Rechtssatz RS0016591
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0016591
Entscheidungsdatum
15.09.2020
Rechtssatz
Eine weitergehende einseitige Abweichung vom dispositiven Gesetz, das für den "Durchschnittsfall" eine ausgewogene gerechte Rechtslage anstrebt, kann unter den besonderen Verhältnissen allgemeiner Geschäftsbedingungen rechtlich nicht toleriert werden und ist im Zweifel auch nicht als vereinbart anzusehen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 566/79
Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 566/79
Veröff: SZ 52/57 = EvBl 1979/221 S 578
- 5 Ob 538/81
Entscheidungstext OGH 23.06.1981 5 Ob 538/81
Veröff: JBl 1982,652
- 5 Ob 746/81
Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 746/81
- 6 Ob 100/10i
Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 100/10i
Vgl auch
- 9 ObA 107/10s
Entscheidungstext OGH 21.01.2011 9 ObA 107/10s
Vgl auch; Beisatz: Im Rahmen der Prüfung einer vertraglichen Regelung unter dem Aspekt eines sittenwidrigen massiven Missverhältnisses der Berücksichtigung der Interessen iSd § 879 Abs 1 ABGB wird auch auf die Ausgestaltung durch das dispositive Recht Bedacht genommen. (T1)
- 8 ObA 85/10y
Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 85/10y
Vgl auch; Beis auch wie T1
- 6 Ob 18/17s
Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
Auch; ähnlich Beis wie T1; Beisatz: Hier: Gerichtsstandsklausel in der Satzung einer Aktiengesellschaft. (T2)
Veröff: SZ 2017/79
- 7 Ob 155/18x
Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 155/18x
Auch
- 6 Ob 124/20h
Entscheidungstext OGH 15.09.2020 6 Ob 124/20h
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0016591
Zuletzt aktualisiert am
22.05.2025
Dokumentnummer
JJR_19790330_OGH0002_0010OB00566_7900000_003