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Rechtssatz RS0008850×

Rechtssatz RS0008850

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0008850

Entscheidungsdatum

16.01.2024

Rechtssatz

Analogie - Umkehrschluß.

Der Umkehrschluß, der einer analogen Ausdehnung einer gesetzlichen Rechtsfolgeanordnung entgegensteht, ist allein dann begründet, wenn Zweck bzw. Wertung des Gesetzes nur auf den ausdrücklich vom Gesetz erfaßten Tatbestandsbereich zutreffen; ist kein Grund für eine verschiedene Behandlung ersichtlich, so ist Analogie und nicht Umkehrschluß geboten.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 607/84
    Entscheidungstext OGH 11.12.1984 5 Ob 607/84
    Veröff: MietSlg 36/48 = SZ 57/194
  • 6 Ob 1/86
    Entscheidungstext OGH 23.01.1986 6 Ob 1/86
    nur: Der Umkehrschluß, der einer analogen Ausdehnung einer gesetzlichen Rechtsfolgeanordnung entgegensteht, ist allein dann begründet, wenn Zweck bzw. Wertung des Gesetzes nur auf den ausdrücklich vom Gesetz erfaßten Tatbestandsbereich zutreffen. (T1) Veröff: RdW 1986,143 = EvBl 1986/180 S 763 = JBl 1986,454 (Reich - Rohrwig) = GesRZ 1986,99 = NZ 1987,102 = SZ 59/20
  • 10 ObS 12/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 10 ObS 12/88
    Veröff: SZ 61/116
  • 3 Ob 511/94
    Entscheidungstext OGH 07.09.1994 3 Ob 511/94
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 67/145
  • Rkv 1/98
    Entscheidungstext OGH 30.06.1998 Rkv 1/98
    Beisatz: Hier: Wiederaufnahme des Verfahrens in Rechtsangelegenheiten außer Streitsachen. (T2)
  • 10 ObS 4/24x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.01.2024 10 ObS 4/24x
    nur: Ist kein Grund für eine verschiedene Behandlung ersichtlich, so ist Analogie und nicht Umkehrschluss geboten. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0008850

Im RIS seit

11.12.1984

Zuletzt aktualisiert am

23.04.2024

Dokumentnummer

JJR_19841211_OGH0002_0050OB00607_8400000_001