Entscheidung 4 Nc 24/18v
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
20.12.2018
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Vogel als Vorsitzenden und die Hofräte Dr. Schwarzenbacher und Hon.-Prof. Dr. Brenn als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei G***** L*****, vertreten durch Dr. Günter Niebauer, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei V***** AG, *****, Deutschland, wegen 5.400 EUR sA und Feststellung (Streitwert 4.000 EUR), über die Anzeige des Landesgerichts Ried im Innkreis gemäß § 30 JN betreffend das Verfahren zu AZ ***** des Bezirksgerichts ***** denDer Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Vogel als Vorsitzenden und die Hofräte Dr. Schwarzenbacher und Hon.-Prof. Dr. Brenn als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei G***** L*****, vertreten durch Dr. Günter Niebauer, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei V***** AG, *****, Deutschland, wegen 5.400 EUR sA und Feststellung (Streitwert 4.000 EUR), über die Anzeige des Landesgerichts Ried im Innkreis gemäß Paragraph 30, JN betreffend das Verfahren zu AZ ***** des Bezirksgerichts ***** den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Für die Verhandlung und Entscheidung der zugrunde liegenden Rechtssache wird das Bezirksgericht ***** als zuständig bestimmt.
Begründung:
Rechtliche Beurteilung
Ist ein Gericht aus einem der in § 19 JN vorgesehenen Gründen an der Ausübung der Gerichtsbarkeit gehindert, so hat es diesen Umstand gemäß § 30 JN dem im Instanzenzug übergeordneten Gericht anzuzeigen. Dieses hat sodann ein anderes Gericht gleicher Gattung zur Verhandlung und Entscheidung der Rechtssache zu bestimmen.Ist ein Gericht aus einem der in Paragraph 19, JN vorgesehenen Gründen an der Ausübung der Gerichtsbarkeit gehindert, so hat es diesen Umstand gemäß Paragraph 30, JN dem im Instanzenzug übergeordneten Gericht anzuzeigen. Dieses hat sodann ein anderes Gericht gleicher Gattung zur Verhandlung und Entscheidung der Rechtssache zu bestimmen.
Im vorliegenden Fall sind nach der Entscheidung des Landesgerichts R***** vom 30. Oktober 2018, GZ *****, sämtliche bei den Bezirksgerichten im Sprengel dieses Landesgerichts tätigen Richterinnen und Richter befangen und daher an der Ausübung der Gerichtsbarkeit gehindert. Aus diesem Grund ist eine Bestimmung des zuständigen Gerichts durch das Landesgericht R***** als das im Instanzenzug übergeordnete Gericht nicht möglich. Die Entscheidung über die Delegierung obliegt daher nach § 30 JN dem Obersten Gerichtshof, der dem Landesgericht R***** im Instanzenzug der Hauptsache unmittelbar übergeordnet ist (8 Nc 18/08a; 3 Nc 16/18k).Im vorliegenden Fall sind nach der Entscheidung des Landesgerichts R***** vom 30. Oktober 2018, GZ *****, sämtliche bei den Bezirksgerichten im Sprengel dieses Landesgerichts tätigen Richterinnen und Richter befangen und daher an der Ausübung der Gerichtsbarkeit gehindert. Aus diesem Grund ist eine Bestimmung des zuständigen Gerichts durch das Landesgericht R***** als das im Instanzenzug übergeordnete Gericht nicht möglich. Die Entscheidung über die Delegierung obliegt daher nach Paragraph 30, JN dem Obersten Gerichtshof, der dem Landesgericht R***** im Instanzenzug der Hauptsache unmittelbar übergeordnet ist (8 Nc 18/08a; 3 Nc 16/18k).
In Anbetracht der räumlichen Nähe zum ursprünglich zuständigen Gericht ist das Bezirksgericht ***** als für die Führung des Verfahrens zuständiges Gericht zu bestimmen.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2018:0040NC00024.18V.1220.000
Zuletzt aktualisiert am
16.02.2019
Dokumentnummer
JJT_20181220_OGH0002_0040NC00024_18V0000_000