Gründe:
Mit dem angefochtenen, auf den Wahrsprüchen der Geschworenen beruhenden Urteil - das auch einen unbekämpft in Rechtskraft erwachsenen Freispruch (richtig: nach § 336 StPO) des Erstangeklagten enthält - wurdenMit dem angefochtenen, auf den Wahrsprüchen der Geschworenen beruhenden Urteil - das auch einen unbekämpft in Rechtskraft erwachsenen Freispruch (richtig: nach Paragraph 336, StPO) des Erstangeklagten enthält - wurden
Manfred G***** des Verbrechens des schweren Raubes nach §§ 15 Abs 1, 142 Abs 1, 143 zweiter Fall StGB (A 1), der Verbrechen des Raubes nach § 142 Abs 1 StGB (A 2, A 3), des Vergehens der dauernden Sachentziehung nach § 135 Abs 1 StGB (A 4), des Vergehens des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt nach §§ 15 Abs 1, 269 Abs 1 StGB (A 5), des Vergehens der schweren Körperverletzung nach §§ 83 Abs 1, 84 Abs 2 Z 4 StGB (A 6), des Vergehens der dauernden Sachentziehung nach § 135 Abs 1 StGB (A 7) sowie des Vergehens der Entfremdung unbarer Zahlungsmittel nach § 241e Abs 3 StGB (A 8) sowieManfred G***** des Verbrechens des schweren Raubes nach Paragraphen 15, Absatz eins, 142, Absatz eins, 143, zweiter Fall StGB (A 1), der Verbrechen des Raubes nach Paragraph 142, Absatz eins, StGB (A 2, A 3), des Vergehens der dauernden Sachentziehung nach Paragraph 135, Absatz eins, StGB (A 4), des Vergehens des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt nach Paragraphen 15, Absatz eins, 269, Absatz eins, StGB (A 5), des Vergehens der schweren Körperverletzung nach Paragraphen 83, Absatz eins, 84, Absatz 2, Ziffer 4, StGB (A 6), des Vergehens der dauernden Sachentziehung nach Paragraph 135, Absatz eins, StGB (A 7) sowie des Vergehens der Entfremdung unbarer Zahlungsmittel nach Paragraph 241 e, Absatz 3, StGB (A 8) sowie
Michaela B***** des Verbrechens des schweren Raubes als Beteiligte nach §§ 12 dritter Fall, 15 Abs 1, 142 Abs 1, 143 zweiter Fall StGB (B 1), der Verbrechen des Raubes als Beteiligte nach §§ 12 dritter Fall, 142 Abs 1 StGB (B 2, B 3), der Vergehen der dauernden Sachentziehung nach § 135 Abs 1, 12 dritter Fall StGB (B 4, B 5) sowie des Vergehens der Entfremdung unbarer Zahlungsmittel nach § 241e Abs 3 StGB (B 6)Michaela B***** des Verbrechens des schweren Raubes als Beteiligte nach Paragraphen 12, dritter Fall, 15 Absatz eins, 142, Absatz eins, 143, zweiter Fall StGB (B 1), der Verbrechen des Raubes als Beteiligte nach Paragraphen 12, dritter Fall, 142 Absatz eins, StGB (B 2, B 3), der Vergehen der dauernden Sachentziehung nach Paragraph 135, Absatz eins, 12, dritter Fall StGB (B 4, B 5) sowie des Vergehens der Entfremdung unbarer Zahlungsmittel nach Paragraph 241 e, Absatz 3, StGB (B 6)
schuldig erkannt.
Danach hat - soweit für das Nichtigkeitsverfahren von Bedeutung -
A. Manfred G***** in Salzburg
1. am 15. August 2008 der Angestellten der B***** in der A***** Christine W***** dadurch mit Gewalt fremde bewegliche Sachen mit dem Vorsatz wegzunehmen versucht, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern, dass er ihr aus kurzer Distanz mit einem Pfefferspray in das Gesicht sprühte, mithin unter Verwendung einer Waffe, Bargeld in Höhe von rund 800 Euro,
2. am 16. August 2008 der Eva Maria A***** dadurch mit Gewalt fremde bewegliche Sachen mit dem Vorsatz weggenommen, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern, dass er ihr von hinten die Handtasche entriss, wobei er mit solch einer Gewalt an der Handtasche zog, dass Eva Maria A***** kurz mitgeschleift wurde und beinahe zu Sturz kam, Bargeld in der Höhe von 13 Euro,
3. am 17. August 2008 in Salzburg Maria Go***** dadurch mit Gewalt fremde bewegliche Sachen mit dem Vorsatz weggenommen, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern, dass er ihr die Handtasche mit einer solchen Kraft von der Schulter riss, dass sich der Tragriemen löste und Maria Go***** zu Sturz kam, Bargeld in Höhe von insgesamt 149,04 Euro und eine Geldtasche unbekannten Werts,
4. am 16. August 2008 dadurch, dass er die Handtasche der Eva Maria A***** im Wert von 25 Euro samt einer Insulinspritze unbekannten Werts, einer Lesebrille im Wert von 10 Euro, einer Geldtasche im Wert von 13 Euro und eines Ohrgehänges im Wert von 20 Euro aus dem Pkw warf, Eva Maria A***** geschädigt, indem er fremde bewegliche Sachen aus deren Gewahrsam dauernd entzog, ohne diese Sachen sich oder einem Dritten zuzueignen,
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7. am 17. August 2008 gemeinsam mit Michaela B***** als Mittäter (§ 12 StGB) dadurch, dass er der Maria Go***** eine Lederhandtasche samt einer Schlüsseltasche mit 5 Schlüsseln, einer Ledergeldbörse und diversen Effekten in jeweils unbekanntem Wert wegnahm und Michaela B***** die Handtasche samt den darin aufbewahrten Sachen in einen Altpapier-Container warf, Maria Go***** geschädigt, indem sie fremde bewegliche Sachen aus deren Gewahrsame dauernd entzogen, ohne die Sachen sich oder einem Dritten zuzueignen, sowie7. am 17. August 2008 gemeinsam mit Michaela B***** als Mittäter (Paragraph 12, StGB) dadurch, dass er der Maria Go***** eine Lederhandtasche samt einer Schlüsseltasche mit 5 Schlüsseln, einer Ledergeldbörse und diversen Effekten in jeweils unbekanntem Wert wegnahm und Michaela B***** die Handtasche samt den darin aufbewahrten Sachen in einen Altpapier-Container warf, Maria Go***** geschädigt, indem sie fremde bewegliche Sachen aus deren Gewahrsame dauernd entzogen, ohne die Sachen sich oder einem Dritten zuzueignen, sowie
8. am 17. August 2008 gemeinsam mit Michaela B***** als Mittäter (§ 12 StGB) ein unbares Zahlungsmittel, über das sie nicht verfügen durften, nämlich die in der Handtasche aufbewahrte Bankomatkarte der Maria Go***** mit dem Vorsatz unterdrückt, dessen Verwendung im Rechtsverkehr zu verhindern;8. am 17. August 2008 gemeinsam mit Michaela B***** als Mittäter (Paragraph 12, StGB) ein unbares Zahlungsmittel, über das sie nicht verfügen durften, nämlich die in der Handtasche aufbewahrte Bankomatkarte der Maria Go***** mit dem Vorsatz unterdrückt, dessen Verwendung im Rechtsverkehr zu verhindern;
B. Michaela B***** in Salzburg
1. am 15. August 2008 dadurch, dass sie mit ihrem Pkw Chauffeur-Dienste leistete, zur Ausführung der im Schuldspruch A 1 geschilderten Tathandlung des Manfred G***** beigetragen,
2. am 16. August 2008 dadurch, dass sie mit ihrem Pkw Chauffeur-Dienste leistete, zur Ausführung der unter Schuldspruch A . genannten Tathandlung des Manfred G***** beigetragen,
3. am 17. August 2008 dadurch, dass sie mit ihrem Pkw Chauffeur-Dienste leistete, zur Ausführung der unter Schuldspruch A 3 geschilderten Tathandlung des Manfred G***** beigetragen,
4. am 16. August 2008 dadurch, dass sie mit ihrem Pkw Chauffeur-Dienste leistete, zur Ausführung der unter Schuldspruch A 4 geschilderten Tathandlung des Manfred G***** beigetragen,
5. am 17. August 2008 mit Manfred G***** gemeinsam als Mittäter (§ 12 StGB) dadurch, dass Manfred G***** der Maria Go***** eine Lederhandtasche samt einer Schlüsseltasche mit 5 Schlüsseln, einer Ledergeldbörse und diversen Effekten in jeweils unbekanntem Wert wegnahm und Michaela B***** die Handtasche samt den darin aufbewahrten Sachen in einen Altpapier-Container warf, Maria Go***** geschädigt, indem sie fremde bewegliche Sachen aus deren Gewahrsam dauernd entzogen, ohne die Sachen sich oder einem Dritten zuzueignen,5. am 17. August 2008 mit Manfred G***** gemeinsam als Mittäter (Paragraph 12, StGB) dadurch, dass Manfred G***** der Maria Go***** eine Lederhandtasche samt einer Schlüsseltasche mit 5 Schlüsseln, einer Ledergeldbörse und diversen Effekten in jeweils unbekanntem Wert wegnahm und Michaela B***** die Handtasche samt den darin aufbewahrten Sachen in einen Altpapier-Container warf, Maria Go***** geschädigt, indem sie fremde bewegliche Sachen aus deren Gewahrsam dauernd entzogen, ohne die Sachen sich oder einem Dritten zuzueignen,
6. am 17. August 2008 mit Manfred G***** gemeinsam als Mittäter (§ 12 StGB) ein unbares Zahlungsmittel, über das sie nicht verfügen durften, nämlich die in der Handtasche aufbewahrte Bankomatkarte der Maria G***** mit dem Vorsatz unterdrückt, dessen Verwendung im Rechtsverkehr zu verhindern.6. am 17. August 2008 mit Manfred G***** gemeinsam als Mittäter (Paragraph 12, StGB) ein unbares Zahlungsmittel, über das sie nicht verfügen durften, nämlich die in der Handtasche aufbewahrte Bankomatkarte der Maria G***** mit dem Vorsatz unterdrückt, dessen Verwendung im Rechtsverkehr zu verhindern.
Die Geschworenen hatten die ihnen anklagekonform vorgelegten Hauptfragen (mit einer zum Freispruch führenden Ausnahme) bejaht und die hinsichtlich der Angeklagten B***** zu den Hauptfragen 9 und 10 (Raubbeiträge Fakten A***** und Go*****) gestellten Eventualfragen 1 und 2 (in Richtung Diebstahlsbeiträge) folglich nicht beantwortet. Der Erstangeklagte G***** erhebt aus § 345 Abs 1 Z 10a StPO, die Zweitangeklagte B***** aus Z 6 und 8 leg cit Nichtigkeitsbeschwerde. Die vom Erstangeklagten überdies ausgeführte Berufung wegen Schuld ist der Strafprozessordnung zur Bekämpfung von Geschworenenurteilen unbekannt und war daher zurückzuweisen.Die Geschworenen hatten die ihnen anklagekonform vorgelegten Hauptfragen (mit einer zum Freispruch führenden Ausnahme) bejaht und die hinsichtlich der Angeklagten B***** zu den Hauptfragen 9 und 10 (Raubbeiträge Fakten A***** und Go*****) gestellten Eventualfragen 1 und 2 (in Richtung Diebstahlsbeiträge) folglich nicht beantwortet. Der Erstangeklagte G***** erhebt aus Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 10 a, StPO, die Zweitangeklagte B***** aus Ziffer 6 und 8 leg cit Nichtigkeitsbeschwerde. Die vom Erstangeklagten überdies ausgeführte Berufung wegen Schuld ist der Strafprozessordnung zur Bekämpfung von Geschworenenurteilen unbekannt und war daher zurückzuweisen.