Begründung:
Die Streitteile sind Mit- und Wohnungseigentümer der Liegenschaft EZ ***** GB ***** bestehend aus dem Grundstück 341/3 (Liegenschaftsadresse *****).
Am 23. 11. 1977 schlossen die damaligen Miteigentümer der Liegenschaft mit Walter N*****, dem Eigentümer der Liegenschaft EZ ***** GB *****, einen Servitutsvertrag, welcher auszugsweise lautet:
„Herr DI Walter N***** übernimmt für sich und seine Rechtsnachfolger die Verpflichtung, dem jeweiligen Eigentümer der Einlagezahl ***** Katastralgemeinde *****, Gerichtsbezirk *****, bestehend aus dem Grundstück Nr. 341/3 Garten folgende Rechte und Nutzungen einzuräumen bzw zu gestatten: ...
2. Auf der Liegenschaft EZ ***** ... die Parkplatzbenützung auf der 8,5 Meter breiten Fläche entlang der Grundstücksbegrenzungslinie zu Grundstück 341/3 ...".
Ob der Liegenschaft EZ ***** GB ***** ist sub C-LNR 1a die „Dienstbarkeit der Parkplatzbenützung auf Gst .393 gem Servitutsvertrag 1978-02-07 für Gst 341/3" einverleibt.
Im A2-Blatt der EZ ***** GB ***** ist unter LNR 1a mit der TZ 3439/1978 das „Recht des Zuganges und der Zufahrt auf dem 4 m breiten Streifen des Gst 392 und der Parkplatzbenützung auf der 8,5 Meter breiten Fläche des Gst 393 gem Servitutsvertrag und Plan 1978-02-07 für Grundstück 341/3" ersichtlich gemacht.Im A2-Blatt der EZ ***** GB ***** ist unter LNR 1a mit der TZ 3439 aus 1978, das „Recht des Zuganges und der Zufahrt auf dem 4 m breiten Streifen des Gst 392 und der Parkplatzbenützung auf der 8,5 Meter breiten Fläche des Gst 393 gem Servitutsvertrag und Plan 1978-02-07 für Grundstück 341/3" ersichtlich gemacht.
Der Kläger behauptete, der Beklagte störe die Ausübung der eingetragenen Dienstbarkeit dadurch, dass er die ausschließliche Benützung der Parkplätze mit den Nummern 10 bis 14 für sich beanspruche und zu diesem Zweck „Parkplatzsperren" montieren habe lassen.
Der Beklagte vertrat den Standpunkt, ihm stehe als Wohnungseigentümer eines bestimmten Objekts das alleinige Nutzungsrecht an den fraglichen Parkplätzen zu, weil dies zwischen früheren Miteigentümern so vereinbart und diese Befugnis an ihn übertragen worden sei.
Das Berufungsgericht gab - in Abänderung des klageabweisenden Ersturteils - den Begehren des Klägers statt und verpflichtete den Beklagten
1. sämtliche auf der Liegenschaft EZ ***** GB *****, insbesondere jene auf den Parkplätzen Nr 10 bis inklusive 14 errichteten, die Ausübung der unter B-LNR 1a der TZ 3439/1978 einverleibten (richtig: ersichtlich gemachten) Servitut des Zugangs und der Zufahrt auf den 4 Meter breiten Streifen des Grundstücks 392 und der Parkplatzbenützung auf der 8,5 Meter breiten Fläche des Grundstücks 393 gemäß Servitutsvertrag und Plan 1978-02-07 für Grundstück 341/3 hindernden Parkplatzsperren zu beseitigen, und1. sämtliche auf der Liegenschaft EZ ***** GB *****, insbesondere jene auf den Parkplätzen Nr 10 bis inklusive 14 errichteten, die Ausübung der unter B-LNR 1a der TZ 3439 aus 1978, einverleibten (richtig: ersichtlich gemachten) Servitut des Zugangs und der Zufahrt auf den 4 Meter breiten Streifen des Grundstücks 392 und der Parkplatzbenützung auf der 8,5 Meter breiten Fläche des Grundstücks 393 gemäß Servitutsvertrag und Plan 1978-02-07 für Grundstück 341/3 hindernden Parkplatzsperren zu beseitigen, und
2. jede Störung durch Errichtung von Hindernissen, insbesondere Parkplatzsperren, auf der Liegenschaft EZ ***** GB *****, welche die Zufahrtsmöglichkeit zu den Parkplätzen Nr 10 bis inklusive 14 behindern oder erschweren, und jede ähnliche Störung der unter B-LNR 1a der TZ 3439/1978 einverleibten Servitut des Zugangs und der Zufahrt auf den 4 Meter breiten Streifen des Grundstücks 392 und der Parkplatzbenützung auf der 8,5 Meter breiten Fläche des Grundstücks 393 gemäß Servitutsvertrag und Plan 1978-02-07 für Grundstück 341/3, welche dem Kläger und seinen Rechtsnachfolgern als Miteigentümer der Liegenschaft EZ ***** GB ***** zusteht, zu unterlassen.2. jede Störung durch Errichtung von Hindernissen, insbesondere Parkplatzsperren, auf der Liegenschaft EZ ***** GB *****, welche die Zufahrtsmöglichkeit zu den Parkplätzen Nr 10 bis inklusive 14 behindern oder erschweren, und jede ähnliche Störung der unter B-LNR 1a der TZ 3439 aus 1978, einverleibten Servitut des Zugangs und der Zufahrt auf den 4 Meter breiten Streifen des Grundstücks 392 und der Parkplatzbenützung auf der 8,5 Meter breiten Fläche des Grundstücks 393 gemäß Servitutsvertrag und Plan 1978-02-07 für Grundstück 341/3, welche dem Kläger und seinen Rechtsnachfolgern als Miteigentümer der Liegenschaft EZ ***** GB ***** zusteht, zu unterlassen.
Die Entscheidung des Berufungsgerichts enthält den Ausspruch, der Wert des Entscheidungsgegenstands übersteige jeweils 4.000 EUR, nicht aber 20.000 EUR und die ordentliche Revision sei zulässig. Da es in der vorliegenden Konstellation zu divergierenden Entscheidungen zwischen einzelnen Miteigentümern kommen könne, weil der Beklagte selbst Mit- und Wohnungseigentümer des herrschenden Grundstücks sei, erscheine es klarstellungsbedürftig, ob in einem derartigen Fall die „Störungsjudikatur" des Obersten Gerichtshofs zur Anwendung zu kommen habe.