Rechtstracker.at
Entscheidung 5 Ob 1020/96×

Entscheidung 5 Ob 1020/96

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

5Ob1020/96

Entscheidungsdatum

13.03.1996

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Zehetner als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Schwarz, Dr.Floßmann, Dr.Adamovic und Dr.Baumann als weitere Richter in der Rechtssache der Antragstellerin B*****gesellschaft mbH & Co KG, ***** vertreten durch die Rechtsanwälte Hofstätter & Isola, Kommandit-Partnerschaft in Graz, gegen die Antragsgegnerin K***** AG, ***** vertreten durch Dr.Georg Eisenberger, Rechtsanwalt in Graz, wegen Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 8, MRG infolge außerordentlicher Rekurses der Antragsgegnerin gegen den Sachbeschluß des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Graz als Rekursgerichtes vom 30.Dezember 1995, GZ 3 R 244/95-15, den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der außerordentliche Rekurs der Antragsgegnerin wird gemäß Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 16 bis 18 MRG in Verbindung mit Paragraph 526, Absatz 2, Satz 1 ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 528, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 528 a, in Verbindung mit Paragraph 510, Absatz 3, ZPO).

Text

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Die gesetzliche Beschränkung der Gegenleistung auf ein nach objektiven Kriterien (hier: der in Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer eins, MRG aF genannten) zu ermittelndes Maß erscheint verfassungsrechtlich unbedenklich, weil es sich dabei um sachlich gerechtfertigte Beschränkungen der Erwerbsfreiheit handelt. Der erkennende Senat hat daher keine Bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit des Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer eins, aF MRG.

Die im Revisionsrekurs vertretenen Rechtsmeinungen, der auf Grund einer öffentlichen Ausschreibung vom Bestbieter gebotene Mietzins sei immer angemessen und bei Anmietung eines Geschäftslokales in bester Lage durch einen Vollkaufmann sei der gebotene Mietzins immer angemessen, widersprechen dem eindeutigen, diesbezüglich nicht differenzierenden Gesetzeswortlaut. Diesbezüglich bedarf es daher keiner ausdrücklichen Entscheidung des Obersten Gerichtshofes.

Anmerkung

E43668 05A10206

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:0050OB01020.96.0313.000

Dokumentnummer

JJT_19960313_OGH0002_0050OB01020_9600000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung