Gemäß § 290 Abs. 1 StPO wird das oben bezeichnete Urteil, das im übrigen unberührt bleibt, im Schuldspruch der Angeklagten Josef H*** und Werner S*** laut Punkt I des Urteilssatzes, soweit er sich nicht auf Maria Valentina Escobar B*** bezieht, und in der rechtlichen Beurteilung der ihnen darnach zur Last liegenden Taten als das Verbrechen des vollendeten Menschenhandels nach § 217 Abs. 1 StGB, sowie im Strafausspruch (nicht auch im Ausspruch über die Anrechnung der Vorhaft des Angeklagten S***) aufgehoben; gemäß § 288 Abs. 2 Z 3 StPO wird im Umfang der Aufhebung in der Sache selbst erkannt:Gemäß Paragraph 290, Absatz eins, StPO wird das oben bezeichnete Urteil, das im übrigen unberührt bleibt, im Schuldspruch der Angeklagten Josef H*** und Werner S*** laut Punkt römisch eins des Urteilssatzes, soweit er sich nicht auf Maria Valentina Escobar B*** bezieht, und in der rechtlichen Beurteilung der ihnen darnach zur Last liegenden Taten als das Verbrechen des vollendeten Menschenhandels nach Paragraph 217, Absatz eins, StGB, sowie im Strafausspruch (nicht auch im Ausspruch über die Anrechnung der Vorhaft des Angeklagten S***) aufgehoben; gemäß Paragraph 288, Absatz 2, Ziffer 3, StPO wird im Umfang der Aufhebung in der Sache selbst erkannt:
Josef H*** und Werner S*** haben im bewußten und
gewollten Zusammenwirken als Mittäter im ersten Jahresdrittel 1986 in Asuncion (Paraguay), Wien und anderen Orten versucht, die paraguayanischen Staatsangehörigen Nidia Gonzalez Z***, Josefina Caballero G***, Lorenza Ascencion Fleitas V***, Luisa Franco A*** und Maria Librada Esquivel A*** der gewerbsmäßigen Unzucht in einem anderen Staat, als dem, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen oder in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, zuzuführen oder sie hiefür anzuwerben, indem
Josef H*** die genannten Frauen zur Ausübung der Prostitution in seinen Bordellen in Kematen, Melk und Ybbs für die Dauer eines Jahres verpflichtete, ihre Zureise nach Österreich finanzierte, sie zum Teil dabei begleitete und den Mitangeklagten Werner S*** mit der Klärung der bezüglichen rechtlichen Fragen sowie der praktischen Durchführung des Vorhabens im Inland beauftragte;
Werner S*** die bezüglichen rechtlichen Fragen abklärte, die Frauen vorerst in einer Wiener Wohnung unterbrachte, ihnen in der Folge die Bordellbetriebe zeigte und für sie die erforderlichen Behördenwege erledigte.
Josef H*** und Werner S*** haben hiedurch sowie unter Berücksichtigung des unberührt gebliebenen Teiles des Schuldspruches laut Punkt I des Urteilssatzes das Verbrechen des teils vollendeten, teils versuchten Menschenhandels nach § 217 Abs. 1 und § 15 StGB begangen und werden hiefür, Josef H*** auch für das ihm überdies zur Last liegende Vergehen der Fälschung besonders geschützter Urkunden nach §§ 223 Abs. 2, 224 StGB (Punkt II des Schuldspruchs) nach dem ersten Strafsatz des § 217 Abs. 1 StGB, Josef H*** unter Anwendung des § 28 Abs. 1 StGB zu Freiheitsstrafen verurteilt, und zwarJosef H*** und Werner S*** haben hiedurch sowie unter Berücksichtigung des unberührt gebliebenen Teiles des Schuldspruches laut Punkt römisch eins des Urteilssatzes das Verbrechen des teils vollendeten, teils versuchten Menschenhandels nach Paragraph 217, Absatz eins und Paragraph 15, StGB begangen und werden hiefür, Josef H*** auch für das ihm überdies zur Last liegende Vergehen der Fälschung besonders geschützter Urkunden nach Paragraphen 223, Absatz 2, 224, StGB (Punkt römisch zwei des Schuldspruchs) nach dem ersten Strafsatz des Paragraph 217, Absatz eins, StGB, Josef H*** unter Anwendung des Paragraph 28, Absatz eins, StGB zu Freiheitsstrafen verurteilt, und zwar
Josef H*** zu 1 1/2 (eineinhalb) Jahren
Werner S*** zu 8 (acht) Monaten.
Dem Angeklagten Werner S*** wird die Freiheitsstrafe gemäß § 43 Abs. 1 StGB unter Bestimmung einer Probezeit von 3 (drei) Jahren bedingt nachgesehen.Dem Angeklagten Werner S*** wird die Freiheitsstrafe gemäß Paragraph 43, Absatz eins, StGB unter Bestimmung einer Probezeit von 3 (drei) Jahren bedingt nachgesehen.