Die Verfahrensrüge (Z 3) des Leopold P***** zeigt zutreffend eine in der Vernehmung des Gendarmeriebeamten Kurt B***** gelegene Verletzung des § 152 Abs 5 zweiter Satz StPO auf. B***** hatte nach eigenen Angaben über telefonische Aufforderung L***** seine Kollegen K***** und W***** an den Tatort beordert, war nachfolgend über den Vorfall im BIPA Drogeriemarkt informiert worden und bei der Vereinbarung zwischen K*****, W***** und P*****, vorerst keine Anzeige zu erstatten (ON 10), zugegen, woraus eine für die (rechtliche) Annahme des Entschlagungsgrundes der Selbstbezichtigungsgefahr nach § 152 Abs 1 Z 1 StPO hinreichende Sachverhaltsgrundlage offenbar wurde. Seiner Pflicht zur Anerkennung des Entschlagungsrechtes und zu der damit gesetzlich verknüpften Belehrung darüber ist der Vorsitzende jedoch nicht nachgekommen. Losgelöst von der Verwertung im Urteil erweist sich solcherart das Verfahren deshalb, weil die Aussage einer entschlagungsberechtigten Person, die auf dieses Recht nicht ausdrücklich verzichtet hatte, in der Hauptverhandlung vorgekommen (§ 258 Abs 1 erster Satz StPO) ist, im Sinn des § 281 Abs 1 Z 3 StPO als mangelhaft (vgl 13 Os 156/99, 13 Os 20/00).Die Verfahrensrüge (Ziffer 3,) des Leopold P***** zeigt zutreffend eine in der Vernehmung des Gendarmeriebeamten Kurt B***** gelegene Verletzung des Paragraph 152, Absatz 5, zweiter Satz StPO auf. B***** hatte nach eigenen Angaben über telefonische Aufforderung L***** seine Kollegen K***** und W***** an den Tatort beordert, war nachfolgend über den Vorfall im BIPA Drogeriemarkt informiert worden und bei der Vereinbarung zwischen K*****, W***** und P*****, vorerst keine Anzeige zu erstatten (ON 10), zugegen, woraus eine für die (rechtliche) Annahme des Entschlagungsgrundes der Selbstbezichtigungsgefahr nach Paragraph 152, Absatz eins, Ziffer eins, StPO hinreichende Sachverhaltsgrundlage offenbar wurde. Seiner Pflicht zur Anerkennung des Entschlagungsrechtes und zu der damit gesetzlich verknüpften Belehrung darüber ist der Vorsitzende jedoch nicht nachgekommen. Losgelöst von der Verwertung im Urteil erweist sich solcherart das Verfahren deshalb, weil die Aussage einer entschlagungsberechtigten Person, die auf dieses Recht nicht ausdrücklich verzichtet hatte, in der Hauptverhandlung vorgekommen (Paragraph 258, Absatz eins, erster Satz StPO) ist, im Sinn des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 3, StPO als mangelhaft vergleiche 13 Os 156/99, 13 Os 20/00).
Schon der Hinweis in US 17, wonach die Feststellung der Verabredung zwischen K*****, W***** und P*****, "vorerst keine Eintragungen vorzunehmen", insbesondere auch auf der Aussage B***** gründe, lässt für Erwägungen nach § 281 Abs 3 StPO keinen Raum.Schon der Hinweis in US 17, wonach die Feststellung der Verabredung zwischen K*****, W***** und P*****, "vorerst keine Eintragungen vorzunehmen", insbesondere auch auf der Aussage B***** gründe, lässt für Erwägungen nach Paragraph 281, Absatz 3, StPO keinen Raum.
Eines Eingehens auf die weiteren Beschwerdepunkte bedurfte es nicht. Der aufgezeigte Verfahrensmangel kommt nach § 290 Abs 1 zweiter Satz (zweiter Fall) StPO auch sämtlichen Mitangeklagten zustatten (hins L***** vgl Hager/Massauer in WK2 §§ 15, 16 Rz 21 f, Fabrizy in WK2 § 12 Rz 79). Leopold P*****, Karl K***** und Friedrich W***** (letztere auch mit ihren Nichtigkeitsbeschwerden) waren mit ihren Berufungen auf die bereits in nichtöffentlicher Sitzung getroffene kassatorische Entscheidung (§ 285e StPO) zu verweisen.Eines Eingehens auf die weiteren Beschwerdepunkte bedurfte es nicht. Der aufgezeigte Verfahrensmangel kommt nach Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz (zweiter Fall) StPO auch sämtlichen Mitangeklagten zustatten (hins L***** vergleiche Hager/Massauer in WK2 Paragraphen 15, 16, Rz 21 f, Fabrizy in WK2 Paragraph 12, Rz 79). Leopold P*****, Karl K***** und Friedrich W***** (letztere auch mit ihren Nichtigkeitsbeschwerden) waren mit ihren Berufungen auf die bereits in nichtöffentlicher Sitzung getroffene kassatorische Entscheidung (Paragraph 285 e, StPO) zu verweisen.
Im zweiten Rechtsgang wird zu beachten sein, dass als unmittelbarer Täter (§ 12 erster Fall StGB) eines durch Unterlassen (§ 2 StGB) begangenen Missbrauchs der Amtsgewalt vorliegend allein der Angeklagte P***** in Betracht kommt, der in seiner Eigenschaft als Dienstvorgesetzter L***** verpflichtet gewesen wäre, sich (zwar) jeder Erhebung zu enthalten, jedoch sofort der Dienstbehörde zu berichten (§ 109 Abs 1 zweiter Satz Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979). Anzumerken bleibt, dass die Anzeigepflicht der Sicherheitsbehörden von der Ausnahmeregelung des § 84 Abs 2 StPO nicht berührt wird (§ 84 Abs 3 StPO).Im zweiten Rechtsgang wird zu beachten sein, dass als unmittelbarer Täter (Paragraph 12, erster Fall StGB) eines durch Unterlassen (Paragraph 2, StGB) begangenen Missbrauchs der Amtsgewalt vorliegend allein der Angeklagte P***** in Betracht kommt, der in seiner Eigenschaft als Dienstvorgesetzter L***** verpflichtet gewesen wäre, sich (zwar) jeder Erhebung zu enthalten, jedoch sofort der Dienstbehörde zu berichten (Paragraph 109, Absatz eins, zweiter Satz Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979). Anzumerken bleibt, dass die Anzeigepflicht der Sicherheitsbehörden von der Ausnahmeregelung des Paragraph 84, Absatz 2, StPO nicht berührt wird (Paragraph 84, Absatz 3, StPO).