Gründe:
Mit dem angefochtenen Urteil, welches auch rechtskräftig gewordene Verurteilungen der Mitangeklagten Frank O***** und Josef O***** alias Johnson D***** enthält, wurden
Paul S***** ua zu A/I/1 a) und b und II: des Verbrechens nach § 28 Abs 2 vierterPaul S***** ua zu A/I/1 a) und b und II: des Verbrechens nach Paragraph 28, Absatz 2, vierter
Fall, Abs 3 erster Fall, Abs 4 Z 3 SMG, teils als BestimmungstäterFall, Absatz 3, erster Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG, teils als Bestimmungstäter
nach § 12 (zweiter Fall) StGB;nach Paragraph 12, (zweiter Fall) StGB;
sowie der Vergehen
zu A/I/2/a: nach § 28 Abs 1 SMG; undzu A/I/2/a: nach Paragraph 28, Absatz eins, SMG; und
zu A/IV/1: nach § 27 Abs 1 SMG;zu A/IV/1: nach Paragraph 27, Absatz eins, SMG;
Martins O*****
zu A/I/2/a: des Vergehens nach § 28 Abs 1 SMG;zu A/I/2/a: des Vergehens nach Paragraph 28, Absatz eins, SMG;
zu A/III/1 und 2/a:
der Verbrechen nach § 28 Abs 2 vierter Fall, Abs 3, (erster Fall) SMGder Verbrechen nach Paragraph 28, Absatz 2, vierter Fall, Absatz 3,, (erster Fall) SMG
als Beitragstäter nach § 12 (dritter Fall) StGB;als Beitragstäter nach Paragraph 12, (dritter Fall) StGB;
sowie der weiteren Vergehen
zu A/V/2: nach § 27 Abs 1 SMG;zu A/V/2: nach Paragraph 27, Absatz eins, SMG;
zu B/I: des versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt nach §§ 15, 269 erster Fall StGB;zu B/I: des versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt nach Paragraphen 15, 269, erster Fall StGB;
zu D/I: der Fälschung besonders geschützter Urkunden nach §§ 223 Abs 2, 224 StGB;zu D/I: der Fälschung besonders geschützter Urkunden nach Paragraphen 223, Absatz 2, 224, StGB;
zu D/II: der Fälschung von Urkunden gemäß § 223 Abs 2 StGB schuldig erkannt.zu D/II: der Fälschung von Urkunden gemäß Paragraph 223, Absatz 2, StGB schuldig erkannt.
Danach haben (unter anderem) Paul S***** und Martins O***** in Wien
A) den bestehenden Vorschriften zuwider
I) Suchtgift in großer Menge (Abs 6)römisch eins) Suchtgift in großer Menge (Absatz 6,)
1) gewerbsmäßig in Verkehr gesetzt, wobei die in Verkehr gesetzte Menge insgesamt das 25-fache der Grenzmenge des Absatz 6 übersteigt und zwar Paul S*****
a) von einem nicht mehr feststellbaren Zeitpunkt bis zum 8. November 2001 in einer Vielzahl von Angriffen ca 150 Gramm brutto Heroin und Kokain durch Verkauf an unbekannt gebliebene Konsumenten und durch Weitergabe auf Kommissionsbasis an unbekannt gebliebene Subhändler;
b) am 8. November 2001, indem er 231,8 Gramm brutto Kokain und 596,2 Gramm brutto Heroin an die abgesondert verfolgte Augusta O***** gegen ein Entgelt von 76.300,-- S übergab;
2) am 8. November 2001 mit dem Vorsatz besessen, dass es in Verkehr gesetzt werde, und zwar
a) Paul S*****, Martins O***** (und Josef O*****) 805,9 Gramm brutto Kokain und 241,3 Gramm brutto Heroin;
II) in der Zeit von Mitte Oktober bis 8. November 2001 andere dazu bestimmt, einen Beitrag zum gewerbsmäßigen Inverkehrsetzen einer großen Menge (Abs 6) Suchtgift zu leisten, indem "Paul S***** (sh US 17) Martins O*****, Josef O***** und weitere unbekannt gebliebene Personen gegen ein Entgelt von 10,-- S pro Kugel, zu den unter III/2/a) und b) angeführten strafbaren Handlungen bestimmte";römisch zwei) in der Zeit von Mitte Oktober bis 8. November 2001 andere dazu bestimmt, einen Beitrag zum gewerbsmäßigen Inverkehrsetzen einer großen Menge (Absatz 6,) Suchtgift zu leisten, indem "Paul S***** (sh US 17) Martins O*****, Josef O***** und weitere unbekannt gebliebene Personen gegen ein Entgelt von 10,-- S pro Kugel, zu den unter III/2/a) und b) angeführten strafbaren Handlungen bestimmte";
III) dazu beigetragen, dass Suchtgift in einer großen Menge (Abs 6) in Verkehr gesetzt werde, und zwarrömisch drei) dazu beigetragen, dass Suchtgift in einer großen Menge (Absatz 6,) in Verkehr gesetzt werde, und zwar
1) Martins O*****, indem er am 8. November 2001 Paul S***** zum Übergabeort der unter Punkt I/A/1/b) genannten Tathandlung begleitete und dort Aufpasserdienste leistete;
2) indem sie im Zeitraum von Mitte Oktober bis 8. November 2001 im Auftrag von Paul S***** Heroin und Kokain in die im Straßenhandel üblichen Kugeln verpackten, und zwar
a) Martins O***** an zwei Tagen insgesamt zum Inverkehrsetzen von zumindest 55 Kugeln a 0,4 Gramm, sohin insgesamt 22 Gramm Heroin/Kokain brutto.
b) ...
V) Suchtgift zum Eigengebrauch erworben und besessen, und zwarrömisch fünf) Suchtgift zum Eigengebrauch erworben und besessen, und zwar
1) Paul S***** seit seiner Haftentlassung bis zum 8. November 2001 Heroin;
2) Martins O***** von Februar 2001 bis 8. November 2001 Heroin, Kokain und Cannabisprodukte;
B) am 8. November 2001 einen Beamten mit Gewalt an einer Amtshandlung, nämlich seiner rechtmäßigen Festnahme zu hindern versucht, und zwar
I) Martins O*****, indem er heftig mit den Armen um sich schlug undrömisch eins) Martins O*****, indem er heftig mit den Armen um sich schlug und
erst durch einen gezielten "Schockschlag" gegen das Kinn sein Widerstand gebrochen werden konnte;
................
D) Martins O***** am 8. November 2001 gefälschte Urkunden, die mit
seinem Lichtbild versehen waren und auf den Namen Osaro O*****, geboren am 7. 7. 1973 in Benin City/Nigeria lauteten, besessen und sie verwendet, um sich im Rechtsverkehr damit auszuweisen, und zwar
I) einen spanischen Reisepass Nr 00017199, somit eine ausländischerömisch eins) einen spanischen Reisepass Nr 00017199, somit eine ausländische
Urkunde, die inländischen öffentlichen Urkunden gleichgestellt ist und
II) eine spanische Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung Serien Nr 203407, eine spanische Sonderaufenthaltsgenehmigung Serien Nr 048099 und ein spanischer Lagerausweis Serien Nr 074032römisch zwei) eine spanische Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung Serien Nr 203407, eine spanische Sonderaufenthaltsgenehmigung Serien Nr 048099 und ein spanischer Lagerausweis Serien Nr 074032
Dagegen richten sich eine angemeldete, jedoch unausgeführt gebliebene Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Paul S***** sowie die auf Z 5 und 5a des § 281 Abs 1 StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Martins O*****.Dagegen richten sich eine angemeldete, jedoch unausgeführt gebliebene Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Paul S***** sowie die auf Ziffer 5 und 5 a des Paragraph 281, Absatz eins, StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Martins O*****.