Gründe:
Mit dem angefochtenen - auch einen rechtskräftigen Teilfreispruch enthaltenden - Urteil wurde Johann S***** der Verbrechen
der "teils versuchten, teils vollendeten" schweren Erpressung nach §§ 144 Abs l, 145 Abs 1 Z l und Abs 2 Z l, 15 StGB (A./) - gemeint: der jeweils mehrfach verwirklichten Verbrechen der schweren Erpressung nach §§ 144, 145 Abs 2 Z 1 StGB (A./I./1.-3.), der versuchten schweren Erpressung nach §§ 15, 144, 145 Abs 1 Z 1 und Abs 2 Z 1 StGB (A./II./1. und 3.) sowie nach §§ 15, 144, 145 Abs 2 Z 1 StGB (A./II./2. und 4.),der "teils versuchten, teils vollendeten" schweren Erpressung nach Paragraphen 144, Abs l, 145 Absatz eins, Z l und Absatz 2, Z l, 15 StGB (A./) - gemeint: der jeweils mehrfach verwirklichten Verbrechen der schweren Erpressung nach Paragraphen 144, 145, Absatz 2, Ziffer eins, StGB (A./I./1.-3.), der versuchten schweren Erpressung nach Paragraphen 15, 144, 145, Absatz eins, Ziffer eins und Absatz 2, Ziffer eins, StGB (A./II./1. und 3.) sowie nach Paragraphen 15, 144, 145, Absatz 2, Ziffer eins, StGB (A./II./2. und 4.),
des gewerbsmäßigen schweren Betruges, teilweise als Beteiligter nach §§ 146, 147 Abs 2, 148 zweiter Fall und 12 zweite Alternative StGBdes gewerbsmäßigen schweren Betruges, teilweise als Beteiligter nach Paragraphen 146, 147, Absatz 2, 148, zweiter Fall und 12 zweite Alternative StGB
(B./),
des gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch nach §§ 127, 129 Z 3, 130 vierter Fall StGB (C./),des gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 127, 129, Ziffer 3, 130, vierter Fall StGB (C./),
der geschlechtlichen Nötigung nach § 202 Abs 1 und Abs 2 StGB (D./),der geschlechtlichen Nötigung nach Paragraph 202, Absatz eins und Absatz 2, StGB (D./),
der "teils versuchten, teils vollendeten" schweren Nötigung nach §§ 105 Abs l, 106 Abs 1 Z l, 15 StGB (F./) - gemeint: des zweifach verwirklichten Verbrechens der schweren Nötigung nach §§ 105 Abs 1, 106 Abs 1 Z 1 StGB (F./I. und II.) und des Verbrechens der versuchten schweren Nötigung nach §§ 15, 105 Abs 1, 106 Abs 1 Z 1 StGB (F./III.) - undder "teils versuchten, teils vollendeten" schweren Nötigung nach Paragraphen 105, Abs l, 106 Absatz eins, Z l, 15 StGB (F./) - gemeint: des zweifach verwirklichten Verbrechens der schweren Nötigung nach Paragraphen 105, Absatz eins, 106, Absatz eins, Ziffer eins, StGB (F./I. und römisch zwei.) und des Verbrechens der versuchten schweren Nötigung nach Paragraphen 15, 105, Absatz eins, 106, Absatz eins, Ziffer eins, StGB (F./III.) - und
des Verbrechens nach § 28 Abs 2 SMG (J./), sowie der Vergehendes Verbrechens nach Paragraph 28, Absatz 2, SMG (J./), sowie der Vergehen
der schweren Körperverletzung nach §§ 83 Abs l, 84 Abs 3 StGB (E./),der schweren Körperverletzung nach Paragraphen 83, Abs l, 84 Absatz 3, StGB (E./),
der Freiheitsentziehung nach § 99 Abs 1 StGB (G./),der Freiheitsentziehung nach Paragraph 99, Absatz eins, StGB (G./),
der Zuhälterei nach § 216 (nur gemeint:) Abs 2 StGB (H./) undder Zuhälterei nach Paragraph 216, (nur gemeint:) Absatz 2, StGB (H./) und
der versuchten Bestimmung zur falschen Beweisaussage vor einer Verwaltungsbehörde nach §§ 15, 12 zweite Alternative, 289 StGB (i./)der versuchten Bestimmung zur falschen Beweisaussage vor einer Verwaltungsbehörde nach Paragraphen 15, 12, zweite Alternative, 289 StGB (i./)
schuldig erkannt und hiefür nach §§ 28 Abs 1, 145 StGB zu einer neunjährigen Freiheitsstrafe verurteilt sowie gemäß § 21 Abs 2 StGB in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.schuldig erkannt und hiefür nach Paragraphen 28, Absatz eins, 145, StGB zu einer neunjährigen Freiheitsstrafe verurteilt sowie gemäß Paragraph 21, Absatz 2, StGB in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.
Nach dem Inhalt des Schuldspruchs hat Johann S***** in Wien
A./ gewerbsmäßig mit dem Vorsatz, sich oder einen Dritten durch das Verhalten der Genötigten unrechtmäßig zu bereichern, andere durch gefährliche Drohung zu Handlungen, die diese oder einen Dritten am Vermögen schädigten
I./ genötigt, und zwarrömisch eins./ genötigt, und zwar
1./ am 25. Juni 2000
a./ unter dem Eindruck unmittelbar zuvor zugefügter Verletzungen Karin E***** zur Übergabe von 5.000,-- S, welche diese mittels Servicekarte bei der Erste Bank behob;
b./ durch die Äußerung, wenn bis morgen 13.00 oder 14.00 Uhr Helga Schu***** nicht aus der Haft entlassen ist, passiere ihnen etwas, Johann M***** und Karin E***** zur Herausgabe von Schmuckstücken;
2./ am 26. Juni 2000 unter dem Eindruck der zu A./I./l./b./ angeführten Drohung Johann M***** und Karin E***** zur Übergabe von 10.000,-- S;
3./ im März 2000 Johannes Schl***** unter dem Eindruck der mehrfach geäußerten Drohung, er werde dessen Eltern Mitteilung betreffend das gegen diesen anhängige Strafverfahren wegen Vergewaltigung machen, zur Übergabe von rund 11.000,-- S;
II./ zu nötigen versucht, und zwarrömisch zwei./ zu nötigen versucht, und zwar
1./ im Zeitraum von März bis Mai 2000 Johann M***** durch die Äußerung, er werde seine Kinder, seine Eltern und seine Lebensgefährtin Karin E***** erwürgen, sohin durch Drohung mit dem Tod, zur Überlassung der Wohnung und Abtretung der daran bestehenden Mietrechte an ihn;
2./ im Mai 2000 Karin E***** durch die Drohung, er werde ihre Schmuckstücke zerstören und in der Toilette hinunterspülen, zur Übergabe von 270.000,-- S;
3./ Ende Mai 2000 Felicitias F*****, Karin E***** und Tamara B***** durch die Äußerung, er werde ihre Familienangehörigen umbringen, sohin durch Drohung mit dem Tod, zur Übergabe von 10.000,-- S täglich;
4./ am 25. Juni 2000 Johann M***** unter dem Eindruck der diesem unmittelbar zuvor zugefügten Verletzungen zur Übergabe von Bargeld, welches dieser bei der Bank Austria mit seiner Servicekarte beheben sollte;
B./ mit dem Vorsatz unrechtmäßiger Bereicherung und in der Absicht, sich durch die wiederkehrende Begehung schwerer Betrügereien eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen, Nachgenannte durch Täuschung über im Urteil näher beschriebene Tatsachen zu Handlungen verleitet (oder eine dritte Person dazu bestimmt), die diese oder andere in einem 25.000,-- S übersteigenden Wert am Vermögen schädigten, und zwar
I./ im Zeitraum von Juli bis Dezember 1999 Johann G***** zur Übergabe von insgesamt 70.000,-- S Bargeld und eines PKW Ford Sierra im Wert von 40.000,-- S;römisch eins./ im Zeitraum von Juli bis Dezember 1999 Johann G***** zur Übergabe von insgesamt 70.000,-- S Bargeld und eines PKW Ford Sierra im Wert von 40.000,-- S;
II./ im Jänner 2000 Johannes Schl***** zur Übergabe von 30.000,-- S und eines PKW BMW 316;römisch zwei./ im Jänner 2000 Johannes Schl***** zur Übergabe von 30.000,-- S und eines PKW BMW 316;
III./ am 26. Juni 2000 Sonja Se***** dazu bestimmt, Angestellte der Bank Austria durch die Vorspiegelung, über das genannte Sparbuch verfügungsberechtigt zu sein, zur Auszahlung von 10.000,-- S zum Nachteil der Felicitas F***** zu verleiten;römisch drei./ am 26. Juni 2000 Sonja Se***** dazu bestimmt, Angestellte der Bank Austria durch die Vorspiegelung, über das genannte Sparbuch verfügungsberechtigt zu sein, zur Auszahlung von 10.000,-- S zum Nachteil der Felicitas F***** zu verleiten;
C./I.-III./ vom 20. Mai bis 20. Juni 2000 teilweise im bewussten und gewollten Zusammenwirken mit dem abgesondert verfolgten Johannes Schl***** im Urteil genannten Personen drei Fahrräder im Gesamtwert von 14.200,-- S durch Aufbrechen von Sperrvorrichtungen mit dem Vorsatz unrechtmäßiger Bereicherung und in der Absicht weggenommen, sich durch die wiederkehrende Begehung der Tat eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen;
D./ am 25. Juni 2000 Johann M***** und Karin E***** unter dem Eindruck zuvor zugefügter Verletzungen, sohin durch gefährliche Drohung, außer den Fällen des § 201 StGB zur Vornahme und Duldung einer im Urteil näher beschriebenen geschlechtlichen Handlung genötigt, wobei die Genannten durch die Anwesenheit mehrerer weiterer Personen in besonderer Weise erniedrigt wurden;D./ am 25. Juni 2000 Johann M***** und Karin E***** unter dem Eindruck zuvor zugefügter Verletzungen, sohin durch gefährliche Drohung, außer den Fällen des Paragraph 201, StGB zur Vornahme und Duldung einer im Urteil näher beschriebenen geschlechtlichen Handlung genötigt, wobei die Genannten durch die Anwesenheit mehrerer weiterer Personen in besonderer Weise erniedrigt wurden;
E./ andere durch im Urteil näher beschriebene Tätlichkeiten vorsätzlich am Körper verletzt, wobei er mindestens drei selbständige Taten ohne begreiflichen Anlass und unter Anwendung erheblicher Gewalt beging, und zwar
I./1.-3./ im Zeitraum von März bis 20. Juni 2000 Johannes Schl***** in vier verschiedenen Angriffen, wodurch dieser ein Hämatom an den Hoden, zwei blutende Wunden oberhalb des linken Auges, eine Rissquetschwunde am Kopf und eine Wunde am rechten Oberarm erlitt;römisch eins./1.-3./ im Zeitraum von März bis 20. Juni 2000 Johannes Schl***** in vier verschiedenen Angriffen, wodurch dieser ein Hämatom an den Hoden, zwei blutende Wunden oberhalb des linken Auges, eine Rissquetschwunde am Kopf und eine Wunde am rechten Oberarm erlitt;
II./ im Zeitraum von März bis 26. Juni 2000 in mehrfachen Angriffen Helga Schu*****, die eine Schnittwunde am rechten Bein, ein Hämatom und eine blutende Wunde am linken Knie sowie eine Schwellung im Gesicht erlitt;römisch zwei./ im Zeitraum von März bis 26. Juni 2000 in mehrfachen Angriffen Helga Schu*****, die eine Schnittwunde am rechten Bein, ein Hämatom und eine blutende Wunde am linken Knie sowie eine Schwellung im Gesicht erlitt;
III./1. und 2./ am 25. Juni 2000 Johann M*****, der eine blutende Wunde an der Unterlippe erlitt, sowie Karin E*****, die Schwellungen und Blutunterlaufungen unter dem linken Auge, am Nasenrücken, an der rechten Schläfe und der linken Brust erlitt;römisch drei./1. und 2./ am 25. Juni 2000 Johann M*****, der eine blutende Wunde an der Unterlippe erlitt, sowie Karin E*****, die Schwellungen und Blutunterlaufungen unter dem linken Auge, am Nasenrücken, an der rechten Schläfe und der linken Brust erlitt;
F./ Nachgenannte mit Gewalt und durch gefährliche Drohung zu Handlungen und Unterlassungen, und zwar
I./ im Zeitraum von März bis 20. Juni 2000 Johannes Schl***** durch die Äußerung, er werde seinen Eltern Mitteilung über das gegen den Genannten anhängige Verfahren wegen Vergewaltigung machen, sohin durch Drohung mit Vernichtung der gesellschaftlichen Stellung, und durch die unter E./1./ angeführten Handlungen zur Erbringung verschiedener Dienstleistungen genötigt;römisch eins./ im Zeitraum von März bis 20. Juni 2000 Johannes Schl***** durch die Äußerung, er werde seinen Eltern Mitteilung über das gegen den Genannten anhängige Verfahren wegen Vergewaltigung machen, sohin durch Drohung mit Vernichtung der gesellschaftlichen Stellung, und durch die unter E./1./ angeführten Handlungen zur Erbringung verschiedener Dienstleistungen genötigt;
II./ im Zeitraum von März bis 26. Juni 2000 Helga Schu***** durch die Äußerung, "gehöre sie nicht ihm, gehöre sie keinem", somit durch Drohung mit dem Tod, zur Abstandnahme von dem Vorhaben, ihn zu verlassen, genötigt;römisch zwei./ im Zeitraum von März bis 26. Juni 2000 Helga Schu***** durch die Äußerung, "gehöre sie nicht ihm, gehöre sie keinem", somit durch Drohung mit dem Tod, zur Abstandnahme von dem Vorhaben, ihn zu verlassen, genötigt;
III./ im Juni 2000 Karl und Franziska Schl***** durch gefährliche Drohung, nämlich die mehrfachen telefonischen Äußerungen, er werde ihr Haus anzünden, somit durch Drohung mit einer Brandstiftung, zu einer Handlung, nämlich der Preisgabe des Aufenthaltsortes des (richtig:) Johannes Schl***** zu nötigen versucht;römisch drei./ im Juni 2000 Karl und Franziska Schl***** durch gefährliche Drohung, nämlich die mehrfachen telefonischen Äußerungen, er werde ihr Haus anzünden, somit durch Drohung mit einer Brandstiftung, zu einer Handlung, nämlich der Preisgabe des Aufenthaltsortes des (richtig:) Johannes Schl***** zu nötigen versucht;
G./ Mitte Juni 2000 Johannes Schl*****, Johann M***** und Karin E***** in der Wohnung des Gerhard K***** widerrechtlich gefangen gehalten;
H./ mit dem Vorsatz, sich aus der gewerbsmäßigen Unzucht anderer Personen eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen, durch im Urteil näher beschriebene Handlungen
I./ im Zeitraum von März bis 26. Juni 2000 Helga Schu***** ausgebeutet, eingeschüchtert sowie ihr die Bedingungen zur Ausübung der Unzucht vorgeschrieben;römisch eins./ im Zeitraum von März bis 26. Juni 2000 Helga Schu***** ausgebeutet, eingeschüchtert sowie ihr die Bedingungen zur Ausübung der Unzucht vorgeschrieben;
II./ im Frühjahr 2000 Karin E***** eingeschüchtert und auszubeuten versucht;römisch zwei./ im Frühjahr 2000 Karin E***** eingeschüchtert und auszubeuten versucht;
i./ im Zeitraum März bis 26. Juni 2000 Helga Schu***** durch die Äußerung, sie solle im Falle einer Anzeigeerstattung durch Johannes Schl***** bei der Polizei angeben, dass Schl***** versucht habe, sie zu vergewaltigen, indem er sie auf das Bett gezogen und ihr das Höschen zerrissen habe, dazu zu bestimmen versucht, vor einer Verwaltungsbehörde als Zeugin bei ihrer förmlichen Vernehmung zur Sache falsch auszusagen;
J./ im Zeitraum März bis 26. Juni 2000 den bestehenden Vorschriften zuwider Suchtgift in einer großen Menge in Verkehr gesetzt, indem er zumindest 150 Gramm Kokain an Johann M***** und Unbekannte weitergab.
Gegen den Schuldspruch (inhaltlich auch gegen die Maßnahme) richtet sich die formal auf § 281 Abs 1 Z 4, 5, 9 lit a und 10 StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten.Gegen den Schuldspruch (inhaltlich auch gegen die Maßnahme) richtet sich die formal auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 4, 5, 9, Litera a und 10 StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten.