Begründung:
Horst H***** war gemeinsam mit seiner Gattin Gesellschafter der in Gründung befindlichen, jedoch niemals in das Handelsregister (Firmenbuch) eingetragenen "O***** Gesellschaft mbH" sowie der "Horst Hofer Gesellschaft mbH" (die mit Eintragung im Handelsregister vom 12.7.1989 infolge Abweisung eines Konkursantrages mangels eines zur Deckung der Kosten des Konkurses voraussichtlich hinreichenden Vermögens aufgelöst wurde). Im Zuge der Gründung der O***** Gesellschaft mbH schloß Horst H***** mit der Versicherungsanstalt *****einen Versicherungsvertrag, wonach der Bäckereibetrieb unter anderem feuerversichert wurde. Am 21.1.1990 ereignete sich in dem Betrieb ein Feuerschaden, für den die genannte Versicherungsanstalt Deckung zu geben hatte.
Horst H***** trat seine Forderung gegen die Versicherungsanstalt am 24.2.1990 der B***** GmbH ab. In der Folge wurde mehreren Gläubigern, die Exekutionstitel zum Teil gegen Horst H*****, zum Teil gegen die Horst H***** GmbH und zum Teil gegen die O***** GmbH erwirkt hatten, die Pfändung und Überweisung der Forderung der jeweiligen verpflichteten Partei auf Bezahlung des Versicherungsentschädigungsbetrages bewilligt, und zwar
1.) der P***** GmbH; Forderung gegen Horst H***** von S 42.885,-- s. A.; Zustellung des Zahlungsverbotes an die Versicherungsanstalt am 7.3.1990;
2.) der W***** AG; Forderung gegen die Horst H***** GmbH von S 955.168,-- s.A.; Zustellung des Zahlungsverbotes am 14.3.1990;
3.) der K***** GmbH; Forderung gegen Horst H***** von S 1.023.597,60 s. A.; Zustellung des Zahlungsverbotes am 17.4.1990;
4.) der C***** GmbH; Forderung gegen die O***** GmbH von S 18.832,-- s. A.; Zustellung des Zahlungsverbotes am 11.10.1990.
Alle Exekutionsbewilligungen sind in Rechtskraft erwachsen.
Die Versicherungsanstalt erlegte beim Erstgericht gemäß § 307 EO einen Betrag von S 629.234,--.Die Versicherungsanstalt erlegte beim Erstgericht gemäß Paragraph 307, EO einen Betrag von S 629.234,--.
Mit den Beschlüssen des Erstgerichtes vom 22.10.1991 (ON 30) und des Rekursgerichtes vom 28.2.1992 (ON 41) wurden Teilbeträge von S 200.000,-- an die K***** GmbH und von S 20.000,-- an die P***** GmbH rechtskräftig zugewiesen. Mit dem Beschluß des Erstgerichtes vom 22.10.1991 war eine Verteilung des gesamten erlegten Betrages auf der Grundlage einer vom Zessionar, der B***** GmbH, und der betreibenden Gläubiger behaupteten Einigung aller Beteiligten vorgenommen worden.
In der im zweiten Rechtsgang durchgeführten Verteilungstagsatzung brachte der Vertreter der K***** GmbH vor, bei der seinerzeit erteilten "Zustimmung" zur Aufteilungsvereinbarung habe es sich nur um eine unverbindliche Absichtserklärung gehandelt, die nun widerrufen werde, weil er in Erfahrung gebracht habe, daß weder die B***** GmbH noch die W***** AG einen Exekutionstitel gegen Horst Hofer persönlich hätten; die anderen erschienenen Gläubiger hielten das erzielte Einverständnis aufrecht. Horst H***** stimmte in dieser Tagsatzung nur einer Auszahlung des von der B***** GmbH begehrten Betrages zu, nicht auch jener an die betreibenden Gläubiger, da deren Forderungen zufolge Zurücknahme von unter Eigentumsvorbehalt gelieferten Gegenständen nicht mehr in der geltendgemachten Höhe zu Recht bestünden.
Mit Beschluß vom 10.6.1992, ON 48, wies das Erstgericht von dem restlichen Erlagsbetrag von S 409.234,--
1.) der B***** GmbH S 74.909,--
2.) der P***** GmbH S 19.951,--
3.) der W***** AG S 249.696,--
4.) der K***** GmbH S 49.696,-- und
5.) der C***** GmbH S 14.982
zu; die Verteilung des Zinsenzuwachses erfolgte anteilsmäßig. Den Antrag des Horst H*****, den betreibenden Gläubigern binnen einer Frist von 10 Tagen aufzutragen, ihre Forderungen entsprechend einzuschränken, wies es - unbekämpft - ab.
Die zweite Instanz gab den von der K***** GmbH und Horst H***** erhobenen Rekursen teilweise Folge. Es bestätigte die Zuweisung von S 74.909,-- s.A. an die B***** GmbH, von S 19.951,-- s.A. an die P***** GmbH, von S 49.696,-- s.A. an die K***** GmbH und von S 14.982,-- an die C***** GmbH, änderte jedoch die Zuweisung S 249.696,-- s.A. an die W***** AG dahin ab, daß hinsichtlich dieses Betrages ein Verteilungsverfahren derzeit nicht stattfindet; vielmehr hätten die Beteiligten das Einvernehmen herzustellen oder den Klagsweg zu bestreiten. Es sprach aus, daß der Revisionsrekurs im Verfahren E 6665/90 des Erstgerichtes (das von der C***** GmbH betrieben wird) jedenfalls unzulässig, in den übrigen Verfahren aber zulässig sei. Horst H***** sei an seine Zustimmungserklärung zur Auszahlung eines Teils der Erlagssumme an die B***** GmbH gebunden. Er könne sich auch nicht mit Erfolg gegen die Zuweisung von Beträgen an die P***** GmbH, die K***** GmbH und die C***** GmbH aussprechen; denn durch die Rechtskraft der Pfändung und Überweisung seiner Rechte an der Forderung gegen die Versicherungsanstalt seien diese an die genannten betreibenden Gläubiger übergegangen. Zwischen den Gläubigern aber bestehe diesbezüglich eine Einigung. Nicht zulässig sei derzeit die Zuweisung und Auszahlung von Beträgen an die W***** AG, weil diesbezüglich bei der Verteilungstagsatzung keine Einigung bestanden habe. Die genannte Aktiengesellschaft habe keinen Exekutionstitel gegen Horst H*****, sondern gegen die Horst H***** GmbH. Es stehe daher nicht fest, ob die zugunsten der W***** AG gepfändete Forderung (auch) der Horst H***** GmbH zugestanden sei. Diese Frage könne nicht im Verteilungsverfahren, sondern müsse mangels Einigung - bzw wegen deren Widerrufs in der Verteilungstagsatzung - im streitigen Verfahren entschieden werden. In der von der C***** GmbH geführten Exekutionssache sei der Revisionsrekurs gemäß § 78 EO, § 528 Abs 2 Z 1 ZPO jedenfalls unzulässig, im übrigen aber zulässig, weil zur Frage, ob eine Einigung im Verteilungsverfahren nach einem Erlag nach § 307 EO widerrufbar sei, eine oberstgerichtliche Rechtsprechung fehle.Die zweite Instanz gab den von der K***** GmbH und Horst H***** erhobenen Rekursen teilweise Folge. Es bestätigte die Zuweisung von S 74.909,-- s.A. an die B***** GmbH, von S 19.951,-- s.A. an die P***** GmbH, von S 49.696,-- s.A. an die K***** GmbH und von S 14.982,-- an die C***** GmbH, änderte jedoch die Zuweisung S 249.696,-- s.A. an die W***** AG dahin ab, daß hinsichtlich dieses Betrages ein Verteilungsverfahren derzeit nicht stattfindet; vielmehr hätten die Beteiligten das Einvernehmen herzustellen oder den Klagsweg zu bestreiten. Es sprach aus, daß der Revisionsrekurs im Verfahren E 6665/90 des Erstgerichtes (das von der C***** GmbH betrieben wird) jedenfalls unzulässig, in den übrigen Verfahren aber zulässig sei. Horst H***** sei an seine Zustimmungserklärung zur Auszahlung eines Teils der Erlagssumme an die B***** GmbH gebunden. Er könne sich auch nicht mit Erfolg gegen die Zuweisung von Beträgen an die P***** GmbH, die K***** GmbH und die C***** GmbH aussprechen; denn durch die Rechtskraft der Pfändung und Überweisung seiner Rechte an der Forderung gegen die Versicherungsanstalt seien diese an die genannten betreibenden Gläubiger übergegangen. Zwischen den Gläubigern aber bestehe diesbezüglich eine Einigung. Nicht zulässig sei derzeit die Zuweisung und Auszahlung von Beträgen an die W***** AG, weil diesbezüglich bei der Verteilungstagsatzung keine Einigung bestanden habe. Die genannte Aktiengesellschaft habe keinen Exekutionstitel gegen Horst H*****, sondern gegen die Horst H***** GmbH. Es stehe daher nicht fest, ob die zugunsten der W***** AG gepfändete Forderung (auch) der Horst H***** GmbH zugestanden sei. Diese Frage könne nicht im Verteilungsverfahren, sondern müsse mangels Einigung - bzw wegen deren Widerrufs in der Verteilungstagsatzung - im streitigen Verfahren entschieden werden. In der von der C***** GmbH geführten Exekutionssache sei der Revisionsrekurs gemäß Paragraph 78, EO, Paragraph 528, Absatz 2, Ziffer eins, ZPO jedenfalls unzulässig, im übrigen aber zulässig, weil zur Frage, ob eine Einigung im Verteilungsverfahren nach einem Erlag nach Paragraph 307, EO widerrufbar sei, eine oberstgerichtliche Rechtsprechung fehle.