Rechtssatz RS0012434
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0012434
Geschäftszahl
3Ob282/60; 5Ob170/65; 2Ob586/83; 6Ob694/87; 1Ob28/03d; 6Ob167/09s
Entscheidungsdatum
18.12.2009
Rechtssatz
Die Beweispflicht, dass sich der bald nach der Testamentserrichtung voll entmündigte Testator in einem Dauerzustand der Testierunfähigkeit befand, trifft den Kläger, der die Ungültigkeit des Testamentes behauptet. Ist diese Beweispflicht erfüllt, trifft den Gegner die Beweispflicht für seine Behauptung, dass der Testator bei der Testamentserrichtung einen lichten Zwischenraum hatte (sonst wie SZ XXIV 179, JBL 1957 S 239).Die Beweispflicht, dass sich der bald nach der Testamentserrichtung voll entmündigte Testator in einem Dauerzustand der Testierunfähigkeit befand, trifft den Kläger, der die Ungültigkeit des Testamentes behauptet. Ist diese Beweispflicht erfüllt, trifft den Gegner die Beweispflicht für seine Behauptung, dass der Testator bei der Testamentserrichtung einen lichten Zwischenraum hatte (sonst wie SZ römisch 24 179, JBL 1957 S 239).
Entscheidungstexte
- 3 Ob 282/60
Entscheidungstext OGH 16.11.1960 3 Ob 282/60
Veröff: JBl 1961,322
- 5 Ob 170/65
Entscheidungstext OGH 13.07.1965 5 Ob 170/65
- 2 Ob 586/83
Entscheidungstext OGH 22.11.1983 2 Ob 586/83
- 6 Ob 694/87
Entscheidungstext OGH 12.11.1987 6 Ob 694/87
Auch; Veröff: SZ 60/241 = NZ 1989,68
- 1 Ob 28/03d
Entscheidungstext OGH 14.10.2003 1 Ob 28/03d
Auch; Beisatz: Die Beweislast, dass der Testator testierunfähig war, trifft diejenige Prozesspartei, die die Ungültigkeit des Testaments behauptet. (T1)
- 6 Ob 167/09s
Entscheidungstext OGH 18.12.2009 6 Ob 167/09s
Auch; Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0012434
Zuletzt aktualisiert am
09.02.2010
Dokumentnummer
JJR_19601116_OGH0002_0030OB00282_6000000_001