Rechtssatz RS0013479
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0013479
Entscheidungsdatum
10.09.2024
Rechtssatz
§ 117 Abs 1 AußStrG verpflichtet das Gericht zum amtswegigen Verfahren, wenn sich begründete Anhaltspunkte für die Notwendigkeit der Bestellung eines Sachwalters zur Wahrung der Belange des Betroffenen ergeben (Maurer in RZ 1986, 76). Die Bestellung eines Sachwalters für einen Behinderten ist eine Maßnahme der Rechtsfürsorge, es geht um den Schutz des Betroffenen.Paragraph 117, Absatz eins, AußStrG verpflichtet das Gericht zum amtswegigen Verfahren, wenn sich begründete Anhaltspunkte für die Notwendigkeit der Bestellung eines Sachwalters zur Wahrung der Belange des Betroffenen ergeben (Maurer in RZ 1986, 76). Die Bestellung eines Sachwalters für einen Behinderten ist eine Maßnahme der Rechtsfürsorge, es geht um den Schutz des Betroffenen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 523/93
Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 523/93
Veröff: RZ 1994/55 S 168
- 10 Ob 97/00p
Entscheidungstext OGH 22.05.2001 10 Ob 97/00p
Auch
- 8 Ob 144/02p
Entscheidungstext OGH 29.08.2002 8 Ob 144/02p
- 8 Ob 7/04v
Entscheidungstext OGH 26.02.2004 8 Ob 7/04v
Auch; Beisatz: Hier: Sachwalterbestellung bei anhängigem Scheidungsverfahren trotz Bestellung eines Verfahrenshelfers für den Betroffenen, da der Verfahrenshelfer die mit der Scheidung zusammenhängenden vermögensrechtlichen Aspekte nicht eigenverantwortlich abwickeln kann. (T1)
- 3 Ob 167/06i
Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 167/06i
Auch
- 3 Ob 94/07f
Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 94/07f
Auch; Beisatz: Die Verfahrenseinleitung darf nur erfolgen, wenn begründete Anhaltspunkte für die Notwendigkeit der Bestellung eines Sachwalters zur Wahrung der Belange des Betroffenen vorliegen. (T2)
- 8 Ob 19/08i
Entscheidungstext OGH 28.02.2008 8 Ob 19/08i
Auch; nur: § 117 Abs 1 AußStrG verpflichtet das Gericht zum amtswegigen Verfahren, wenn sich begründete Anhaltspunkte für die Notwendigkeit der Bestellung eines Sachwalters zur Wahrung der Belange des Betroffenen ergeben. (T3)
- 2 Ob 21/11v
Entscheidungstext OGH 17.02.2011 2 Ob 21/11v
Auch; nur T3; Beis wie T2
- 3 Ob 55/13d
Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 55/13d
Auch; Beis wie T2
- 7 Ob 62/16t
Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 62/16t
Auch; nur T3; Beis wie T2
- 8 Ob 52/17f
Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 52/17f
Auch; nur T3
- 9 Ob 89/18f
Entscheidungstext OGH 17.12.2018 9 Ob 89/18f
Auch; Beisatz: Diese Erwägungen gelten auch für die Rechtslage nach dem 2. Erwachsenenschutz- Gesetz BGBl I 2017/59. (T4)
- 4 Ob 215/18y
Entscheidungstext OGH 20.12.2018 4 Ob 215/18y
Auch; Beis wie T4
- 1 Ob 195/19m
Entscheidungstext OGH 19.11.2019 1 Ob 195/19m
Vgl auch; nur T3; Beis wie T2; Beis wie T4
- 5 Ob 224/21h
Entscheidungstext OGH 27.01.2022 5 Ob 224/21h
Vgl; Beis wie T2; nur T3; Beis wie T4
- 4 Ob 67/23s
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.04.2023 4 Ob 67/23s
vgl; Beisatz wie T2; nur T3; Beisatz wie T4
Beisatz: Bei der Beurteilung ist beachtlich, von wem der Hinweis (die „Mitteilung“ nach § 117 Abs 1 AußStrG) kommt. (T5)
Beisatz: Hier: Anregung durch Prozessrichter. (T6)
- 4 Ob 116/24y
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 10.09.2024 4 Ob 116/24y
vgl
Schlagworte
Bem: Die ursprüngliche Normbezeichnung § 236 AußStrG im Rechtssatz wurde im Hinblick auf das neue AußStrG 2005 auf § 117 Abs 1 AußStrG geändert.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0013479
Zuletzt aktualisiert am
17.10.2024
Dokumentnummer
JJR_19930420_OGH0002_0010OB00523_9300000_001