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Entscheidung 5 Ob 188/07v×

Entscheidung 5 Ob 188/07v

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

5Ob188/07v

Entscheidungsdatum

16.10.2007

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Floßmann als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Hurch, Dr. Höllwerth, Dr. Grohmann und Dr. E. Solé als weitere Richter in der außerstreitigen Wohnrechtssache des Antragstellers Herbert S*****, vertreten durch Mag. Gerhard Kuntner, Rechtsanwalt in Graz, gegen die Antragsgegner 1. Max P*****, 2. Hannes G*****, 3. Elisabeth W*****, ebendort, 4. Kurt S*****, ebendort, 5. Ingomar P*****, ebendort, 6. DI Erwin S*****, ebendort, 7. Mag. Sigismunda W*****, 8. Michael S*****, 9. Maria U*****, ebendort, 10. Margaretha T*****, 11. Frieda V*****, 12. Helga B*****, 13. Johanna K*****, 14. DI Josef K*****, ebendort, 15. Brigitte H*****, ebendort, 16. Peter P*****, ebendort, 17. Harald Werner F*****, 18. Herbert F*****, 19. Horst B*****, ebendort, 20. Anna K*****, ebendort, 21. Dietmar S*****, ebendort, 22. Franz Z*****, ebendort, 23. Heike P*****, ebendort, 24. Heidelinde J*****, 25. Herbert S*****, 26. Andreas Henry S*****, 27. Erna G*****, 28. Eduard P*****, ebendort, 29. Margarete T*****, ebendort, 30. Juliane H*****, ebendort, 31. Adolf R*****, ebendort, 32. Mathilde K*****, 33. Marianne S*****, 34. Gilbert W*****, 35. Ingrid K*****, ebendort, 36. Herlinde T*****, ebendort, 37. Rosemarie S*****, ebendort, 38. Maria D*****, ebendort, 39. Franz G*****, ebendort, 40. Roland K*****, 41. Hans H*****, 42. Mag. Paul F*****, ebendort, 43. DI Wolfgang N*****, ebendort, 44. Gertrude J*****, ebendort, 45. Doris E*****, 46. Helmut H*****, 47. Angela H*****, beide *****, 48. Gloriette V*****, 49. Elisabeth S*****, 50. Herbert K*****, 51. Helga K*****, ebendort, 52. Maria E*****, 53. Rudolf G*****, 54. Rosa G*****, ebendort, 55. Friedrich S*****, 56. Roswitha S*****, ebendort, 57. Kurt S*****, ebendort, 58. Johanna S*****, ebendort, 59. Franz K*****, ebendort, 60. Markus M*****, ebendort, 61. Elfriede H*****, 62. Mijo M*****, 63. Jasna M*****, beide *****, 64. Samir Z*****, 65. Amela Z*****, beide *****, 66. Helene H*****, ebendort, 67. Martin L*****, 68. Celia da Natividade L*****, beide *****, sämtliche Mit- und Wohnungseigentümer der Liegenschaft GB ***** EZ 1722 mit dem Haus *****, wegen Rechtswirksamkeit eines Mehrheitsbeschlusses (Paragraph 52, Absatz eins, Ziffer 4, WEG in Verbindung mit Paragraph 24, Absatz 6, WEG), über den außerordentlichen Revisionsrekurs des Antragstellers gegen den Beschluss des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Graz vom 28. Juli 2007, GZ 3 R 44/05w-27, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Akten werden dem Rekursgericht zur Verbesserung zurückgestellt.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Mit dem oben bezeichneten Beschluss GZ 3 R 44/05w-27 hat das Rekursgericht ausgesprochen, dass dem Rekurs nicht Folge gegeben wird und der Wert des Entscheidungsgegenstandes nicht EUR 4.000 übersteige. Der Revisionsrekurs sei jedenfalls unzulässig.

Dieser Ausspruch des Rekursgerichtes steht nicht im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen. Zufolge Artikel 10, Paragraph 2, (Schluss- und Übergangsbestimmungen) des WohnAußStrBeglG sind die neuen Rechtsmittelvorschriften im wohnrechtlichen Außerstreitverfahren bereits dann anzuwenden, wenn wie hier das Datum der angefochtenen Entscheidung nach dem 31. Dezember 2004 liegt. Paragraph 528, Absatz eins, Ziffer eins, ZPO ist daher nicht mehr anzuwenden. Auch ist der Streitwert von EUR 4.000 durch den Streitwert von EUR 10.000 ersetzt worden. Zufolge Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 16, MRG in Verbindung mit Paragraph 52, Absatz 2, WEG gelten für die Zulässigkeit eines Revisionsrekurses die Paragraphen 62 bis 64 AußStrG mit der Maßgabe, dass die Entscheidungsgegenstände rein vermögensrechtlicher Natur sind und dass die gemäß Paragraph 62, Absatz 3 und 5 und Paragraph 63, Absatz eins, AußStrG maßgebliche Wertgrenze EUR 10.000 beträgt.

Das Rekursgericht wird daher seinen Ausspruch dahin zu verbessern haben, ob der Entscheidungsgegenstand EUR 10.000 übersteigt oder nicht.

Dieser Beschluss wird den Parteien zuzustellen sein.

Spricht das Rekursgericht aus, dass der Entscheidungsgegenstand nicht insgesamt EUR 10.000 übersteigt und dass der ordentliche Revisionsrekurs nach Paragraph 62, Absatz eins, AußStrG nicht zulässig ist, dann ist auf die Möglichkeit einer Zulassungsvorstellung und deren Behandlung nach Paragraph 63, AußStrG Bedacht zu nehmen. Davon hängt ab, wie der Revisionsrekurs an den Obersten Gerichtshof zu behandeln sein wird. Die sofortige Vorlage des Rechtsmittels an den Obersten Gerichtshof war jedenfalls verfehlt.

Nach Abschluss des Zwischenverfahrens wird das Rekursgericht den Akt selbst dann wieder dem Obersten Gerichtshof vorzulegen haben, wenn der ordentliche Revisionsrekurs für nicht zulässig erklärt wird, steht doch die Entscheidung über den außerordentlichen Revisionsrekurs gegen den Sachbeschluss noch aus. Wegen des untrennbaren Zusammenhangs mit der im Revisionsrekurs gegen den Sachbeschluss ausgeführten Mängelrüge kann nämlich eine Erledigung dieses außerordentlichen Revisionsrekurses erst nach der Entscheidung über die Zulässigkeit bzw Berechtigung eines Rechtsmittels gegen den oben angeführten Beschluss erfolgen.

Es war daher spruchgemäß zu entscheiden.

Textnummer

E105013

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:0050OB00188.07V.1016.000

Im RIS seit

02.09.2013

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2013

Dokumentnummer

JJT_20071016_OGH0002_0050OB00188_07V0000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung

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