Rechtssatz RS0011926
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0011926
Entscheidungsdatum
14.08.2018
Rechtssatz
Der Hauseigentümer kann von seinem Nachbar auf Unterlassung der Beeinträchtigung seines Grundstückes durch die Hühner der Mietparteien in Anspruch genommen werden.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 74/49
Entscheidungstext OGH 14.12.1949 2 Ob 74/49
Veröff: SZ 22/197 = JBl 1950,164
- 1 Ob 23/99k
Entscheidungstext OGH 23.02.1999 1 Ob 23/99k
Ähnlich; Beisatz: Einem Grundeigentümer wird ein Unterlassungsanspruch dann gewährt, wenn die Beeinträchtigung durch ein Tier das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Maß überschreitet und die ortsübliche Benützung des Grundstücks wesentlich beeinträchtigt wird. Die Grenze zulässiger Einwirkung ist durch die Ortsüblichkeit der Störung und die ortsübliche Benützung des Grundstücks gegeben, die durch den Eingriff nicht wesentlich beeinträchtigt werden darf. (T1)
Beisatz: Hier: Hunde. (T2)
- 8 Ob 94/01h
Entscheidungstext OGH 13.09.2001 8 Ob 94/01h
Ähnlich; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Katze. (T3)
- 4 Ob 250/06b
Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 250/06b
Vgl aber; Beisatz: Auf das Eindringen größerer Tiere - wie etwa Schafe und Ziegen - auf ein Grundstück ist § 364 Abs 2 ABGB nicht anzuwenden. Solchen Eigentumseingriffen kann nur mit der Eigentumsfreiheitsklage gemäß § 523 ABGB entgegengetreten werden. (T4); Veröff: SZ 2007/23
- 2 Ob 167/07h
Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 167/07h
Vgl; Beis wie T3
- 5 Ob 138/11x
Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 138/11x
Vgl; Beisatz: Eindringen von Katzen. (T5); Veröff: SZ 2011/132
- 3 Ob 86/18w
Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 86/18w
Vgl aber; Beisatz: Es ist nicht unvertretbar (kleine) Hunde nach § 523 ABGB zu beurteilen. (T6)
Schlagworte
Schlagwort: Immission, Negatorienklage, actio negatoria
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1949:RS0011926
Zuletzt aktualisiert am
09.10.2018
Dokumentnummer
JJR_19491214_OGH0002_0020OB00074_4900000_001