Entscheidung 15 Ns 15/97
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
03.07.1997
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 3.Juli 1997 durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Reisenleitner als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Mag.Strieder, Dr.Rouschal, Dr.Schmucker und Dr.Zehetner als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Dr.Benner als Schriftführer, in der Verfahrenssache betreffend die Feststellung von Ausschließungsgründen in dem beim Obersten Gerichtshof zum AZ 12 Os 63/97 anhängigen Verfahren gemäß § 363 a Abs 2 StPO denDer Oberste Gerichtshof hat am 3.Juli 1997 durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Reisenleitner als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Mag.Strieder, Dr.Rouschal, Dr.Schmucker und Dr.Zehetner als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Dr.Benner als Schriftführer, in der Verfahrenssache betreffend die Feststellung von Ausschließungsgründen in dem beim Obersten Gerichtshof zum AZ 12 Os 63/97 anhängigen Verfahren gemäß Paragraph 363, a Absatz 2, StPO den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Gemäß § 68 Abs 4 StPO sind Senatspräsident des Obersten Gerichtshofes Dr.R***** sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.S***** und Dr.H***** von der Entscheidung über den Antrag auf Erneuerung des Strafverfahrens ausgeschlossen.Gemäß Paragraph 68, Absatz 4, StPO sind Senatspräsident des Obersten Gerichtshofes Dr.R***** sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.S***** und Dr.H***** von der Entscheidung über den Antrag auf Erneuerung des Strafverfahrens ausgeschlossen.
Text
Gründe:
Der im Verfahren AZ 9 b E Vr 4679/83 des Landesgerichtes für Strafsachen Wien verurteilte Gerhard O***** beantragt unter Hinweis auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 23.Mai 1991, Nummer 6/1990/197/257, die Erneuerung des Strafverfahrens gemäß §§ 363 a ff StPO.Der im Verfahren AZ 9 b E römisch fünf r 4679/83 des Landesgerichtes für Strafsachen Wien verurteilte Gerhard O***** beantragt unter Hinweis auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 23.Mai 1991, Nummer 6/1990/197/257, die Erneuerung des Strafverfahrens gemäß Paragraphen 363, a ff StPO.
Rechtliche Beurteilung
Gemäß § 68 Abs 4 StPO ist von der Entscheidung über einen Antrag des Strafverfahrens ausgeschlossen, wer in derselben Sache als Richter tätig gewesen ist.Gemäß Paragraph 68, Absatz 4, StPO ist von der Entscheidung über einen Antrag des Strafverfahrens ausgeschlossen, wer in derselben Sache als Richter tätig gewesen ist.
Zur Entscheidung über den Erneuerungsantrag ist gemäß VII.B.1. der Geschäftsverteilung des Obersten Gerichtshofes für das Jahr 1997 derZur Entscheidung über den Erneuerungsantrag ist gemäß römisch sieben.B.1. der Geschäftsverteilung des Obersten Gerichtshofes für das Jahr 1997 der
12. Senat zuständig. Dessen Vorsitzender, Senatspräsident des Obersten Gerichtshofes Dr.R*****, und der dem Senat angehörende Hofrat des Obersten Gerichtshofes Dr.S***** waren im vorliegenden Strafverfahren an der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes vom 17.September 1992, GZ 12 Os 24,25/92-8, beteiligt; der gleichfalls dem Senat 12 angehörende Hofrat des Obersten Gerichtshofes Dr.H***** war als seinerzeitiger Richter des Oberlandesgerichtes Wien an den diese Strafsache betreffenden Beschlüssen dieses Gerichtes vom 7.Juli 1993, AZ 179/93 und AZ 157/93 (= ON 88 und 89 des Aktes des Landesgerichtes für Strafsachen Wien) beteiligt.
Demnach war das Vorliegen des Ausschluß- grundes des § 68 Abs 4 StPO bei den drei genannten Richtern des Obersten Gerichtshofes festzustellen.Demnach war das Vorliegen des Ausschluß- grundes des Paragraph 68, Absatz 4, StPO bei den drei genannten Richtern des Obersten Gerichtshofes festzustellen.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1997:0150NS00015.97.0703.000
Dokumentnummer
JJT_19970703_OGH0002_0150NS00015_9700000_000