BGBl. I Nr. 130/2003
130. Bundesgesetz: 2. Dienstrechts-Novelle 2003
Bundesgesetz, mit dem das Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979, das Gehaltsgesetz 1956, das Vertragsbedienstetengesetz 1948, das Richterdienstgesetz, das Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz 1984, das Land- und forstwirtschaftliche Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz 1985, das Pensionsgesetz 1965, das Bundestheaterpensionsgesetz, das Bundesbahn-Pensionsgesetz, das Teilpensionsgesetz, das Bundesbediensteten-Sozialplangesetz, das Land- und Forstarbeiter-Dienstrechtsgesetz, das Bundes-Personalvertretungsgesetz, das Ausschreibungsgesetz 1989, das Wachebediensteten-Hilfeleistungsgesetz, das Auslandszulagen- und -hilfeleistungsgesetz, das Mutterschutzgesetz, das Väter-Karenzgesetz, die Reisegebührenvorschrift, das Einsatzzulagengesetz, das Unterrichtspraktikumsgesetz, das Universitäts-Abgeltungsgesetz und das Akademie der Wissenschaften-Gesetz geändert werden sowie das Militärberufsförderungsgesetz 2004 geschaffen wird (2. Dienstrechts-Novelle 2003)
Änderungen durch diese Kundmachung
§ 114geändertAbs 2 Schlussteil; Abs 3
… 5 unveränderte Absätze
Maßnahmen für ehemals politisch Verfolgte
§ 114.
(1) Die Zeit, die ein Beamter in den Jahren 1938 bis 1945 wegen seiner politischen Gesinnung oder wegen tatsächlicher oder angeblicher Betätigung gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft oder in den Jahren 1933 bis 1938 wegen Betätigung für eine aufgelöste Partei, ausgenommen die NSDAP und den Heimatschutz (Richtung Kammerhofer), in gerichtlicher oder polizeilicher Haft zugebracht hat, ist, wenn die Zeit nach den geltenden Vorschriften für die Vorrückung anrechenbar ist und wenn die Haft nicht auf Handlungen zurückgeht, die den Betroffenen der Begünstigung unwürdig erscheinen lassen, in doppeltem Ausmaß anzurechnen.
(2) Ein Beamter, der dem im Abs. 1 umschriebenen Personenkreis angehört, kann durch Vorrückung die nachstehenden weiteren Gehaltsstufen erreichen:
1. Beamte der Allgemeinen Verwaltung, Wachebeamte und
Berufsoffiziere
a) in den Verwendungsgruppen E und D
in der Verwendungsgruppe E, in der Verwendungsgruppe D,
Verwendungsgruppe E, Verwendungsgruppe D,
Dienstklasse III Dienstklasse III
die Gehaltsstufe Euro Gehalts- die Gehaltsstufe Euro Gehalts-
b) in den Verwendungsgruppen A, H 1, B, W 1, H 2, C und W 2
in der die Gehaltsstufe
Euro
IV 2040,0 2077,7 - -
V 2455,5 2500,9 - -
VI 3073,6 3130,5 - -
VII 4303,7 4383,3 - -
VIII - 5730,2 5836,2 -
IX - - 6871,6 6998,7
2. Beamte in handwerklicher Verwendung
in der Dienstklasse
stufe in der Verwendungsgruppe
P 1 P 2 P 3 P 4 P 5
Euro
10 2040,0 2077,7 - - - -
18 - 1551,6 1510,4 1580,3 1538,3 - -
19 - 1603,4 1576,0 1346,3 1261,3 1633,1 1605,2 1371,2 1284,6
20 - - - 1362,8 1273,9 1388,0 1297,5
3. Universitätsprofessoren
in der _______________________________________ ________________________________
Gehalts- Außerordentliche Außerordent- Ordentliche
stufe Universitäts- liche Universitäts-
________________________________
Euro
11 - 5720,5 5826,3
16 5153,7 5249,0 -
4. Lehrer
in der in der Verwendungsgruppe
Gehalts- __________________________________________________ _______________________________________________
stufe L 3 L 2b 1 L 2a 1 L 2a 2 L 1 L PA
Euro
18 2072,8 2554,3 2969,9 3401,5 2111,1 2601,6 3024,8 3464,4 - -
19 2149,4 2652,1 3075,7 3533,9 4164,3 4734,2 2189,2 2701,2 3132,6 3599,3 4241,3 4821,8
20 - - - - 4369,3 4950,1 4450,1 5041,7
5. Beamte des Schulaufsichtsdienstes
in der in der Verwendungsgruppe
Euro
11 4321,6 5285,4 4401,5 5383,2
6. Beamte der Post- und Telegraphenverwaltung
… 9 unveränderte Absätze
____________________________________________________________________
in in der Verwendungsgruppe
der ______________________________________________________________
Ge- PT 9 PT 8 PT 7 PT 6 PT 5 PT 4 PT 3 PT 2 PT 1
halts-______________________________________________________________
stufe Euro
____________________________________________________________________
18 1295 1575,4 1641,5 1954,8 2122,0 2460 2616 2796 3309
19 1313 1617,3 1686,5 - - - - - -
(3) Einem Staatsanwalt, der dem im Abs. 1 umschriebenen Personenkreis angehört, gebührt nach zwei tatsächlich oder - bei einem Staatsanwalt mit festem Gehalt - fiktiv in der Gehaltsstufe 16 verbrachten Jahren eine Erhöhung des Gehaltes um 289,8 295,2 €.
(4) (Anm.: aufgehoben durch BGBl. I Nr. 5/1999)