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Entscheidung 8 Ob 1614/93×

Entscheidung 8 Ob 1614/93

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

8Ob1614/93

Entscheidungsdatum

09.09.1993

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr.Gunther Griehsler als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Edgar Huber, Dr.Birgit Jelinek, Dr.Ronald Rohrer und Dr.Ilse Huber als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr.Alexander C***** S*****, vertreten durch Dr.Dieter Huainigg, Rechtsanwalt in Klagenfurt, wider die beklagte Partei Z-***** AG, ***** vertreten durch Dr.Karl Safron, Dr.Franz Grossmann und Dr.Leopold Wagner, Rechtsanwälte in Klagenfurt, wegen S 522.000 sA infolge außerordentlicher Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgerichtes vom 18.Mai 1993, GZ 1 R 31, 87/93-20, den

Beschluß

gefaßt:

Rechtliche Beurteilung

Die außerordentliche Revision der beklagten Partei wird gemäß Paragraph 508, a Absatz 2, ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 510, Absatz 3, ZPO), weil

1. die Zulassung der Klageänderung (Nachweis- statt Vermittlungsprovision) dem Gesetz (Paragraph 235, Absatz 3, ZPO) entspricht;

2. im Geschäftszweig der Immobilienmakler im Zweifel bereits die bloße Nachweisung der Kaufgelegenheit den Provisionsanspruch des Vermittlers begründet vergleiche Paragraph 8, Absatz 2, IMV und StRsp, EvBl 1950/474 uva);

3. sich aus den Feststellungen des Erstgerichtes ergibt, daß die Tochterfirma der Rechtsvorgängerin der beklagten Partei von dieser von der Kaufgelegenheit erfuhr (Ersturteil S 5 unten, 6 oben) und die Realitätenvermittlerin bereits in ihrem ersten Schreiben ihre Vermittlungsbedingungen dahin bekanntgab, daß der Empfänger der Informationen für die Provision auch dann haftet, wenn er die Kaufgelegenheit Dritten bekanntgibt (Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 5, Litera a, IMV);

4. im übrigen auch wirtschaftliche Zweckgleichwertigkeit vorliegt, sodaß der Provisionsanspruch auch nach Paragraph 6, HVG zu Recht besteht (Jabornegg, HVG 239 ff; 592).

Anmerkung

E33453

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:0080OB01614.93.0909.000

Dokumentnummer

JJT_19930909_OGH0002_0080OB01614_9300000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung