Entscheidung 9 Ob 1504/94
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
23.02.1994
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Klinger als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Maier, Dr.Petrag, Dr.Bauer und Dr.Steinbauer, als weitere Richter in der Verlassenschaftssache nach dem am 18.November 1992, verstorbenen Josef E*****, wohnhaft gewesen in ***** infolge außerordentlichen Rekurses des erbserklärten Testamentserben Alois H***** vertreten durch Dr.Helmut Rantner, Rechtsanwalt in Innsbruck, gegen den Beschluß des Landesgerichtes Innsbruck als Rekursgerichtes vom 5.Oktober 1993, GZ 1 b R 137/93-53, den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Der außerordentliche Rekurs wird mangels der Voraussetzungen des § 14 Abs 1 AußStrG zurückgewiesen (§ 16 Abs 3 AußStrG iVm § 508a Abs 2 und § 510 ZPO).Der außerordentliche Rekurs wird mangels der Voraussetzungen des Paragraph 14, Absatz eins, AußStrG zurückgewiesen (Paragraph 16, Absatz 3, AußStrG in Verbindung mit Paragraph 508 a, Absatz 2 und Paragraph 510, ZPO).
Rechtliche Beurteilung
Ob dem Rekurswerber auf Grund des Testamentes vom 4.12.1984 als Inhaber des schwächeren älteren Erbrechtstitels die Klägerrolle im Erbrechtsstreit zuzuteilen ist (NZ 1969, 39; NZ 1980, 7; NZ 1984, 131; 3 Ob 1580/91) hängt von der im Einzelfall vorzunehmenden Auslegung ab, ob die einen integrierenden Bestandteil der beiden eigenhändigen Schreiben des Erblassers vom 21.12.1984 bildenden Testamente zugunsten des Wilhem H***** insgesamt den Erbeinsetzungswillen des Erblassers wiedergeben (SZ 25/203, JBl 1992, 587) und damit den jüngeren und stärkeren Erbrechtstitel bilden
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1994:0090OB01504.94.0223.000
Dokumentnummer
JJT_19940223_OGH0002_0090OB01504_9400000_000