Rechtssatz RS0001316
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0001316
Entscheidungsdatum
25.10.2016
Norm
EO §37 P
GBG §94 Abs2 G
GBG §102
Staatsvertrag von Wien betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich - StV 1955 Art22
Rechtssatz
Das Exekutions- und Grundbuchsgericht hat sich beim Vollzug einer bewilligten Einverleibung (zwangsweise Pfandrechtsbegründung) auf die Prüfung zu beschränken, ob auf Grund des Grundbuchstandes die bewilligte Einverleibung durchzuführen ist; die Frage des Eigentumsüberganges auf Grund des Staatsvertrages ist nicht zu prüfen; ein allfälliger Eigentumsübergang ist durch Widerspruchsklage der Republik geltend zu machen.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 465/56
Entscheidungstext OGH 10.10.1956 3 Ob 465/56
Veröff: EvBl 1957/10 S 18
- 3 Ob 10/58
Entscheidungstext OGH 06.02.1958 3 Ob 10/58
- 3 Ob 36/69
Entscheidungstext OGH 09.04.1969 3 Ob 36/69
- 5 Ob 447/97i
Entscheidungstext OGH 09.12.1997 5 Ob 447/97i
Auch; nur: Das Grundbuchsgericht hat sich beim Vollzug einer bewilligten Einverleibung auf die Prüfung zu beschränken, ob auf Grund des Grundbuchstandes die bewilligte Einverleibung durchzuführen ist. (T1)
- 5 Ob 133/99s
Entscheidungstext OGH 11.05.1999 5 Ob 133/99s
Auch; nur T1
- 5 Ob 201/05b
Entscheidungstext OGH 20.09.2005 5 Ob 201/05b
Auch; nur T1; Beisatz: Alle Argumente, die gegen die Richtigkeit einer bewilligenden (oder ablehnenden) grundbücherlichen Entscheidung sprechen, sind im Rekurs gegen die Bewilligung oder Ablehnung des Grundbuchsgesuchs vorzubringen. Im Rekurs gegen die Vollzugsentscheidung sind sie nach der ausdrücklichen Anordnung des § 94 Abs 2 letzter Satz GBG unangebracht. (T2)
- 5 Ob 240/05p
Entscheidungstext OGH 04.11.2005 5 Ob 240/05p
nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Anmerkung der Anfechtungsklage gemäß § 20 AnfO. (T3)
- 5 Ob 157/09p
Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 157/09p
Auch; Beisatz: Liegt dem Grundbuchsgericht keine zum Vollzug taugliche Entscheidung über die Zulässigkeit der Eintragung (§ 94 Abs 2 GBG) vor, rechtfertigt dies die Ablehnung des Vollzugs. (T4)
Bem: Hier: Zum Vollzug untauglicher Beschluss des Prozessgerichts (§ 94 Abs 2 GBG). (T5)
- 5 Ob 119/14g
Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 119/14g
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Ob bei Bestehen einer Eigentümerpartnerschaft ungeachtet des gesetzlichen Verbots einer unterschiedlichen Belastung (§ 13 Abs 3 WEG) ein richterliches Belastungs‑ und Veräußerungsverbot angemerkt werden kann, berührt ausschließlich eine Frage des materiellen (Wohnungseigentums‑)Rechts und damit die Richtigkeit der Entscheidung des Bewilligungsgerichts in materiell‑rechtlicher Hinsicht, die das Vollzugsgericht eben nicht zu überprüfen hat. (T6)
- 5 Ob 104/14a
Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 104/14a
Vgl auch;Beis wie T2; Beisatz: Ob bei Bestehen einer Eigentümerpartnerschaft bloß an einem halben Mindestanteil ein richterliches Belastungs‑ und Veräußerungsverbot angemerkt werden kann, berührt keine Frage des Grundbuchsrechts, sondern ausschließlich eine Frage des materiellen (Wohnungseigentums‑)Rechts. (T7)
- 5 Ob 104/15b
Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 104/15b
Auch; Beis wie T2
- 5 Ob 75/16i
Entscheidungstext OGH 14.06.2016 5 Ob 75/16i
Auch; nur T1
- 5 Ob 171/16g
Entscheidungstext OGH 25.10.2016 5 Ob 171/16g
Ähnlich
Schlagworte
Internationale Abkommen, Mehrseitige Übereinkommen, Staatsvertrag betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreichs vom 30.07.1955, BGBl 152
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0001316
Zuletzt aktualisiert am
17.11.2016
Dokumentnummer
JJR_19561010_OGH0002_0030OB00465_5600000_001