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BGBl. II Nr. 432/2011

kundgemacht 20.12.2011 RIS↗
Änderung der Kraftfahrgesetz-Durchführungsverordnung 1967 (57. Novelle zur KDV 1967)
Verordnung der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, mit der die Kraftfahrgesetz-Durchführungsverordnung 1967 geändert wird (57. Novelle zur KDV 1967)
Kundmachung BGBl. II Nr. 432/2011× zu KDV 1967×

Änderungen durch diese Kundmachung

Kraftfahrgesetz-Durchführungsverordnung 1967 (KDV 1967) 120 § 0↗RIS↗
Anl. 10bgeändertText, Überschrift · A: Text, Z 1 bis Z 6 (neu) · B
in Kraft 28.04.2010 – 18.01.2013 · idF BGBl. II Nr. 124/2010 · danach: BGBl. II Nr. 432/2011 Anl. 10b↗RIS↗
in Kraft ab 19.01.2013 · idF BGBl. II Nr. 432/2011 Anl. 10b↗RIS↗
Anlage 10 b zu § 64 b Abs. 2 Z 1 Anlage 10b zu § 64b Abs. 5
LEHRPLAN Lehrplan für die praktische Ausbildung für die A-Klassen
für die praktische Ausbildung für die Klasse A. Vorgehensweise
Abschnitt
Schwerpunkt
Ort
Inhalt
Vorbereitung
Durchführung der Überprüfungen, die vor Antritt einer Fahrt notwendig sind, sowie richtige Inbetriebnahme des Kraftfahrzeuges
Verkehrsfreier Raum
Startvorbereitung, Fahrvorbereitung, Rangieren, Sitzposition
Vorschulung
Elementare Fahrzeugbeherrschung
Parkplatz oder möglichst verkehrsfreie Straße
Gehen mit Motor, Klettern, Spurgasse, Anfahren, Schalten, Bremsen, Kreisfahren, Achterfahren, Wedeln, Trialstop, Berg, Behelfsstart Fahren mit Beifahrer
Grundschulung
Einführung in den Verkehrsraum. Aufbau des Drei-Blick-Trainings
Verkehrsarme Straßen
Richtiges Benützen der Fahrbahn. Zielklares Bewegen
Hauptschulung
Aktives und passives Erleben der Verkehrsdynamik. Aufbau des Blickfiltertrainings
Fahren auf Straßen mit stärkerem Verkehr. Auswahl nach: Querstellen-, Mithalte- und Gegenverkehrsstrecken
Befahren ausgewählter Lehrstrecken und Manöverkommentierung
Perfektionsschulung
Einführung in die jeweils geeignete Verkehrstaktik. Besondere Fahrzeugbeherrschung
Alle vom Standort aus erreichbaren Verkehrsräume
Zielfahren, Überlandfahrten, Dynomentraining, Defensivtaktik, Spezielle Fahrzeugbeherrschung, insbesondere im Hinblick auf für Krafträder typische Situationen, in denen der Lenker durch Erschrecken zu reflexartigen Fehlreaktionen verleitet wird sowie Durchführen einer Gefahrenbremsung, Prüfungsvorbereitung
Überprüfung
Überprüfung des Kraftfahrzeuges auf Verkehrs- und Betriebssicherheit
Möglichst in verkehrsfreiem Raum
Einfache Überprüfungen, die man am Kraftfahrzeug ohne Werkzeug durchführen kann
Bei jeder Ausbildungshandlung ist systematisch nach folgenden Schritten vorzugehen:
1. Vorbereitung und Planung der Übung (einschließlich geeignetem Ort, benötigter Ausrüstung, Lehrmittel usw.)
2. Klärung der rechtlichen Voraussetzungen und Sicherheit der Übung (u.a. vorschriftsgemäße Verwendung eines Helms und anderer erforderlicher Schutzausrüstung, Einschätzung der Eignung des Kandidaten nach dem Ausbildungsstand)
3. Vorbereitung und Einweisung des Fahrschülers (u.a. sind in der Platzausbildung alle Übungen vor der ersten Durchführung zu erklären und vorzuzeigen)
4. Durchführung der Übung
5. Herstellung eines Bezugs der Übung zur späteren Verkehrsteilnahme (insbesondere Besprechung der situationsspezifischen Risiken, der möglichen Vorbereitung darauf, Erläuterung einer risikooptimierten Verhaltensweise)
6. Bewertung des Verhaltens (gemeinsame Besprechung des Verhaltens des Fahrschülers, Erarbeitung von Verbesserungsmöglichkeiten, Schulung der Kompetenz des Lernens aus Erfolgen und Misserfolgen)
B. Inhalte
Abschnitt
Schwerpunkt
Ort
Inhalt
Vorbereitung
Durchführung der Überprüfungen, die vor Antritt einer Fahrt notwendig sind sowie richtige Inbetriebnahme des Kraftfahrzeuges
Verkehrsfreier Raum
Startvorbereitung, Fahrvorbereitung, Rangieren, Sitzposition
Vorschulung
Elementare Fahrzeugbeherrschung
Parkplatz oder möglichst verkehrsfreie Straße
Gehen mit Motor, Klettern, Spurgasse, Anfahren, Schalten, Bremsen, Kreisfahren, Achterfahren, Wedeln, Trialstop, Berg, Behelfsstart Fahren mit Beifahrer
Grundschulung
Einführung in den Verkehrsraum. Aufbau des Drei-Blick-Trainings
Verkehrsarme Straßen
Richtiges Benützen der Fahrbahn. Zielklares Bewegen
Hauptschulung
Aktives und passives Erleben der Verkehrsdynamik. Aufbau des Blickfiltertrainings
Fahren auf Straßen mit stärkerem Verkehr. Auswahl nach:
Querstellen-, Mithalte-und Gegenverkehrsstrecken
Befahren ausgewählter Lehrstrecken und Manöverkommentierung
Perfektionsschulung
Einführung in die jeweils geeignete Verkehrstaktik. Besondere Fahrzeugbeherrschung
Alle vom Standort aus erreichbaren Verkehrsräume
Zielfahren, Überlandfahrten, Dynomentraining, Defensivtaktik, Spezielle Fahrzeugbeherrschung, insbesondere im Hinblick auf für Krafträder typische Situationen, in denen der Lenker durch Erschrecken zu reflexartigen Fehlreaktionen verleitet wird sowie Durchführen einer Gefahrenbremsung, Prüfungsvorbereitung
Überprüfung
Überprüfung des Kraftfahrzeuges auf Verkehrs- und Betriebssicherheit
Möglichst in verkehrsfreiem Raum
Einfache Überprüfungen, die man am Kraftfahrzeug ohne Werkzeug durchführen kann
Einem Bewerber um die Lenkberechtigung der Klasse A1 sind im Umfang von insgesamt zwei Unterrichtseinheiten bei den jeweils passenden Situationen folgende Inhalte schwerpunktmäßig zu vermitteln, wobei auf die klassenspezifischen Besonderheiten einzugehen ist:
1. Risikokompetenz (Inhalte gemäß Anlage 10a),
2. Fahrten im Schnellverkehr (wie Autobahn, Autostraße; insbesondere Einfahren, wobei auf die durch geringere Geschwindigkeit und geringeres Beschleunigungsvermögen entstehenden Risiken hinzuweisen ist, und Überholtwerden),
3. Überholen (Hinweis auf die durch geringeres Beschleunigungsvermögen entstehenden Risiken),
4. Vorfahren neben oder zwischen bereits angehaltenen Fahrzeugen (insbesondere Übersehenwerden durch Blickabschattungen wie toter Winkel und Verdeckung),
5. Fehlannahmen anderer Straßenbenützer (insbesondere falsche Einschätzung der Annäherungsgeschwindigkeit bei Verwechslung mit einem Motorfahrrad).