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Rechtssatz RS0002837

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0002837

Geschäftszahl

3Ob71/87 (3Ob72/87); 5Ob303/98i; 3Ob14/08t

Entscheidungsdatum

08.05.2008

Rechtssatz

Nach Wirksamwerden der einstweiligen Verwaltung iSd Paragraphen 158, ff EO (spätestens ab der Zustellung des Verfügungsverbotes nach Paragraph 99, Absatz eins, EO) kann der Verpflichtete keine auch für den Ersteher verbindlichen Bestandverträge mehr abschließen. Der Abschluss neuer Bestandverträge obliegt gem Paragraph 109, Absatz 2 und 3 EO ausschließlich dem einstweiligen Verwalter.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 71/87
    Entscheidungstext OGH 09.09.1987 3 Ob 71/87
  • 5 Ob 303/98i
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 5 Ob 303/98i
    Beisatz: Die einstweilige Verwaltung nach §§ 158 ff EO folgt den Regeln der Zwangsverwaltung (§ 159 EO). (T1); Beisatz: Nicht vom Willen des Zwangsverwalters getragene Rechtshandlungen des Verpflichteten sind mangels eigener Verfügungsbefugnis rechtsunwirksam. Der Zweck der Zwangsverwaltung erfordert, während der Dauer der Zwangsverwaltung nur Verwaltungshandlungen des Zwangsverwalters gelten zu lassen, weil andernfalls unlösbare Verwicklungen entstünden. (T2)
  • 3 Ob 14/08t
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 3 Ob 14/08t
    Auch; Beisatz: Ab Bestellung eines einstweiligen Verwalters ist nur noch dieser zur Aufkündigung oder zur Erhebung von Räumungsklagen legitimiert. (T3); Beisatz: §§ 109 bis 112 EO sind auch auf die einstweilige Verwaltung anwendbar. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0002837

Zuletzt aktualisiert am

09.07.2008

Dokumentnummer

JJR_19870909_OGH0002_0030OB00071_8700000_001