Rechtssatz RS0005627
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0005627
Entscheidungsdatum
25.03.2025
Rechtssatz
Die Pflicht zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses für das Scheidungsverfahren stellt einen Ausfluss der Pflicht zur Leistung des gesetzlichen Unterhaltes dar (EvBl 1968/338, EvBl 1969/24; 7 Ob 738, 739/79 ua).
Entscheidungstexte
- 5 Ob 593/81
Entscheidungstext OGH 05.05.1981 5 Ob 593/81
- 2 Ob 590/83
Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 590/83
Beisatz hier: Für Unterhaltsstreit (T1)
- 1 Ob 67/05t
Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 67/05t
Auch; Beisatz: Es kann aber nicht entscheidend sein, ob es sich um einen „echten" Vorschuss für die Kosten eines erst einzuleitenden Verfahrens oder um bereits entstandene Honorarverbindlichkeiten für die Vertretung in einem Gerichtsverfahren handelt, die noch nicht fällig oder zumindest noch nicht bezahlt sind. (T2); Veröff: SZ 2005/55
- 4 Ob 114/06b
Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 114/06b
Auch
- 3 Ob 201/19h
Entscheidungstext OGH 19.11.2019 3 Ob 201/19h
- 8 Ob 61/21k
Entscheidungstext OGH 26.05.2021 8 Ob 61/21k
Vgl
- 10 Ob 26/21b
Entscheidungstext OGH 13.09.2021 10 Ob 26/21b
Vgl
- 1 Ob 107/24b
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.03.2025 1 Ob 107/24b
Beisatz wie T2
Beisatz: Ein Prozesskostenvorschuss steht als Sonderbedarf nur für „notwendige“ Verfahrenskosten zu. Ob eine kostenverursachende Maßnahme in diesem Sinn notwendig ist (oder war), hängt davon ab, ob eine vernünftige und sorgfältige Person in vergleichbarer Lage ähnlich handeln – also ebenfalls das kostenverursachende Verhalten setzen – würde oder (bei einem Prozesskostenvorschuss für bereits entstandene, aber noch nicht bezahlte Honorarverbindlichkeiten) ähnlich gehandelt hätte. (T3)
Schlagworte
Schlagwort: Prozesskostenvorschuss
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0005627
Zuletzt aktualisiert am
07.07.2025
Dokumentnummer
JJR_19810505_OGH0002_0050OB00593_8100000_001