Rechtstracker.at
Entscheidung 9 Ob 1578/95×

Entscheidung 9 Ob 1578/95

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

9Ob1578/95

Entscheidungsdatum

13.09.1995

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon-Prof. Dr.Gamerith als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Maier, Dr.Bauer, Dr.Ehmayr und Dr.Steinbauer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Hans D*****, Inhaber der Galerie W*****, vertreten durch Dr.Conrad Carl Borth und Dr.Johannes Müller, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagten Parteien 1. Charlotte N*****, 2. Harald Wilhelm De P*****, 3. Maria M*****, 4. Herbert S*****, sämtliche vertreten durch Dr.Gerhard Benn-Ibler, Rechtsanwalt in Wien, wegen Feststellung (Streitwert S 1,000.000,-) infolge außerordentlicher Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Berufungsgerichtes vom 14.Dezember 1994, GZ 49 R 321/94-21, den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Die außerordentliche Revision der klagenden Partei wird gemäß Paragraph 508, a Absatz 2, ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 510, Absatz 3, ZPO).

Text

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Da die Erst- bis Drittbeklagten als Liegenschaftseigentümer einer Abtretung der Mietrechte an den Kläger nie zugestimmt haben (gespaltenes Bestandverhältnis: vergleiche MietSlg 16.139, 16.412, 17.159, 18.184, 25.132/11, 28.147, 31.196, 32.177/17, 35.191, 35.303/14, 35.768/23, 36.279/12, 38.320/51; SZ 49/159 uva), könnten sie gegenüber diesem als dritten Erwerber des Unternehmens aus der einvernehmlichen Auflösung des Mietverhältnisses durch die Parteien des Bestandvertrages (zur Zulässigkeit: Würth-Zingher, Miet- und Wohnrecht19 Paragraph 29, Rz 33; MietSlg 34.509 ua) nur unter den Voraussetzungen des Paragraph 1295, Absatz 2, ABGB, wenn sie also die Mieterin ohne eigenes Interesse geradezu zum Vertragsbruch verleitet hätten, um den Kläger zu schädigen vergleiche Krejci in Rummel, ABGB2 Paragraph 879, Rz 138;

SZ 31/87, 41/45, 52/110, 55/84, 59/206; 5 Ob 544/82; 8 Ob 587/93;

MietSlg 24.484, 38.002/42 uva) zur Haftung herangezogen werden. Ein Vertragsbruch der Vermieter gegenüber der Mieterin wurde aber ebensowenig behauptet wie eine Verletzung des Vertrages (etwa Bestandsgarantie) zwischen der Mieterin und dem Kläger. Abgesehen davon ist den Vermietern, wie das Berufungsgericht zutreffend ausführt, ein eminentes eigenes Interesse an der Vertragsauflösung zuzubilligen.

Anmerkung

E40085 09A15785

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:0090OB01578.95.0913.000

Dokumentnummer

JJT_19950913_OGH0002_0090OB01578_9500000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung