Rechtssatz RS0012446
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0012446
Entscheidungsdatum
21.03.2024
Rechtssatz
Das Gesetz stellt an den Nachweis des Kausalzusammenhanges zwischen Beweggrund und Irrtum ganz besonders strenge Anforderungen; auch unentgeltliche Zuwendungen unter Lebenden können nur dann angefochten werden, wenn der irrige Beweggrund ausschließlich kausal für ihr Zustandekommen war. Der bloße Nachweis eines ursächlichen Zusammenhanges zwischen einer irrtümlichen Vorstellung des Geschenkgebers und der Schenkung reicht nicht aus.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 606/88
Entscheidungstext OGH 10.01.1989 4 Ob 606/88
JBl 1989,446
- 5 Ob 587/89
Entscheidungstext OGH 14.07.1989 5 Ob 587/89
- 1 Ob 2342/96k
Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 2342/96k
Auch
- 8 Ob 76/19p
Entscheidungstext OGH 29.08.2019 8 Ob 76/19p
Auch
- 2 Ob 221/21w
Entscheidungstext OGH 22.02.2022 2 Ob 221/21w
- 2 Ob 40/24g
Entscheidungstext OGH 21.03.2024 2 Ob 40/24g
Beisatz: Hier: Unwirksamkeit einer letztwilligen Verfügung setzt voraus, dass der Wille des Erblassers einzig und allein auf dem irrigen Beweggrund beruht. (T1)
Schlagworte
Motivirrtum, Irrtumsanfechtung
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0012446
Zuletzt aktualisiert am
29.04.2024
Dokumentnummer
JJR_19890110_OGH0002_0040OB00606_8800000_004