Gründe:
[1] Mit dem angefochtenen Urteil wurden
Christian A***** jeweils eines Verbrechens des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1 sechster Fall, Abs 4 Z 3 SMG und § 15 StGB (A 1 a) sowie nach § 12 zweiter Fall StGB, § 28a Abs 1 zweiter Fall, Abs 4 Z 3 SMG (A 1 b), jeweils eines Vergehens des Handels mit psychotropen Stoffen nach § 31a Abs 1 zweiter Fall SMG (A 2 a) und nach § 31a Abs 1 sechster Fall SMG (A 2 b), des Vergehens nach § 4 Abs 1 NPSG (A 3), jeweils mehrerer Vergehen der Fälschung besonders geschützter Urkunden nach §§ 12 zweiter Fall, 223 Abs 1, 224 StGB (G 1) und nach §§ 12 zweiter Fall, 223 Abs 2, 224 und 15 StGB (G 2), mehrerer Verbrechen der schweren Nötigung nach §§ 105 Abs 1, 106 Abs 1 Z 1 und 15 StGB (L) und des Vergehens nach § 12 zweiter Fall StGB, § 50 Abs 1 Z 5 WaffG (N),Christian A***** jeweils eines Verbrechens des Suchtgifthandels nach Paragraph 28 a, Absatz eins, sechster Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG und Paragraph 15, StGB (A 1 a) sowie nach Paragraph 12, zweiter Fall StGB, Paragraph 28 a, Absatz eins, zweiter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG (A 1 b), jeweils eines Vergehens des Handels mit psychotropen Stoffen nach Paragraph 31 a, Absatz eins, zweiter Fall SMG (A 2 a) und nach Paragraph 31 a, Absatz eins, sechster Fall SMG (A 2 b), des Vergehens nach Paragraph 4, Absatz eins, NPSG (A 3), jeweils mehrerer Vergehen der Fälschung besonders geschützter Urkunden nach Paragraphen 12, zweiter Fall, 223 Absatz eins, 224, StGB (G 1) und nach Paragraphen 12, zweiter Fall, 223 Absatz 2, 224 und 15 StGB (G 2), mehrerer Verbrechen der schweren Nötigung nach Paragraphen 105, Absatz eins, 106, Absatz eins, Ziffer eins und 15 StGB (L) und des Vergehens nach Paragraph 12, zweiter Fall StGB, Paragraph 50, Absatz eins, Ziffer 5, WaffG (N),
Sabrina W***** (nunmehr Ad*****) des Verbrechens des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1 fünfter Fall, Abs 4 Z 3 SMG (E) und mehrerer Vergehen des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften nach § 27 Abs 1 Z 1 zweiter Fall, Abs 2 SMG (F 4) sowieSabrina W***** (nunmehr Ad*****) des Verbrechens des Suchtgifthandels nach Paragraph 28 a, Absatz eins, fünfter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG (E) und mehrerer Vergehen des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften nach Paragraph 27, Absatz eins, Ziffer eins, zweiter Fall, Absatz 2, SMG (F 4) sowie
Gerhard L***** jeweils eines Verbrechens des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1 fünfter Fall, Abs 4 Z 3 SMG (D 1) und der Vorbereitung von Suchtgifthandel nach § 28 Abs 1 zweiter Fall, Abs 2 SMG (D 2), des Vergehens der Vorbereitung des Handels mit psychotropen Stoffen nach § 31 Abs 1 zweiter Fall SMG (D 3), mehrerer Vergehen des unerlaubten Umgangs mit psychotropen Stoffen nach § 30 Abs 1 achter Fall SMG (D 4), des Vergehens nach § 4 Abs 1 NPSG (D 5), jeweils mehrerer Vergehen des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften nach § 27 Abs 1 Z 1 zweiter Fall, Abs 2 SMG (F 5) und der Fälschung besonders geschützter Urkunden nach §§ 223 Abs 1, 224 StGB (I) sowie jeweils eines Vergehens der Urkundenfälschung nach § 223 Abs 2 StGB (J 2), der Urkundenunterdrückung nach § 229 Abs 1 StGB (K) und nach § 50 Abs 1 Z 1 WaffG (M) schuldig erkannt.Gerhard L***** jeweils eines Verbrechens des Suchtgifthandels nach Paragraph 28 a, Absatz eins, fünfter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG (D 1) und der Vorbereitung von Suchtgifthandel nach Paragraph 28, Absatz eins, zweiter Fall, Absatz 2, SMG (D 2), des Vergehens der Vorbereitung des Handels mit psychotropen Stoffen nach Paragraph 31, Absatz eins, zweiter Fall SMG (D 3), mehrerer Vergehen des unerlaubten Umgangs mit psychotropen Stoffen nach Paragraph 30, Absatz eins, achter Fall SMG (D 4), des Vergehens nach Paragraph 4, Absatz eins, NPSG (D 5), jeweils mehrerer Vergehen des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften nach Paragraph 27, Absatz eins, Ziffer eins, zweiter Fall, Absatz 2, SMG (F 5) und der Fälschung besonders geschützter Urkunden nach Paragraphen 223, Absatz eins, 224, StGB (römisch eins) sowie jeweils eines Vergehens der Urkundenfälschung nach Paragraph 223, Absatz 2, StGB (J 2), der Urkundenunterdrückung nach Paragraph 229, Absatz eins, StGB (K) und nach Paragraph 50, Absatz eins, Ziffer eins, WaffG (M) schuldig erkannt.
[2] Danach haben – soweit für die Erledigung der Nichtigkeitsbeschwerden von Bedeutung –
Christian A***** in H*****
(A 1) vorschriftswidrig Suchtgift in einer das 25-Fache der Grenzmenge (§ 28b SMG) übersteigenden Menge(A 1) vorschriftswidrig Suchtgift in einer das 25-Fache der Grenzmenge (Paragraph 28 b, SMG) übersteigenden Menge
a) vom März 2019 bis zum 3. Dezember 2019 anderen verschafft oder zu verschaffen versucht, und zwar insgesamt 63.510 Gramm Amphetamin (mit einem Reinheitsgrad von 14 % bis 18 %), 23.240 MDMA-hältige Ecstasy-Tabletten (mit einem Reinheitsgrad von 38 % bis 43 %), 4.889 Gramm Kokain (mit einem Reinheitsgrad von 43 % bis 81 %), 1.415 Gramm Heroin (mit einem Reinheitsgrad von durchschnittlich 33 %), 876 Gramm 3-/4-MMC (mit einem Reinheitsgrad von durchschnittlich 60 %) und 250 Gramm Methamphetamin (mit einem Reihnheitsgrad von durchschnittlich 78 %) den Mitangeklagten K*****, T***** und Ad***** sowie Philipp S*****, und
b) vom März 2019 bis zum 18. November 2019 als Bestimmungstäter (§ 12 zweiter Fall StGB) aus Polen und aus den Niederlanden nach Österreich eingeführt, und zwar, insgesamt 6.480,30 Gramm Amphetamin (beinhaltend 892,35 Gramm Amphetamin-Base), 1.149 Gramm Kokain (beinhaltend 660,79 Gramm Cocain-Base), 500 Gramm Heroin mit einem Reinheitsgrad von durchschnittlich 33 % und 10.000 Gramm Amphetamin (beinhaltend 1.800 Gramm Amphetamin-Base),b) vom März 2019 bis zum 18. November 2019 als Bestimmungstäter (Paragraph 12, zweiter Fall StGB) aus Polen und aus den Niederlanden nach Österreich eingeführt, und zwar, insgesamt 6.480,30 Gramm Amphetamin (beinhaltend 892,35 Gramm Amphetamin-Base), 1.149 Gramm Kokain (beinhaltend 660,79 Gramm Cocain-Base), 500 Gramm Heroin mit einem Reinheitsgrad von durchschnittlich 33 % und 10.000 Gramm Amphetamin (beinhaltend 1.800 Gramm Amphetamin-Base),
(A 2) vom März 2019 bis zum 3. Dezember 2019 vorschriftswidrig einen psychotropen Stoff in einer die Grenzmenge (§ 31b SMG) übersteigenden Menge(A 2) vom März 2019 bis zum 3. Dezember 2019 vorschriftswidrig einen psychotropen Stoff in einer die Grenzmenge (Paragraph 31 b, SMG) übersteigenden Menge
a) als Bestimmungstäter (§ 12 zweiter Fall StGB) eingeführt, indem er andere anwies, insgesamt 6 Gramm Alprazolam Reinsubstanz aus Großbritannien nach Österreich an Patric K***** zu schicken, unda) als Bestimmungstäter (Paragraph 12, zweiter Fall StGB) eingeführt, indem er andere anwies, insgesamt 6 Gramm Alprazolam Reinsubstanz aus Großbritannien nach Österreich an Patric K***** zu schicken, und
b) anderen verschafft, indem er insgesamt 11,25 Gramm Alprazolam Reinsubstanz nach Österreich an Patric K***** und Rene Ad***** liefern ließ,
(A 3) vom März 2019 bis zum 18. November 2019 mit dem Vorsatz, daraus einen Vorteil zu ziehen, eine mit Verordnung gemäß § 3 NPSG bezeichnete oder von einer gemäß § 3 NPSG definierten chemischen Substanzklasse umfasste Neue Psychoaktive Substanz mit dem Vorsatz, dass sie von einem Dritten zur Erreichung einer psychoaktiven Wirkung im menschlichen Körper angewendet wird, anderen verschafft, indem er Ketamin an die Mitangeklagten K***** und Ad***** zur gewinnbringenden Veräußerung liefern ließ,(A 3) vom März 2019 bis zum 18. November 2019 mit dem Vorsatz, daraus einen Vorteil zu ziehen, eine mit Verordnung gemäß Paragraph 3, NPSG bezeichnete oder von einer gemäß Paragraph 3, NPSG definierten chemischen Substanzklasse umfasste Neue Psychoaktive Substanz mit dem Vorsatz, dass sie von einem Dritten zur Erreichung einer psychoaktiven Wirkung im menschlichen Körper angewendet wird, anderen verschafft, indem er Ketamin an die Mitangeklagten K***** und Ad***** zur gewinnbringenden Veräußerung liefern ließ,
(G) vom März 2019 bis zum November 2019 andere dazu bestimmt, falsche inländische öffentliche Urkunden, nämlich
1) falsche österreichische Führerscheine (a) und falsche § 57a KFG-Plaketten (b) mit dem Vorsatz herzustellen, dass sie im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechtes, eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache gebraucht werden, sowie1) falsche österreichische Führerscheine (a) und falsche Paragraph 57 a, KFG-Plaketten (b) mit dem Vorsatz herzustellen, dass sie im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechtes, eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache gebraucht werden, sowie
2) falsche österreichische Führerscheine im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechts, eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache zu gebrauchen, wobei es teilweise beim Versuch blieb,
(L) Nachgenannte durch im Urteil näher beschriebene gefährliche Drohungen mit dem Tod zu Handlungen genötigt (1) oder zu nötigen versucht (2), und zwar
1) zwischen April 2019 und Juni 2019 den Philipp S***** zur Bezahlung eines geschuldeten Geldbetrags sowie
2) zwischen Juni 2019 und Ende November 2019 einen verdeckt ermittelnden Polizeibeamten zur Rückgabe von Suchtgift, weiters
(N) im Sommer 2019 durch Erteilung eines Hinterlegungsauftrags einen anderen dazu bestimmt, eine Schusswaffe der Kategorie B einem anderen zu überlassen, der zu deren Besitz nicht befugt ist, sodass Rene Ad***** diese Waffe zur Sicherung seines Suchtgiftbunkers verwenden konnte,
Sabrina W***** (nunmehr Ad*****)
(E) vom August 2019 bis zum 3. Dezember 2019 im Raum E***** vorschriftswidrig Suchtgift in einer das 25-Fache der Grenzmenge übersteigenden Menge (§ 28b SMG) anderen überlassen, indem sie den Großteil der von Christian A***** an Rene Ad***** übermittelten Pakete, in denen sich zumindest nachstehende Mengen an Suchtgift befanden, von Abholstationen holte und an Ad***** übergab sowie teilweise Pakete mit Suchtgift an diversen Orten hinterlegte oder bei der Post aufgab, und zwar(E) vom August 2019 bis zum 3. Dezember 2019 im Raum E***** vorschriftswidrig Suchtgift in einer das 25-Fache der Grenzmenge übersteigenden Menge (Paragraph 28 b, SMG) anderen überlassen, indem sie den Großteil der von Christian A***** an Rene Ad***** übermittelten Pakete, in denen sich zumindest nachstehende Mengen an Suchtgift befanden, von Abholstationen holte und an Ad***** übergab sowie teilweise Pakete mit Suchtgift an diversen Orten hinterlegte oder bei der Post aufgab, und zwar
1) 9.000 Gramm Amphetamin (beinhaltend 1.350 Gramm Amphetamin-Base),
2) 19.820 Ecstasy-Tabletten (beinhaltend 3.540 Gramm MDMA-Base),
3) 750 Gramm Kokain (beinhaltend 322,5 Gramm Cocain-Base) und
4) 350 Gramm Heroin (beinhaltend 115,5 Gramm Heroin-Base), sowie
(F 4) vom August 2019 bis zum 3. Dezember 2019 vorschriftswidrig Suchtgift, und zwar Delta-9-THC-hältiges (US 29) Cannabiskraut, bis zum Eigenkonsum besessen, weiters
Gerhard L*****
(D 3) im bewussten und gewollten Zusammenwirken mit Rene Ad***** in W***** und andernorts vom April 2019 bis zum 3. Dezember 2019 vorschriftswidrig einen psychotropen Stoff in einer die Grenzmenge übersteigenden Menge (§ 31b SMG) mit dem Vorsatz besessen, dass er in Verkehr gesetzt werde, indem sie für den gewinnbringenden Weiterverkauf bestimmte 2.125 XANAX-Tabletten á 2 mg (beinhaltend 4,25 Gramm Alprazolam Reinsubstanz) bis zur Sicherstellung durch die Polizei zu Hause lagerten, sowie(D 3) im bewussten und gewollten Zusammenwirken mit Rene Ad***** in W***** und andernorts vom April 2019 bis zum 3. Dezember 2019 vorschriftswidrig einen psychotropen Stoff in einer die Grenzmenge übersteigenden Menge (Paragraph 31 b, SMG) mit dem Vorsatz besessen, dass er in Verkehr gesetzt werde, indem sie für den gewinnbringenden Weiterverkauf bestimmte 2.125 XANAX-Tabletten á 2 mg (beinhaltend 4,25 Gramm Alprazolam Reinsubstanz) bis zur Sicherstellung durch die Polizei zu Hause lagerten, sowie
(I) vom April 2019 bis zum Dezember 2019 in E***** im Zusammenwirken mit Rene Ad***** falsche inländische öffentliche Urkunden, nämlich zumindest zwei § 57a KFG-Plaketten, mit dem Vorsatz hergestellt, sie im Rechtsverkehr zum Beweis einer Tatsache, nämlich der Verkehrstauglichkeit von Pkw, zu gebrauchen.(römisch eins) vom April 2019 bis zum Dezember 2019 in E***** im Zusammenwirken mit Rene Ad***** falsche inländische öffentliche Urkunden, nämlich zumindest zwei Paragraph 57 a, KFG-Plaketten, mit dem Vorsatz hergestellt, sie im Rechtsverkehr zum Beweis einer Tatsache, nämlich der Verkehrstauglichkeit von Pkw, zu gebrauchen.