 5. Februar 1847, PGS Bd. 75, Nr. 14;
      2. Ziffer 2
        der Paragraph 6, der Rechtsanwaltsordnung vom 6. Juli 1868, RGBl. Nr. 96, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Nr. 383 aus 1983,.
  3. Absatz 3,Für Rechtsanwaltsanwärter, die vor dem 1. Jänner 1986 in die Liste der Rechtsanwaltsanwärter eingetragen waren, es in diesem Zeitpunkt sind oder die praktische Verwendung bei Gericht begonnen haben und bis spätestens 1. Jänner 1987 in die Liste der Rechtsanwaltsanwärter eingetragen worden sind, gelten, sofern sie bis spätestens 1. Jänner 1992 die Eintragung in die Liste der Rechtsanwälte erwirken, hinsichtlich der Dauer der zur Ausübung der Rechtsanwaltschaft erforderlichen praktischen Verwendung die bisherigen Bestimmungen.
  4. Absatz 4,Rechtsanwaltsanwärter, die am 1. Jänner 1989 die Voraussetzungen für die Ablegung der Rechtsanwaltsprüfung nach den bisherigen Bestimmungen erfüllt und sich zur Prüfung angemeldet haben, können auf ihren Antrag die Prüfung nach den bisherigen Bestimmungen ablegen.
  5. Absatz 5,Am 1. Jänner 1986 bestehende Eintragungen in die Verteidigerliste bleiben aufrecht.
  6. Absatz 6,Gleiches gilt für in diesem Zeitpunkt bestehende Rechte zur Führung einer öffentlichen Agentie nach den Hofkanzleidekreten vom 16. April 1833, PGS Bd. 61, Nr. 59, und vom 5. Februar 1847, PGS Bd. 75, Nr. 14.
  7. Absatz 7,Bestehende Befugnisse, die in den Berechtigungsumfang von freien Gewerben fallen, bleiben durch Paragraph 8, Absatz 2, der Rechtsanwaltsordnung in der Fassung des Artikel römisch zwei, Ziffer 4, dieses Bundesgesetzes unberührt.
  8. Absatz 8,Artikel römisch vier, Ziffer 5, dritter Satz des Gesetzes vom 1. August 1895, RGBl. Nr. 112, betreffend die Einführung der Zivilprozeßordnung bleibt unberührt.
  9. Absatz 9,Die im Artikel römisch eins, Paragraph 28, dieses Bundesgesetzes vorgesehene Verordnung kann bereits von dem der Kundmachung dieses Bundesgesetzes folgenden Tag an erlassen werden. Ab diesem Zeitpunkt können auch nach Artikel römisch eins, dieses Bundesgesetzes erforderliche organisatorische Maßnahmen getroffen werden. Die Verordnung und die Maßnahmen können jedoch frühestens mit 1. Juli 1986 in Kraft beziehungsweise in Wirksamkeit gesetzt werden.
  10. Absatz 10,Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes sind hinsichtlich des Artikel römisch eins, Paragraph 27, der Bundesminister für Justiz im Einvernehmen mit den beteiligten Bundesministern, des Artikel römisch eins, Paragraph 28, der Bundesminister für Justiz im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen, des Artikel römisch zwei, Ziffer 10 und des Artikel römisch sechs, Absatz 2, Litera b, Ziffer eins und Absatz 6, der Bundesminister für Inneres, hinsichtlich der übrigen Bestimmungen der Bundesminister für Justiz betraut.

Anmerkung

1. Die in Abs. 1 lit. b, Abs. 2 lit. b Z 2, Abs. 3, Abs. 5 sowie Abs. 7 und 8 enthaltenen Schluß- und Übergangsbestimmungen betreffen die Art. II bis V und sind für das eigentliche Rechtsanwaltsprüfungsrecht bedeutungslos; dies gilt auch für den Abs. 2 lit. b Z 1, womit die formell noch bestandene Möglichkeit zum Erwerb einer „öffentlichen Agentie“ beseitigt wurde; bestehende Befugnisse bleiben jedoch aufrecht (Abs. 6).
2. Im Abs. 4 wurde die ursprünglich mit 1.7.1987 begrenzte Übergangsfrist für die Ablegung der „alten“ Rechtsanwaltsprüfung durch das BG, BGBl. Nr. 163/1987 bis zum 1.1.1989 verlängert.

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2016

Gesetzesnummer

10002683

Dokumentnummer

NOR12033886

Alte Dokumentnummer

N2198517425R