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Rechtssatz RS0012790

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0012790

Geschäftszahl

7Ob801/82; 2Ob130/99b

Entscheidungsdatum

20.05.1999

Rechtssatz

Die Rechtslehre vertritt überwiegend die Ansicht, daß ein stillschweigender Widerruf nur bei schriftlichen Testamenten möglich ist. Nach Paragraph 721,, zweiter Satz ABGB kann nicht auf einen Widerruf geschlossen werden, wenn von mehreren gleichlautenden Urkunden nur eine vertilgt wird. Dasselbe muß in dem Fall gelten, daß nebeneinander eine schriftliche Urkunde und eine mündliche Verfügung bestanden haben.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 801/82
    Entscheidungstext OGH 10.03.1983 7 Ob 801/82
    EvBl 1983/127 S 467 = SZ 56/43
  • 2 Ob 130/99b
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 130/99b
    Vgl; Beisatz: Werden bei der Errichtung eines schriftlichen Testaments auch die Vorschriften für ein mündliches Testament eingehalten, bestehen demnach das schriftliche und das mündliche Testament nebeneinander, dann wirkt ein schlüssiger Widerruf des schriftlichen Testaments auch auf das mündliche Testament. (T1); Veröff: SZ 72/87

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0012790

Dokumentnummer

JJR_19830310_OGH0002_0070OB00801_8200000_002